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UCC: Die wichtigen UC- und Collaboration-Trends 2019

Der Markt für Unified Communications wird sich 2019 noch stärker auf Kollaboration konzentrieren. Auch sonst wird es im UCC-Bereich spannend.

Im Markt für Unified Communications (UC) haben wir 2018 viel Innovation, Konsolidierung und eine Bewegung in Richtung Team- und Workflow-Kollaboration beobachtet. Werfen wir nun einen Blick auf die Zukunft und sehen uns fünf Trends im Bereich Kommunikation und Collaboration für UC an, die Sie 2019 beachten sollten.

1. Unified Communications fokussieren sich auf die Cloud

Letztes Jahr war ein Wendepunkt für UCC (UC and Collaboration) in der Cloud. Laut der Nemertes-Untersuchtung „Unified Communications and Collaboration: 2019 Research Study“ haben 67 Prozent der Unternehmen zumindest einen Teil ihrer UCC-Anwendungen in der Cloud. Fast ein Drittel benutzen ausschließlich die Cloud dafür.

Die Ansätze für die Cloud unterscheiden sich. Größere Unternehmen tendieren mehr zu gehosteten, individuellen Services und kleinere Unternehmen bevorzugen die Flexibilität und die günstigeren Preise von Unified Communications as a Service (UCaaS). Weil UCaaS-Angebote besser werden und zunehmend größere und global operierende Unternehmen unterstützen können, erwartet Nemertes Bewegung in diesem Bereich. Die Analysten glauben, dass der bevorzugte Cloud-Ansatz für Unternehmen aller Größen ein mandantenfähiges Modell wird.

2. Team Collaboration als Zentrum der Zusammenarbeit

Laut der Untersuchung von Nemertes benutzen nun die Hälfte der Unternehmen Collaboration-Anwendungen. In vielen Fällen betrachten die Mitarbeiter solche allerdings als Instant-Messaging-Tools. UCC-Anbieter werden die Teamzusammenarbeit als Kernbestandteil für die Benutzererfahrung etablieren. Deswegen werden wir 2019 in diesem Bereich einen größeren Fokus sehen. Die Anbieter werden sich nicht nur auf die Akzeptanz konzentrieren, sondern auch auf die Integration von Workflows und externen Anwendungen in die Lösungen für Team-Collaboration. Damit werden Sie zum echten Zentrum für interne und externe Zusammenarbeit.

3. Sicherheit rückt in den Vordergrund

Etwas über ein Drittel der Unternehmen haben nun eine proaktive Sicherheitsstrategie für UCC. Sie kombiniert Audits, schreibt Verschlüsselung, Monitoring und Penetrationstests, Einspielen von Patches und Firewalls oder Anwendungs-Gateways vor. Letztere erkennen UCC-Datenverkehr und schützen vor Angriffen. UCC-Geschäftsführer sehen zum Großteil die Bedrohungen durch Angriffe, Denial of Service (DoS) oder Daten-Exfiltration nicht als vorrangiges Anliegen. Leider wird erst ein größerer Angriff nötig sein, bevor die IT-Führungskräfte der UCC-Sicherheit die Aufmerksamkeit gibt, die sie auch verdient.

4. Video für mehr als nur Konferenzen

Streaming von Videos ist für viele Verbraucherplattformen verfügbar. Dazu zählen Facebook, Instagram, Periscope und Snapchat. Deswegen suchen Mitarbeiter die gleichen Möglichkeiten, Videos sofort erstellen und teilen zu können. Vielleicht wollen sie Videos sogar live übertragen. Anwendungsfälle sind Außendienstmitarbeiter oder auch Mitarbeiter im Kundenservice, die sofort sehen können, was der Kunde sieht. Video ersetzt in diesem Fall die Kommunikation via geschriebenen Text. Das Interesse für Streaming von Videos wächst auf jeden Fall.

Das Video-Streaming ist ein wachsender Trend bei der Kollaboration. Fast 20 Prozent aller Unternehmen unterstützen derzeit Streaming von Videos. Weitere 14 Prozent planen 2019 damit. Ein Viertel der Unternehmen haben ein Enterprise Content Delivery Network installiert, um das Streaming von Video in ihren Netzwerken zu optimieren. 13 Prozent planen für 2019 die Installation eines Enterprise Content Delivery Networks.

5. Integration von Anwendungen und Workflows

Die Integration von Collaboration, Kundenservice, Workflows und anderen Geschäftsanwendungen ist ein Hauptfokus der digitalen Transformation. Aufkommende Technologie soll neue Möglichkeiten bieten. Das gilt sowohl intern als auch extern. Im Laufe der letzten paar Jahre haben immer mehr UCC-Abieter APIs zur Verfügung gestellt, damit Kunden in ihre existierenden Anwendungen Kommunikationsfunktionen integrieren können. Sie sind auch in der Lage, neue und individuelle Anwendungen zu erstellen, um Funktionen wie Reporting und Anrufmanagement nutzen zu können.

UCaaS-Anbieter wie zum Beispiel TingCentral und Vonage bewerben die Programmierbarkeit ihrer Plattformen als hauptsächliches Unterscheidungsmerkmal. Firmen wie Avaya, Kerauno, K2 und Whispir versuchen, die Integrationswerkzeuge für die Workflows in die Hände von Nicht-Entwicklern zu legen. Erwarten Sie, dass sich der Bereich Citizen Developers im Jahre 2019 verbessert. Anwender erstellen also Business-Anwendungen mit Umgebungen, die von der Unternehmens-IT abgesegnet sind. Mehr und mehr Anbieter stellen Integrationsmöglichkeiten via Drag-and-Drop zur Verfügung.

Fazit

Auf jeden Fall wir es ein aufregendes Jahr 2019 im Bereich UCC. Der Trend in Richtung Software beschleunigt die Möglichkeit von Unternehmen, die Benutzererfahrung für die Zusammenarbeit zu individualisieren. Sie haben die Möglichkeit, sie in die Workflows zu integrieren und damit tun sich neuen Optionen auf. Ein Beispiel ist die Unterstützung von Video-Streaming. Wer jetzt proaktiv mit diesen Trends für die Teamarbeit plant, die Sicherheitsrisiken aber nicht aus den Augen verliert, der befindet sich in einer sehr guten Position für einen künftigen Erfolg.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2019 aktualisiert

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