Rezension: Aruba Wlan-Access-Point IAP 225 für 802.11ac

Aruba Networks bietet mit seiner IAP-Serie Wlan-Access-Points für den Gigabit-Standard 802.11ac. Ein Überblick über Funktionen und Leistung.

Anmerkung der Redaktion: Die erste Welle der für den Gigabit-Wlan-Standard 802.11ac zertifizierten Access Points (AP) kommt auf den Markt. Unsere Produkt-Rezensionen sollen Ihnen bei der Entscheidung helfen, ob es Zeit für ein Upgrade ist. Außerdem erörtern wir, welche die wichtigsten Funktionen eines Wlan-APs im Unternehmen sind. Hier finden Sie unsere Orientierungs-Hilfe zum Kauf von 802.11ac, die Ihnen beim Erwerb der neuen Technologie behilflich sein soll. In einem weiteren Artikel haben wir bereits Ciscos Aironet 3700 unter die Lupe genommen, dieser Artikel widmet sich den neuen Access Points von Aruba.

Aruba Networks ist einer der größten und bekanntesten Anbieter, wenn es um den Bereich Unternehmens-Wlans (Wireless LAN) geht. Die Instant-Serie ist speziell für SMB-Kunden entwickelt, die nicht unbedingt ein komplett Controller-basiertes Wlan-Fundament brauchen. Wie sich vom Namen bereits ableiten lässt, ist Instant für einen raschen Einsatz gedacht. Das Produkt ist aber auch ein Access Point (AP) mit den Leistungsfähigkeiten, der Performance und der Zuverlässigkeit, um in Wlans der Enterprise-Klasse zu bestehen.

Beachtenswerte Funktionen: Das IAP-225 beinhaltet interne Antennen und Dual-Funk, jede Antenne bringt 3x3 Multiple-Input Multiple-Output mit sich. Es gibt auch eine Version mit externen Antennen, die sich IAP-224 nennt. Ein Funkkanal ist für den Bereich von 2,4 GHz reserviert und liefert bis zu 600 Mbps. Das lässt sich allerdings nur mit einem proprietären Modus realisieren, der sich TurboQAM nennt, etwaige Clients müssen für diesen Performance-Vorteil also mit der entsprechenden Technologie ausgestattet sein. 802.11n 3x3 ist auf 450 Mbps limitiert. Das andere Frequenzbank liegt bei fünf GHz und unterstützt durch 802.11ac bis zu 1,3 Gbps. Die Access Points bieten zudem Dual-Ethernet-Anschlüsse mit einer großen Vielfalt an weiteren Anschluss-Optionen.

Die Stromversorgung des Access Points IAP-225 erfolgt über eine externe 12-Volt-Stromquelle oder via 802.3af oder .3at.  Setzen Sie .3af ein, sind einige der Funktionalitäten allerdings eingeschränkt, beispielsweise auch die Spitzenleistung über 2,4 GHz. Weiterhin deaktiviert die Verwendung von .3af den USB- und den zweiten Ethernet-Port. In diesem Fall empfehlen wir den Einsatz von 802.3at oder einer externen Stromversorgung. Für unsere Tests haben wir einen .3at Power-Injektor verwendet.

Das Besondere: Ein Vorteil bei Arubas Instant-Access-Point-Serie liegt darin, dass Anwender mit nur einer einzigen Einheit beginnen können. Diese wird mithilfe der eingebauten InstantOS-Konsole verwaltet, für die sowohl eine Kommandozeile als auch eine graphische Benutzeroberfläche (GUI) zur Verfügung stehen. Kunden können später auf das Cloud-basierte Central-Management von Aruba aufrüsten. Auch Arubas sehr umfangreiche AirWave-Konsole ist denkbar. Sie benötigen keinen lokalen Controller, können die Instant APs allerdings aktualisieren, damit diese mit Aruba-Controllern zusammenarbeiten, sollte das vom Netzwerk so vorgesehen sein. Im Endeffekt kann die Architektur mit der Investition in einen einzelnen Access Point beginnen.

Dabei ist es sehr einfach das Ganze einsatzfähig zu machen. Haben Anwender allerdings keine Erfahrung mit Aruba-Produkten, dann kann der enthaltene Quick Start Guide etwas verwirrend sein. Im Prinzip müssen Sie den Access Point lediglich anschalten und natürlich sicherstellen, dass er mit dem restlichen Netzwerk verbunden ist. Verbinden Sie sich im Anschluss mit dem AP über die SSID „instant“, die per Standard gesetzt ist. Als nächste Schritte stehen dann die Definition Ihrer eigenen SSID sowie die Konfiguration der Security-Schlüssel und anderer Parameter an. Sobald Sie eine eigene SSID eingerichtet haben, verschwindet das per Standard auftauchende „instant“ und das Gerät ist betriebsbereit.

Abschließend: Auf Wunsch können Sie den Access Point so konfigurieren und modifizieren, wie Sie das für notwendig halten. Es handelt sich schließlich um ein Produkt für Enterprise-Umgebungen. Auch Funktionen wie zum Beispiel VLANs, Intrusion Detection, Verbrauchs-Monitoring und andere Möglichkeiten gehören zum Standard. Aruba Central bietet zudem umfassende Services an und in größeren Umgebungen werden Sie diese sicherlich auch nutzen wollen. Für Fragen oder Hilfestellungen bietet Aruba Networks eine umfangreiche Dokumentation.

In einem Deployment werden bis zu 128 Instant APs und andere Produkte aus dem Portfolio unterstützt. Es sollte daher noch einmal darauf hingewiesen werden, dass Sie auch immer auf ein Controller-basiertes Netzwerk upgraden können. Zwischen den Instant-Produkten und den Controller-basierten gibt es relativ geringe Unterschiede in Bezug auf die Funktionalität. Aus diesem Grund dürften sich viele kleine und mittelständische Betriebe wohl damit zufrieden, den Cloud-basierten Instant Access Points den Vorzug zu geben.

Listenpreis: 1295 US-Dollar (zirka 955 Euro), inklusive einer 30-tägigen Evaluierungs-Version von Aruba Central.

Folgen Sie SearchNetworking.de auch auf Facebook, Twitter und Google+!

Artikel wurde zuletzt im Juni 2014 aktualisiert

Erfahren Sie mehr über Wireless LAN einrichten

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchStorage.de

SearchDataCenter.de

SearchEnterpriseSoftware.de

Close