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White Box Switches und Hyperkonvergenz unterstützen die Netzwerke im Data Center

Durch Hyperkonvergenz und White Box Switches reduzieren Firmen Kosten und pofitieren von mehr Flexibilität bei den Netzwerken im Data Center.

Zwei aktuelle Entwicklungen versprechen die Art und Weise zu verändern, wie Computing-Umgebungen aufgebaut und verwaltet werden. Die sogenannten White Box Switches senken die Kosten für Netzwerkkomponenten und geben den Netzwerk-Administratoren gleichzeitig mehr Möglichkeiten. Hyperkonvergenz vereinfacht das Management, weil eine komplette Computing-Umgebung als einzelne Einheit ausgeliefert wird.

White Box Switches

Ein White Box Switch ist ein herkömmlicher oder sogenannter Bare-Metal Switch von der Stange, auf dem ein Netzwerkbetriebssystem installiert ist. Ein Bare-Metal Switch bietet eine offene und standardisierte Schnittstelle. Für dieses Interface wurden diverse Betriebssysteme entwickelt.

White Box Switches bieten gewisse Vorteile. Dazu gehören geringere Preise und höhere Flexibilität. Sie können das mit der offenen Intel-basierten Architektur für Server vergleichen. Im Gegensatz zu den früheren und proprietären Produkten sind die Server wesentlich kostengünstiger. System-Administratoren dürfen sich den Server in Sachen Prozessorgeschwindigkeit und Arbeitsspeicher genau auf eine Anwendung zuschneidern oder konfigurieren. Darüber hinaus haben sie beim Betriebssystem noch die Wahl zwischen Windows oder einer Linux-Distribution.

Äquivalent dazu können sich Netzwerk-Administratoren einen Switch aussuchen, der in puncto Kapazität genau ihren Ansprüchen entspricht. Dabei sind sie nicht auf einen bestimmten Hersteller angewiesen, sondern können sich auf dem Bare-Metal-Markt umsehen. Im Anschluss sucht sich das Unternehmen ein Betriebssystem aus, das mit der offenen Schnittstelle funktioniert. Als Möglichkeiten stehen kostenlose Netzwerkbetriebssysteme zur Verfügung, die der Anwender einfach herunterladen kann. Weiterhin gibt es Alternativen, die von großen Herstellern entwickelt und gepflegt werden. Dazu gehören Big Switch Networks, Cumulus Networks und Pica8.

Eine weitere Alternative ist Software von Open Network Linux (ONL), einer Initiative von Open Compute Project. ONL beinhaltet nicht alle Komponenten, die für ein komplettes Betriebssystem notwendig sind. Allerdings ist es eine Basis für Entwickler. Sie können damit ein eigenes System erstellen, das ganz auf ihre Ansprüche zugeschnitten ist.

Anbieter von Bare-Metal Switches, wie zum Beispiel Accton Technology, Alpha Networks und Quanta Computer, setzen Chips von Broadcom, Intel, Marvell oder Mellanox ein. Jeder Chip-Hersteller bietet eine Chip-Reihe mit unterschiedlichen Kapazitäten an. Wir sprechen an dieser Stelle von der Anzahl an Ports und Bandbreite pro Port.

Hersteller von Switches kombinieren diese Chips mit einem Prozessor, Arbeitsspeicher und Netzwerkschnittstellen. Daraus entsteht unterm Strich ein komplettes System. Die meisten Hersteller bieten eine Produktserie an und erfüllen damit die Anforderungen vom Rande des Netzwerks bis zum Kern.

Netzwerk-Administratoren können Hardware direkt von einem Bare-Metal-Switch-Anbieter kaufen und sie entsprechend mit Software bestücken. Möglicherweise entscheiden sie sich auch für ein komplett ausgestattetes System, das sowohl Hardware als auch Software enthält und offizielle Unterstützung genießt. Durch die Vielfalt bei Hardware und Software können Unternehmen Kosten reduzieren. Darüber hinaus profitieren sie von der verbesserten Flexibilität des Netzwerks. Das gilt vor allen Dingen beim Vergleich mit proprietären Alternativen.

Hyperkonvergenz

Das Kaufen von Computing-Ressourcen, Netzwerk- sowie Storage-Komponenten plus die Integration der Teile und das Management ist für viele IT-Abteilungen heutzutage zu komplex. Hyperkonvergente Systeme bieten alles Notwendige gebündelt in einer Einheit. Damit sind Storage, Computing- und Netzwerk-Ressourcen gemeint. Alle Komponenten werden konfiguriert und integriert. Auf diese Weise ist eine Installation schnell durchgeführt. Das System wird von einer einzelnen Konsole und einem einzigen Administrator gemanagt. Virtuelle Maschinen lassen sich schnell etablieren, weil der Systemverwalter nicht mehrere Befehle auf verschiedene Komponenten ausführen muss.

Wachsen die Anforderungen, dann können Sie durch das Hinzufügen zusätzlicher Ressourcen oder Einheiten die Kapazitäten erweitern. Sobald sie installiert sind, fügen sich die neuen Geräte nahtlos in die Gesamtumgebung ein und der Administrator braucht für das Management weiterhin nur eine einzelne Konsole.

In der heutigen Zeit müssen die IT-Abteilungen Änderungen schnell durchführen können. Durch hyperkonvergente Systeme lassen sich IT-Ressourcen einfach installieren und sind auf diese Weise schnell produktiv. Somit können Administratoren auf die sich schnell ändernden Business-Anforderungen reagieren. Eine Kombination aus White Box Switches und Hyperkonvergenz haucht dem Netzwerk des Data Centers mit Sicherheit neues Leben ein.

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Nächste Schritte

Der Unterschied zwischen Bare-Metal und White Box Switches.

Vorteil Automatisierung, Nachteil Support: Grundlagen zu White-Box-Switches.

Sind in einem Enterprise-Netzwerk White Box Switches ausreichend?

Hyperkonvergente Systeme drängen ins Rechenzentrum.

Artikel wurde zuletzt im November 2016 aktualisiert

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