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Mobile Technologie: Diese Trends für 2019 sollten Sie kennen

Die Mobiltechnologie ändert sich fortlaufend. Daher sollte sich die Unternehmens-IT frühzeitig über Neuigkeiten informieren. Lesen Sie, welche Trends Sie 2019 nicht verpassen dürfen.

Mobile Geräte sind immer intelligenter, größer und schneller geworden. Und Organisationen haben mobile Technologien zunehmend aufgegriffen und ins Unternehmen integriert. Da Mitarbeiter Verbesserungen bezüglich der Benutzererfahrung forderten, haben Entwickler von mobilen Apps versucht, sich diesen Anforderungen anzupassen.

Diese Änderungen haben innerhalb der letzten Jahre stattgefunden. Deshalb sollten IT-Experten, die für Mobilstrategien zuständig sind, 2019 die folgenden Trends bei der Mobiltechnologie im Auge behalten.

Smartphones werden noch intelligenter

KI und virtuelle Assistenten sind 2019 zwar keine neuen Trends in der mobilen Technologie mehr. Doch es wird zur gängigen Praxis, dass Mobilgeräte KI-Technologien in Chatbots, virtuelle Assistenten und Betriebssysteme integrieren. Der aktuelle Markt für mobile Geräte deutet in diese Richtung. So verfügen Chips von Qualcomm und Huawei bereits über KI-Funktionen.

Innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre werden Nutzer in der Lage sein, ihre Mobilgeräte komplett über Sprachbefehle zu bedienen. Zu diesem Schluss kommt Jack Gold, Chefanalyst bei J. Gold Associates in Marlborough, Massachusetts. In den nächsten drei bis fünf Jahren werden die User womöglich nicht einmal mehr wissen, welche mobilen Apps sie nutzen, denn virtuelle Assistenten werden ihre Wünsche im Voraus feststellen und entsprechend handeln.

Diese Fortschritte werden tiefgreifende Auswirkungen auf Organisationen haben. Die KI etwa wird wahrscheinlich die Sicherheit für Mobilgeräte verbessern, indem sie Anomalien im Benutzerverhalten entdeckt und erkennt, ob ein User rechtmäßiger Besitzer des Geräts ist. KI-erweiterte Sicherheit wird über Methoden wie biometrische Authentifizierung weit hinausreichen. Dies wird möglicherweise in Form von On-Device-Anwendungen realisiert oder als Ergänzung von EMM-Suiten (Enterprise Mobility Management).

Zur Vorbereitung auf KI-basierte Geräte sollten Unternehmen den aktuellen Markt beobachten und Strategien erwägen, um von diesen intelligenten Funktionen zu profitieren. Technologieeinkäufer sollten sich mit Anbietern und ihren Vertretern unterhalten, um zu verstehen, welche Funktionen als Erweiterungen der Hardware und Software von mobilen Geräten zur Verfügung stehen.

EMM und darüber hinaus

Der EMM-Markt wird sich 2019 wahrscheinlich ändern. So verlagert sich der Schwerpunkt immer mehr vom Mobile Device Management (MDM) und EMM zum Unified Endpoint Management (UEM). UEM umfasst eine Vielzahl von Geräten, darunter Desktops, Wearables und IoT-Geräte. Viele UEM-Tools enthalten die von EMM und MDM bekannten Features. Zudem integrieren sie andere Aspekte des IT-Managements, beispielsweise Identity and Access Management (IAM).

Die Anbieter benennen ihre Produkte um und richten sie neu aus, um die 2019 zu erwartenden Trends in der mobilen Technologie aufzugreifen. Diese Entwicklung lässt sich seit einigen Jahren beobachten und wird ziemlich sicher weitergehen. Im Jahr 2016 wurde so aus der EMM-Suite von BlackBerry kurzerhand eine UEM-Plattform. Citrix taufte im Mai 2018 XenMobile in Citrix Endpoint Management um. Und im Juli 2018 rollte Gartner seine neue Serie von Marktforschungsberichten (Magic Quadrant) rund um das Thema UEM zum ersten Mal aus.

Organisationen sollten die Auswirkungen verstehen, die Produkt-Updates der Anbieter mit sich bringen. Etliche Unternehmen, zum Beispiel Citrix, ermutigen ihre EMM-Kunden dazu, von On-Premises- zu Cloud-Lösungen zu migrieren. Die IT sollte wissen, welche Funktionen ihrer On-Premises-EMM-Plattform dadurch eventuell beeinträchtigt werden.

Gegebenenfalls sollte die IT sich auch darauf vorbereiten, IoT-Edge-Geräte in eine UEM-Strategie zu integrieren. Dies kann bedeuten, ein Produkt zu finden, das verbundene Sensoren und vernetztes Equipment sicher integrieren, bereitstellen und überwachen kann.

Die künftige Entwicklung von Apps

Auch Entwickler müssen sich den für 2019 erkennbaren Trends in der mobilen Technologie anpassen. Die plattformübergreifende mobile Entwicklung wird zunehmend praktikabler, da sich mehr Entwickler Frameworks, etwa React Native und NativeScript, oder Technologien wie Progressive Web Apps (PWAs) zuwenden.

Frameworks wie NativeScript und React Native erlauben es Entwicklern, eine gemeinsame Code-Basis sowohl für Apple iOS als auch für Google Android zu schreiben. Tools wie Apache Cordova haben das in der Vergangenheit versucht, indem sie hybride Apps erstellt haben, die Webinhalte in einer nativen Ansicht zeigen. Allerdings verlangt jede Plattform spezielle Anpassungen, so dass Entwickler es schwer haben, tatsächlich einen gemeinsamen Code zu nutzen.

PWAs, die die besten Funktionen von Web-Apps und nativen Apps vereinen, werden unter Mobile-Entwicklern immer beliebter. PWAs werden sehr wahrscheinlich zum neuen Standard für die Entwicklung mobiler Apps. Diese Meinung vertritt Michael Facemire, Vizepräsident und Chefanalyst bei Forrester Research in Cambridge, Massachusetts.

Nutzer werden zwischen der Oberfläche einer nativen App und der einer PWA kaum Unterschiede bemerken, weshalb die neue mobile Entwicklungsmethode einen einfachen Übergang verspricht. Darüber hinaus lassen sich PWAs relativ leicht entwickeln, so dass es wahrscheinlich ist, dass ein Entwickler über die Fähigkeiten verfügt, sie zu schreiben. Damit PWAs sich aber auf breiter Basis durchsetzen, muss Apple sie in Safari unterstützen. Es ist jedoch unklar, wann dies Realität wird.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2019 aktualisiert

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