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Wireless Management in der Cloud läutet Wandel ein

Wireless Management in die Cloud auszulagern, setzt sich immer mehr durch, da es für Firmen ein effizienteres Netzwerk-Management bedeutet. Ein tiefgreifender Wandel bahnt sich an.

Diejenigen von uns, die schon etwas länger in der IT-Welt zuhause sind, als sie vielleicht zugeben mögen, erinnert Timesharing wahrscheinlich an ihre Anfänge in der Welt des Computing – als der Zugriff auf einen Mainframe über ein alphanumerisches Terminal per Einwahlverbindung mit atemberaubenden 1.200 Bit pro Sekunde erfolgte.

Aber selbst die nostalgischsten Zeitgenossen unter uns möchten sicher nicht zu diesen Zuständen zurückkehren. Dennoch ist das Konzept, remote bereitgestellte Ressourcen zu nutzen (von uns heute als Cloud bezeichnet), nichts anderes als Timesharing in einer modernen Variante.

Es basiert – natürlich – auf dem hohen Durchsatz, der Verfügbarkeit und Resilienz des heutigen Internets. Cloud-Services sind so robust und kosteneffektiv, dass wesentliche Elemente von Wi-Fi mittlerweile in die Cloud ausgelagert werden, zum größten Teil vorangetrieben durch Wireless Management.

Virtualisierung als Katalysator für den Wandel

Die Virtualisierung fungiert als Basis dieser Transformation. Der Begriff wird traditionell verwendet, um Funktionen zu beschreiben wie virtuellen Speicher (der dem Betriebssystem vorgaukelt, es würde mehr RAM zur Verfügung stehen als tatsächlich der Fall ist) und virtuelle Maschinen, mit denen es möglich ist, mehrere Betriebssysteme gleichzeitig und individuell auf einem einzigen Prozessor auszuführen. Lassen Sie uns diese Definition ein wenig erweitern. Stellen Sie sich vor, dass man jede IT-Funktionalität, ob Hardware oder Software, die normalerweise eine lokale, physische Implementierung erfordert, in die Cloud verschiebt. Eine überraschend breite Palette an Netzwerkfunktionen lässt sich virtualisieren, wodurch Investitionsausgaben zu einfach verwaltbaren Betriebskosten werden.

Genau diese Entwicklung erleben wir heute bei Wireless Management. Was zuvor einen dedizierten lokalen Server (oder zumindest eine virtuelle Maschine) erforderte, wird stattdessen als Service in der Cloud bereitgestellt, wobei wieder einmal die Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Resilienz der Cloud genutzt wird. Die Möglichkeit, selbst ein sehr großes Netzwerk von überall – mit einem mobilen Gerät – zu verwalten, ist für so gut wie alle Netzwerkabteilungen höchst attraktiv. Das Netzwerk-Management wird daher zu einer deutlich einfacheren Aufgabe. So muss etwa niemand mehr am Wochenende ins Büro eilen, um Routineprobleme zu lösen.

Die Möglichkeit, selbst ein sehr großes Netzwerk von überall – mit einem mobilen Gerät – zu verwalten, ist für so gut wie alle Netzwerkabteilungen höchst attraktiv.

Gehen wir noch einen Schritt weiter. Ein weiterer Trend geht heute in Richtung Unified Network Management, eine zentrale Netzwerkverwaltung, mit der sich drahtlose und kabelgebundene Komponenten einheitlich überwachen lassen. Heutzutage übernehmen Ethernet-Switches in erster Linie eine unterstützende Rolle für Access Points (AP), indem sie ihnen Interconnection-Möglichkeiten zur Verfügung stellen und sie mit Strom versorgen. Das Gleiche gilt für Router, die vom Konzept her viel einfacher funktionieren als in der Vergangenheit. Infolgedessen kann die IT auch hierbei wieder das gesamte Netzwerk mit einem mobilen Gerät verwalten.

Die Cloud durchdringt alles

Lassen Sie uns dieses Szenario ebenfalls erweitern. Virtualisieren wir nun auch WLAN-Controller (falls eine bestimmte Architektur und Implementierung dies erforderlich macht) und platzieren diese in der Cloud, zusammen mit deren Wireless Management. Wie steht es um sich neu entwickelnde, aber bald kritische Funktionen wie Echtzeit-Analytics? Oder den Großteil von Software-defined Networking (SDN)? Networking als skalierbarer, zuverlässiger, kostengünstiger Service? Sie ahnen es bereits: Alles lässt sich in der Cloud realisieren.

Vor kurzem haben wir eine Umfrage unter Kunden und führenden Branchenunternehmen durchgeführt und dabei einige provokante Fragen gestellt, zum Beispiel: Wie sieht das Netzwerk im Jahr 2025 aus? Wie viel echte Infrastruktur wird benötigt, und welche Elemente werden – wieder meist als Service – in der Cloud bereitgestellt?

Auf Basis der bisher eingegangenen Antworten lässt sich noch keine eindeutige Antwort geben oder auch nur annähernd so etwas wie eine einhellige Meinung ableiten. Aber wir haben einen vorläufigen Eindruck gewonnen. (Darum geht es bei Analysten schließlich.) Demnach wird die lokale Netzwerkinfrastruktur am Ende nur aus drei Komponenten bestehen: APs, Ethernet-Switches und einem Backhaul zum Internet über eine Router-Funktion, die in Switches mit höherer Leistungsfähigkeit integriert ist. Das ist in der Tat alles.

Sofern Sie nicht bereits das Potenzial von Wireless Management als Service in der Cloud in Erwägung gezogen haben, ist jetzt sicherlich der geeignete Zeitpunkt. Und ja, es stimmt: Dieser Schritt führt wahrscheinlich in eine Zukunft, in der Networking as a Service (NaaS) dominiert, was noch vor wenigen Jahren nur von eher vorübergehendem theoretischem Interesse gewesen wäre.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2017 aktualisiert

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