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Infrastructure Performance Management (IPM) ist entscheidend

Wer bei Performance-Problemen seine Zeit nicht mit Schuldzuweisungen und Rätselraten verschwenden will, muss Anwendungen und Infrastruktur End-to-End überwachen.

Die Workloads von Unternehmensapplikationen erstrecken sich über diverse Technologien verschiedener Anbieter, die in den unterschiedlichsten Umgebungen laufen. Die Erfahrung, die der Endnutzer macht, ist abhängig davon, ob diese Technologien harmonisch zusammenarbeiten. Das wird aber umso schwieriger, je weniger Einblicke man in den Datenfluss der Organisation hat. Wie soll man schließlich Probleme finden und beheben, wenn man nicht einmal sehen kann, wo die Ursache liegt? Das ist so ähnlich, als würde man mit verbunden Augen Auto fahren. Und dennoch gehen viele IT-Teams exakt so vor und fahren somit eine gefährliche Strategie, weil sich die IT-Umgebung im ständigen Wandel befindet.

Erfolgreiches Monitoring analysiert Anwendungen im Kontext der IT-Infrastruktur und zeigt den Weg vom Status Quo in eine leistungsoptimierte Zukunft. Der digitale Wandel und nie enden wollende Änderungen an Infrastruktur und Anwendungen machen Systeme extrem komplex, so dass sie von keinem Menschen mehr erfasst werden können. Und diese Situation wird sich nur immer weiter verschärfen. Die Notwendigkeit von End-to-End Performance Monitoring und analysebasierten Einblicken ist so groß wie nie zuvor.

Die Anwendungs- und Infrastrukturüberwachung ist unentbehrlich für die kritischsten Unternehmensanwendungen. Nur so kann man dem Rätselraten und gegenseitigen Schuldzuweisungen ein Ende setzen. Und da haben wir noch nicht einmal den riesigen Arbeitsaufwand und die erheblichen finanziellen Ressourcen in die Rechnung aufgenommen, die normalerweise in die Fehlerbehebung gesteckt werden. Das Ziel der Infrastruktur- und Anwendungsüberwachung ist es, das Deployment beruhend auf den Workload-Profilen Ihrer Anwendungen zu optimieren. Aber das ist einfacher gesagt, als getan. Wie kann man schließlich wissen, ob eine Infrastruktur richtig überwacht wird?

Die größte Herausforderung für die Aufrechterhaltung einer erfolgreichen IT-Infrastruktur sind die Verwaltung und das Verständnis von Anwendungs-Workloads aus einer End-to-End-Perspektive. Wenn man aber für jedes einzelne Widget in der Infrastruktur die gleichen Parameter einstellt, kann das nur schiefgehen. Bei dieser Methode beachtet man nämlich nicht, dass jede Anwendung ihre eigenen, einzigartigen Attribute hat und mehr oder weniger wichtig für den Geschäftsbetrieb ist. Außerdem kann man ohne das Wissen, wofür jede Anwendung verwendet werden soll, keine erfolgreiche Monitoring-Richtlinie einrichten.

Im Bereich des Performance Monitoring gibt es einige Unklarheiten über den Begriff End-to-End, der häufig falsch verstanden und daher auch falsch verwendet wird. Compute Monitoring bietet Einsichten in die Workloads von physischen oder virtuellen Servern. Es bietet Informationen darüber, wie Aufgaben erledigt werden, und stellt sicher, dass alle Anwendungen Zugang zu geeigneten Ressourcen haben und richtig funktionieren. Es sorgt so dafür, dass der inhärente Wettbewerb um Ressourcen in der Infrastruktur nicht dazu führt, dass grundlegende Aufgaben nicht mehr ausgeführt werden können und damit das gesamte System zum Stillstand kommt. Dennoch bietet Compute Monitoring keinen Informationen über den Weg, den die Daten nehmen. Unternehmen erhalten schlichtweg Berichte über die Performance von VMs. Das ist also kein End-to-End-Monitoring.

„Erfolgreiches Monitoring analysiert Anwendungen im Kontext der IT-Infrastruktur und zeigt den Weg vom Status Quo in eine leistungsoptimierte Zukunft.“

Sean O’Donnell, Virtual Instruments

Wenn eine Anwendung nach ihren Daten sucht, muss sie dafür die gesamte Infrastruktur passieren. Echte Lösungen für das Infrastructure Performance Management (IPM) bieten die Möglichkeit, den Datenverkehr aus Anwendungssicht in Echtzeit zu überwachen – vom virtuellen Server bis hin zu den Speicherarrays mit allen dazwischen liegenden Netzwerkkomponenten.

Da wir nun wissen, was mit End-to-End-Sichtbarkeit eigentlich gemeint ist, sehen wir uns nun an, wie sie uns dabei helfen kann, Workloads zu verwalten. Eine der größten Herausforderungen, vor der alle Organisationen im digitalen Zeitalter stehen, ist der Umstand, dass die Anforderungen an sie sich mit der Zeit erheblich ändern. Und das kann schon in wenigen Wochen oder Monaten passieren. Selbst wenn die Workloads bei der ersten Inbetriebnahme der IT-Infrastruktur so harmonisch wie in einer Symphonie zusammengespielt haben, wird die Arbeit als Dirigent mit der Zeit immer schwieriger: die Prioritäten ändern sich, die Anforderungen steigen und es kommen neue Anwendungen hinzu.

Moderne Unternehmen müssen sich einfach an solche Dinge anpassen können. Das Gleiche gilt daher auch für ihre IT-Infrastruktur: das Team muss eine sich ständig ändernde Umgebung im Gleichgewicht halten können. Ein Switch ist nutzlos, wenn zwei seiner Ports ständig mit Traffic verstopft sind, während ein dritter kaum genutzt wird. Oder vielleicht laufen ja alle VMs auf einem Host, während andere sich praktisch im Leerlauf befinden. So eine unausgeglichene Umgebung kann nur zu Problemen führen. Und wenn das Unausweichliche passiert, kaufen die meisten IT-Abteilungen einfach noch mehr Hardware. Statt sich auf die zugrunde liegenden Probleme zu konzentrieren, geben sie riesige Geldmengen für zusätzliche Infrastrukturgeräte aus, die die Betriebskosten in die Höhe schnellen und die Komplexität nur weiterwachsen lassen.

Um also agil zu bleiben, benötigt man einen vollständigen Blick auf seine IT-Infrastruktur. Man muss die Infrastruktur systematisch bewerten und Workloads automatisch verwalten können. Geschäftskritische Workloads müssen kontinuierlich überwacht werden, um ihre Performance und Verfügbarkeit zu gewährleisten. Mit den richtigen Tools können Unternehmen eine Vielzahl an Informationen intelligent korrelieren und gründlich analysieren, so dass sie daraus die richtigen Schlüsse ziehen und dann die richtigen Maßnahmen ergreifen können.

Wohl jeder Data Storage Manager in einem großen Unternehmen kann von Stress, Verwirrung und Schuldzuweisungen berichten, wenn Probleme auftreten. Wenn sie aber Einblicke in ihre gesamte Rechenzentrumsinfrastruktur gewinnen, können sie Probleme schnell erkennen und sich an die Lösung machen. Selbst, wenn ein Problem über den eigenen Aufgabenbereich hinausgeht und man es beispielsweise an das Networking-Team weiterleiten muss, kann eine intelligente Plattform für Infrastructure Performance Monitoring Arbeitsabläufe vorschlagen, damit es so schnell wie möglich behoben werden kann. Der Blick auf die gesamte Infrastruktur statt nur auf einzelne Elemente ermöglicht es Unternehmen, die Orte, an denen Probleme auftreten, genau zu sehen und Mitarbeiter und das Management entsprechend zu informieren.

Selbst einfache Transaktionen wie eine Online-Überweisung durchlaufen normalerweise eine komplexe Infrastruktur mit mehreren Domänen. Und diese einfache Überweisung lässt mich auch gleich an die bekannte Metapher der schwimmenden Ente denken: Auf den ersten Blick gleitet sie elegant über das Wasser. Wenn man aber unter die Oberfläche sieht, erkennt man, wie anstrengend es für die Ente ist, sich fortzubewegen. Ganz gleich, ob sie mit oder gegen die Strömung schwimmt, gibt sie immer ihr Bestes. Das Gleiche gilt für die IT-Infrastruktur. Und das IT-Team.

Wer Innovationen und Erfolg für sein Unternehmen möchte, muss das Verhalten der Anwendungs-Workloads sehen können. Für eine gute Performance der Anwendungsinfrastruktur und für ausgezeichnetes Verfügbarkeits-Management benötigt man Echtzeiteinsichten in alle Server, Netzwerkverbindungen und Datenspeicher im gesamten Rechenzentrum. Und die einzige Möglichkeit, das zu erreichen, ist eine anwendungsbasierte Plattform für Infrastructure Performance Management.

Über den Autor:
Sean O’Donnell ist EMEA Managing Director bei Virtual Instruments, einem Anbieter von anwendungsbasierten Lösungen für Infrastructure Performance Management. In dieser Rolle verantwortet er die Erweiterung des EMEA-Geschäfts und die Steigerung der Marktanteile in der Region. Vor seinem Wechsel zu Virtual Instruments war Sean O’Donnell als Vice President Sales bei IPsoft, einem Experten in künstlicher Intelligenz, tätig. Davor zeichnete er für den Aufbau des EMEA-Marktes für den Anbieter von Lösungen für digitales Infrastructure Management, SevOne, verantwortlich. Zu seinen früheren Aufgaben zählte die des EMEA Vertriebsleiters für EMC Smarts, einem Teil der EMC Service Assurance Suite.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2018 aktualisiert

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