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Das Aha-Erlebnis beim Internet of Things (IoT): Ist Ihr Data Center bereit?

Wenn bis zum Jahre 2020 über 20 Milliarden IoT-Geräte mit dem Internet verbunden sein sollen, dann müssen die Data Center aufgerüstet werden.

Zu sagen, dass Fortschritte bei der Technologie mehr und mehr mit dem Internet verbundene intelligente Geräte oder Dinge/Things auf den Markt bringen, ist etwas irreführend. Nur wenige dieser verbundenen Geräte sind tatsächlich so intelligent, wie Sie das von Ihrem Smartphone oder Tablet behaupten würden. Diese Tools sind tatsächlich kleine Computer, die einen Prozessor und Speicher haben, auf denen Embedded-Software läuft und die mit dem Internet verbunden sind.

Die absolute Mehrzahl der IoT-Geräte ist und wird aber dumm bleiben. Sie werden sich mit dem Internet verbinden, aber die Intelligenz dafür liegt in der Cloud. Das Gerät wird ein Maß an Interaktivität erlauben und diese Daten dann in ein Data Center übertragen. Das reagiert dann mit entsprechenden Aufgaben und Funktionen.

Stellen Sie sich ein Home Automation Gadget wie eine intelligente Glühlampe vor. Die Lampe nimmt Ihre mit der Stimme gegebenen Anweisungen auf oder interpretiert die Befehle von der dazugehörigen App. Dieser Befehl wird dann in die Cloud geschickt und nun wartet das Gerät auf die Anweisung An oder Aus. Da der Vorgang in Nahezu Echtzeit vor sich geht, ist der Pfad etwas undurchsichtig. Selbst Amazons Echo ist ein dummes Gerät, das nur zuhört und Signale in die Cloud schickt. Danach wird eben die gewünschte Musik gestreamt oder der Wetterbericht vorgelegt. Das Ganze ist mit Alexas einfachem Machine Learning oder der KI-Technologie (AI) garniert, um neue Leistungsmerkmale umsetzen zu können.

Es ist ganz einfach nicht kosteneffizient oder praktikabel, diese Dinge mit eigener Intelligenz auszustatten, zumal die Kunden die zusätzlichen hohen Kosten nicht bezahlen werden. (Kostet jede dieser speziellen Glühlampen so viel wie ein iPhone, dann könnten nur wenige ihren Kronleuchter damit bestücken.)

Je allgegenwärtiger IoT wird, desto mehr stellt sich ein Aha-Effekt ein. Wir müssen uns damit abfinden, dass die Geräte im Großen und Ganzen nicht mit Intelligenz ausgestattet werden. Die Geräte selbst bleiben ziemlich dumm.

Es wird angenommen, dass im Jahre 2020 mehr als 20 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sind. Einige Analysten sind sogar der Meinung, dass wir bereits 2017 diese Zahl erreichen. Der enorme Zuwachs von Dingen, die im Internet hängen, verlangt auch einen äquivalenten Zuwachs an Rechenleistung und Storage in den weltweit verteilten Data Centern. Das ist aber ganz einfach nicht nachhaltig.

Gibt es derzeit zehn Milliarden Geräte, die mit dem Internet verbunden sind, dann setzt eine Verdoppelung auf 20 Milliarden eine wesentlich leistungsfähigere Data-Center-Infrastruktur voraus. Der Investitionsaufwand für so eine Infrastruktur, die Grundfläche für Immobilien und doppelte Elektrizität sowie benötigte Ressourcen sind alarmierend. Im vergangenen Jahr haben die um den Erdball verteilten Data Center mehr Energie verbraucht als gesamt Großbritannien – und dieser Verbrauch verdoppelt sich bereits alle vier Jahre. Das ist trotz des oberflächlichen Geredes von Hardwareverbesserungen der Fall, das mehr Kapazitäten und höhere Performance verspricht.

Soll eine IoT-Landschaft unterstützt werden, bei der Geräte wie Pilze aus dem Boden schießen, muss es radikale Verbesserungen bei der Effizienz des Data Centers geben. Stückweise Verbesserungen werden da nicht ausreichen. Das gilt vor allen Dingen mit Blick auf den Stromverbrauch und die Kosten für zusätzliche Infrastruktur. Wir brauchen die zehn- bis zwanzigfachen Verbesserungen bei der Rechenleistung und den Dichten.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2017 aktualisiert

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