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Wann sich Managed Services für SD-WAN lohnen

Die Verwaltung einer Vielzahl von ISPs im SD-WAN verursacht Kosten und erhöht die Komplexität. Erleichterung können Managed Services für SD-WAN bringen.

Die Einführung von SD-WAN vereinfacht die Verwaltung des WAN. Aber einfach heißt nicht null Aufwand. Schließlich kann sich teilweise auch die Arbeit der IT-Abteilung erhöhen, weil sich mit SD-WAN verschiedene Verbindungsformen kombinieren und besser aufeinander abstimmen lassen. Daher könnte es sich für einige Unternehmen lohnen, auf Managed Services für SD-WAN zu setzen.

In Benchmarks von Nemertes Research erzielten Firmen sehr gute Ergebnisse, die SD-WAN einsetzen. Anstatt jeden WAN-Router einzeln zu verwalten – und vielleicht auch einen WAN-Optimierer an jedem Standort – richten WAN-Administratoren Richtlinien ein, die auf den spezifischen Anforderungen von Anwendungen oder Services basieren, um das gesamte physische WAN auf einen Schlag zu verwalten.

SD-WAN bietet weitere Vorteile: Unternehmen können mehr kostengünstige Bandbreite zum Betrieb ihrer WANs nutzen, reduzieren die WAN-Ausfälle um 95 Prozent und senken die Zeit, die WAN-Mitarbeiter für das Beheben von Fehlern brauchen, auf etwa fünf Prozent.

Also, wenn SD-WAN so großartig und einfach ist, warum sollte ein Unternehmen beim Thema SD-WAN auf Managed Services setzen?

Treiber für Managed SD-WAN Services

Ein Unternehmen, das sein WAN bereits ausgelagert hat, wird wohl auch das WAN-Management nicht mehr nach innen holen, selbst wenn es einfacher sein sollte. Wenn das WAN-Management weit außerhalb der Kernkompetenzen eines Unternehmens liegt, wird es das Outsourcing im Regelfall beibehalten. Und so kann es durchaus sein, dass ein Unternehmen nach Ablauf des aktuellen Managed-WAN-Vertrages auch bei SD-WAN auf Managed Services setzt. Denn daraus ergeben sich weitere Vorteile wie Agilität, Ausfallsicherheit, erhöhte Sicherheit, Performance-Management und die Möglichkeit, separate WAN-Optimierer abzuschaffen.

Selbst wenn Unternehmen derzeit ihr WAN selbst verwalten, ist es möglich, dass sie sich bei SD-WAN für Managed Services entscheiden – nicht, weil der Einsatz der Technologie komplex oder zeitaufwändig ist, sondern weil sie künftig mit einer größeren Menge an TK-Anbietern für die Verbindung nach außen zusammenarbeiten wollen.

Schließlich fasst SD-WAN die Verbindungen verschiedener Carrier einfach und technologisch transparent in einem einzigen WAN zusammen. Das funktioniert zuverlässig, erhöht die Verfügbarkeit der einzelnen Standorte und reduziert die Kosten des weiteren Wachstums. Darüber hinaus bietet es IT-Einkäufern mehr Wahlmöglichkeiten als je zuvor, wenn es um die Vernetzung der Filialen und einzelnen Standorte geht.

Herausforderungen beim Management der ISPs

Da Firmen mit Hilfe von SD-WAN jetzt einfacher die Netze vieler Internet Service Provider (ISP) und Carrier nutzen können, um Kosten zu sparen und flexibler zu werden, entsteht natürlich eine entsprechend lange Liste der Anbieter, inklusive der Anbieter, die das Unternehmen bereits für MPLS gewählt hat.

Die Verwaltung mehrerer Anbieter verursacht sowohl auf geschäftlicher als auch auf technischer Ebene eigene Kosten. Die IT-Abteilung muss wissen, wie sie mit dem technischen Support zusammenarbeitet. Außerdem muss sie sich mit der normalen, auf den Service bezogenen Kommunikation sowie mit der eigentlichen Fehlerbehebung bei auftretenden Problemen befassen. Auch IT und Einkauf müssen sich auf Geschäftsebene mit dem Anbieter auseinandersetzen. Sie müssen Serviceverträge und Abrechnungen im Auge behalten, Rechnungen prüfen, Streitigkeiten lösen und vieles mehr.

Je höher die Anzahl der ISPs, umso komplizierter wird die Verwaltung. Geht es um das Management Hunderter ISPs und Carrier, ist es naheliegend, dass Firmen sich für SD-WAN Managed Services entscheiden und damit die Aggregation und Verwaltung der ISPs an externe Dienstleister auslagern.

ISPs, Carrier und andere traditionelle Netzbetreiber bieten bereits jetzt Managed Services als zusätzliches Element von Verträgen an. Entsprechend werden sie auch bei ihren SD-WAN-Angeboten agieren. Das Gleiche gilt für NaaS-Provider (Network as a Service) im SD-WAN-Bereich. Sie sind ebenfalls in der Lage, Managed Services anzubieten.

SD-WAN verspricht zwar das WAN-Management radikal zu vereinfachen. kann aber Probleme beim Provider-Management schaffen. Unternehmen, die den Einsatz von SD-WAN in Betracht ziehen, sollten diesen Punkt beachten und sich sowohl In-Net- als auch Managed-Overlay-Produkte ansehen, wenn sie ihre Optionen bewerten und planen.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2017 aktualisiert

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