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Vier KPIs für die Erfolgsmessung von mobilen Apps

Zahl der App-Aufrufe pro Tag, Verbleibquote, Fehlerquote und Stückkosten – dieser Artikel beschreibt vier wichtige KPIs für die Erfolgsmessung mobiler Anwendungen.

Unternehmen können mit Hilfe von mobilen Anwendungen für ihre Mitarbeiter ihre Effizienz steigern und manuelle Prozesse minimieren. Um sicherzustellen, dass sich diese Investitionen lohnen, sollten Firmen Metriken zur Benutzerakzeptanz und geschäftlichen Mehrwert identifizieren und diese KPIs für mobile Anwendungen mit den Geschäftszielen in Einklang bringen.

Letztendlich unterstützt die IT-Abteilung immer mehr Apps für die Mitarbeiter, da die Benutzer produktivere Workflows benötigen, zwischen vielen Geräten auswählen wollen und diese Anwendungen häufig zuverlässiger laufen müssen.

Moderne mobile Betriebssysteme und Geräte haben die Tür geöffnet, um die Palette der geschäftskritischen mobilen Apps zu erweitern. Es gibt Consumer-Geräte, die mit robusten Gehäusen ausgestattet sind und nicht nur eine längere Akku-Laufzeit bieten. Sie besitzen auch Funktionen für die Zahlungsabwicklung und andere Aktivitäten zum Sammeln von Daten wie die Erfassung und das Scannen von Dokumenten und Unterschriften.

Unternehmen mit einem großen Außendienst haben den Wert von Key Performance Indikatoren (KPIs) längst erkannt, und seit vielen Jahren erfassen sie die Ergebnisse mit Methoden wie der mittleren Reaktionszeit, den First-Time-Fix-Raten und der Einhaltung von Sicherheitsvorschriften. Vertikale Märkte wie der Außendienst, die öffentliche Sicherheit und Logistik stehen bereits seit Jahrzehnten für den Vorteil mobilen Arbeitens. Da sich aber mobile Apps mittlerweile in vielen anderen Branchen verbreiten, ist es wichtig zu messen, inwieweit die Apps Unternehmen dabei helfen, ihre Ziele zu erreichen.

Vier wichtige KPIs für mobile Apps

Für die Zukunft wird es entscheidend sein, die passenden Metriken für den Geschäftserfolg von Unternehmen herauszufinden – und es wird wichtig, KPIs für mobile Anwendungen zu entwickeln, die mit diesen Metriken übereinstimmen. KPIs für Kundenerfolg, Betriebseffizienz und Mitarbeiterengagement sind in der Regel zuverlässige und frühe Erfolgsindikatoren; für mobile Anwendungen hingegen sind nur bestimmte KPIs für bestimmte Zielgruppen sinnvoll. Hier sind einige wichtige Metriken, die Firmen beachten sollten, wenn sie neue mobile Anwendungen für ihre Mitarbeiter einführen:

Zahl der App-Aufrufe pro Tag. Wichtige Kennzahlen sind die Anzahl der App-Aufrufe durch einen Benutzer an einem bestimmten Tag und die Anzahl der Bildschirmseiten, die der Benutzer pro Sitzung aufruft. Sie stellen sicher, dass die Mitarbeiter die App nutzen und die App in der vorgesehenen Art und Weise funktioniert.

Verbleibquote. Nutzer laden Apps manchmal auf ihr mobiles Gerät, weil diese erfolgreich beworben wurden. Entscheidend ist aber, ob sie diese Apps über einen längeren Zeitraum tatsächlich nutzen. Dieser Wert zeigt daher an, ob die Nutzer tatsächlich treu bleiben.

Fehlerquote. Firmen sollten den Prozentsatz der Fehler (oder Bugs) nachverfolgen, die das für die Qualitätssicherung verantwortliche Team nicht entdeckt hat und die die Anwender nach jedem Start der App melden. Diese Metrik stellt auch sicher, dass die Testprozesse ausreichen, um eine starke Performance der mobilen Apps zu gewährleisten. Wenn Apps aufgrund von Fehlern schlecht funktionieren, werden Anwender sie nicht langfristig nutzen; auch die Geschäftsziele werden so nicht wie geplant erreicht.

Stückkosten. Firmen sollten die Lieferzeit und die Kosten genau festlegen, bevor sie ein Projekt für mobile Apps starten. Um die Stückkosten für jedes Projekt zu ermitteln, dividieren sie die Gesamtkosten aller App-Entwicklungsprojekte durch die Gesamtzahl der über einen bestimmten Zeitraum abgeschlossenen App-Entwicklungsprojekte.

Der KPI-Prozess auf einen Blick.
Abbildung 1: Der KPI-Prozess auf einen Blick.

Es ist möglich, maßgeschneiderte und moderne mobile Apps mit minimalen Programmierkenntnissen zu erstellen. Unternehmen sollten daher mit neuen Tools wie der schnellen Entwicklung mobiler Anwendungen (Rapid Mobile Application Development) experimentieren, um Anwendungen schneller zu entwickeln und Benutzern einen besseren Zugriff auf Daten zu ermöglichen. Unternehmen können auch komplexe Arbeitsabläufe automatisieren und dadurch Entscheidungen schneller, besser und fundierter treffen.

Zum Abschluss noch ein wichtiger Punkt für die Leiter von Initiativen einer App-Modernisierung: Die Führungskräfte aus den Fachabteilungen werden die Apps nur dann akzeptieren, wenn die IT und die Entwickler mit dem App-Projekt direkt einen geschäftlichen Mehrwert für das Unternehmen erreichen, indem sie etwa die Umsatzerlöse steigern und den Betrieb des Unternehmens positiv verändern. Es gibt Bonuspunkte, wenn sie in der Lage sind, Kunden und Nutzer auf dem Weg zu begeistern. Deshalb bildet die Erfolgsmessung mit KPIs für mobile Apps für alle Beteiligten einen wichtigen Teil des Entwicklungsprozesses.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2018 aktualisiert

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