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MAM-Tools: Optimale Balance zwischen Service und Kosten

Das richtige Tool für Mobile Application Management zu finden, kann eine Herausforderung sein. Erfahren Sie, ob ein eigenständiges MAM-Tool oder eine EMM-Suite besser für Sie ist.

Die Auswahl an Tools für Mobile Application Management ist riesig. Doch die IT kann – mit etwas Testaufwand – das passende Tool finden, das ein Gleichgewicht zwischen Budget und Anforderungen ermöglicht.

Mobile Application Management (MAM) ist eines von drei Elementen des Enterprise Mobility Managements (EMM), zusammen mit Mobile Device Management (MDM) und Mobile Content Management (MCM). Die IT kann alle drei zusammen in einer EMM-Suite kaufen, mit einer einzigen Management-Konsole, integrierten, elementübergreifenden Services und zu günstigen Kosten.

Obwohl EMM-Suiten oft wie die beste Option klingen, gibt es auch einen Markt für eigenständige Tools zum Mobile Application Management.

Gründe für die Wahl von MAM-Tools

MAM-Suiten enthalten üblicherweise einen Enterprise-App-Store, App-Whitelisting und -Blacklisting, Zugriffs- und Lizenz-Management, App-Upgrades, Verteilung von Beta- und Maintenance Releases sowie Management-Alarme und Reporting.

Berücksichtigen Sie diese Gründe für die Wahl einer eigenständigen MAM-Suite.

Mix-and-Match-Prinzip. Der größte Vorteil bei der Wahl von eigenständigen Tools für das Mobile Application Management besteht darin, die bestmögliche Option zu erhalten, ohne für unnötige Funktionen zu zahlen. Zum Beispiel könnte die IT eine zusätzliche Lizenz benötigen, um MAM-Funktionen in einer EMM-Suite zu nutzen.

Einige EMM-Suiten bieten einen umfassenderen Service, dem aber vielleicht eine bestimmte Funktionalität fehlt oder der die lokale Policy verletzt. EMM-Suiten und MDM-Tools übernehmen zudem die Kontrolle über das gesamte Gerät, was mehr Zeit erfordert, um Updates einzuspielen und Sicherheitsprobleme zu patchen.

EMM-Services im Überblick.
Abbildung 1: EMM-Services im Überblick.

Eigenständige MAM-Optionen ermöglichen es allerdings der IT, Anwendungen zu verwalten, ohne ein Gerät vollständig zu kontrollieren. Das ist nützlich für Organisationen mit Vertragsmitarbeitern oder BYOD-Richtlinien. Viele eigenständige MAM-Tools erlauben es der IT, Apps effizienter freizugeben und zu aktualisieren. So verfügt das Cloud-basierte MAM-Tool von Appaloosa Technology SAS über ein Software Development Kit, um erzwungene Upgrades zu verwalten.

Spezielle Funktionalität. Sowohl Funktionalität als auch Stil variieren bei den diversen MAM-Implementierungen, so dass es möglich ist, eine Suite zu finden, die Ihren besonderen Bedürfnissen entspricht. Die IT sollte eine komplette Liste mit Anforderungen erstellen, die vor der Anschaffung eines für den Einsatz bestimmten Management-Tools überprüft werden müssen. Häufig kann ein eigenständiges MAM-Produkt Anpassungsmöglichkeiten bieten, die eine EMM-Suite nicht vorsieht.

Beispielsweise erlauben es Apperian und Appaloosa, dass ihre Kunden eigene Enterprise-App-Stores erstellen. Die IT sollte weitere Faktoren berücksichtigen, wenn sie eine Entscheidung zugunsten einer eigenständigen MAM- oder einer EMM-Suite trifft, etwa ob sich das Produkt in andere Management-Systeme integrieren lässt und lokale Vorgaben einhält.

Mobile Apps bieten Vorteile für Unternehmen

Geringere Kosten. Die Mix-and-Match-Strategie von MAM-Tools kann günstiger sein, weil die Preise von integrierten EMM-Suiten in Szenarien, die im Laufe der Zeit eintreten, höher ausfallen können. EMM-Suiten, die gewisse Leistungen separat berechnen, können teuer werden, wenn die IT zusätzliche Funktionen hinzufügt.

EMM-Suiten mit einem Festpreis pro Monat, der für eine bestimmte Anzahl von Nutzern über die Zeit logarithmisch steigt, sorgen für stabile Kosten.

MAM-Suiten bieten geringere Kosten pro User, doch diese wachsen linear, basierend auf der Anzahl der Benutzer. Unternehmen müssen die langfristigen Kosten einschätzen, einschließlich Wartung, um die für sie geeignete Suite auszuwählen.

Was gegen eigenständige MAM-Tools spricht

Flexibilität hat immer ihren Preis. Hier sind einige Nachteile, wenn Sie ein eigenständiges Tool für das Mobile Application Management nutzen.

Eine zusätzliche Management-Konsole. Ein eigenständiges MAM-Tool mag weniger kosten, zieht aber auch weitere Verwaltungskonsolen, Datenbanken und Betriebskosten nach sich. Die Betriebskosten werden steigen, da sich die Personalkosten erhöhen und die Management-Tool-Sets anwachsen.

Lizenzfragen. Prüfen Sie die Lizenzierung eines MAM-Tools und die von ihm verwalteten Apps. Einige MAM-Tools vereinfachen das Lizenz-Management, denn sie sind speziell dazu gedacht, um App-Lizenzen zu verwalten. MAM-Tools sind oft kostengünstiger als EMM-Suiten, für die eventuell eine zusätzliche Lizenzierung erforderlich ist, damit sie die gleichen Funktionen wie eigenständige MAM-Tools ausführen.

Koordination mit anderen Services und Tools. Mehr Integration ist wünschenswert, denn es gibt dadurch weniger Schnittstellen, an denen Fehler auftreten können. Ein zusätzliches Tool führt möglicherweise dazu, dass Konflikte entstehen, Datenbanken synchronisiert oder betriebliche Abläufe geändert werden müssen. Daher ist es wichtig, alle potenziellen Auswirkungen zu berücksichtigen, bevor Sie sich für eine Lösung entscheiden.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2018 aktualisiert

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