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Was sind Best Practices für das Management von WebRTC-Services?

Für WebRTC-Services gelten etwas andere Anforderungen als beim Management von VoIP-Systemen. Halten Sie sich dabei an Best Practices.

Das Management von WebRTC-Services für Sprache und Video unterscheidet sich etwas vom dem anderer VoIP-Services (Voice over IP). Gibt es Best Practices für das WebRTC-Management?

WebRTC und VoIP unterscheiden sich auf zwei entscheidende Arten: WebRTC integriert sich in Websites und Web-Apps während es sich bei VoIP in der Regel um alleinstehende Services handelt. Zusätzlich lassen sich WebRTC-Services im eigenen Haus oder von Entwicklern für spezifische Branchen entwickeln. Im Gegensatz dazu werden VoIP-Lösungen in der Regel von spezialisierten Herstellern entwickelt.

Beim Management von WebRTC-Sprach- und -Videoservices sollten Sie folgende Best Practices berücksichtigen:

  • Beachten Sie die Browserkompatibilität. Browser-Updates haben einen Einfluss darauf, wie WebRTC-Services arbeiten. Solche Aktualisierungen können die Services stören, wenn sich das Verhalten des Browsers oder dessen APIs ändern. Testen Sie deswegen Ihre Server auch mit den Beta-Versionen der Browser und bereiten Sie sich auf Upgrades vor, sollten Probleme auftauchen. Die Browseranbieter werden ihre Upgrade-Zyklen nicht umstellen, nur um Störungen bei Ihrem Service zu vermeiden.
  • Überwachen Sie den Service von einem Ende zum anderen (End-to-End). Testen Sie CPU-Belastung, Arbeitsspeicher, Storage und Nutzung des Netzwerks Ihrer Server. Zu WebRTC-Services für Sprache und Video gehören normalerweise mehrere Teile. Es ist ganz nett, wenn Sie sicherstellen, dass die Teile individuell funktionieren. Wenn Sie aber keine echten Sitzungen durch den Service als eine Maßnahme für das Monitoring laufen lassen, dann überwachen Sie den Service nicht von einem Ende zum anderen. Das könnte zu erweiterten Ausfallzeiten für die Anwender führen.
  • Stellen Sie sicher, dass die Qualität des Netzwerks stimmt. WebRTC-Services lassen sich vor Ort einsetzen. Allerdings setzen viele Firmen dafür auf die Cloud. Deshalb bestimmen Verbindungen und geografischer Standort der Nutzer die Qualität der Anwendererfahrung. Testen Sie deswegen die Qualität des Services am Standort des Anwenders und mit der Last, die sie von den Nutzern erwarten.
  • Sammeln Sie Netzwerkmetriken. Versichern Sie sich, dass Sie die Möglichkeit haben, Metriken zu Netzwerk und Performance von Ihren WebRTC-Endgeräten zu sammeln. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine mobile App oder eine Browserseite handelt. Diese Metriken können entscheidend bei der Analyse des Services sein und darauf hinweisen, wo es Probleme wie zum Beispiel Flaschenhälse gibt.

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Nächste Schritte

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2016 aktualisiert

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