„Was passiert unter der Haube von Windows Vista und Windows 7?“ Diese Frage beantwortet IPv6-Anwender Dirk Kurfürst. Sein IPv6-Team saß in Dresden, dort, wo sein Arbeitgeber Qimonda Halbleiter fertigte. Sein Netz war mit erfolgreicher IPv6-Einführung schließlich zukunftsfähiger als Quimonda. Das Unternehmen ging in Konkurs.
Diese neuen Microsoft-Betriebssysteme Windows Vista und 7 bevorzugen die IPv6-Adressierung, zum Teil recht penetrant. Denn diese Adressierung ist nicht nur voreingestellt, es wird auch auf fünf verschiedene Arten versucht, IPv6-Verbindungen aufzubauen, bevor die Betriebssysteme aufgeben und IPv4 akzeptieren.
Eine wesentliche Technik sollten jedoch alle Netzwerker kennen: Teredo. Dieses von Microsoft stammende, in einem RFC standardisierte Verfahren öffnet IPv6-Tunnel und hält diese offen, um IPv6-Inseln miteinander zu verbinden. Das kann zu erheblichen Sicherheitslücken führen, muss aber nicht, wenn das Problem erkannt ist.
Doch der zweite Teil des rund 18 minütigen IPv6-Vortrags von Dirk Kurfürst handelt noch von einer zweiten Schwierigkeit. Der Umgang mit den 128 Stellen langen Adressen machte dem Team zunächst Angst. Schließlich haben IP-Adressen eine Lebensdauer und sollten möglichst geschickt vergeben werden.
Hilfe bietet zum einem ein IPv6-Kalkulator, ein Open-Source-Tool für die Subnetzbildung, sowie die Aufteilung in logisch sinnvolle Adressbereiche – etwa 16 bit für einen Standort und 16 bit auf einem Standort.
Die Vortragstrilogie:
Teil 1: Die Stimme aus der Praxis sagt: „IPv6 ist kein Hexenwerk!“
Teil 3: behandelt die Überraschungen in der DMZ, im LAN und im WAN
Ein Video-Interview mit SearchNetworking-Redakteurin Ulrike Ostler hebt vorab ein paar kritische IPv6-Punkte aus dem Projekt hervor:
Interview mit IPv6-Anwender fördert typische Probleme zutage
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