Versichern Sie sich, dass die Hybrid Cloud auch im Alltag funktioniert

Möchten Sie die Strukturen Ihrer Hybrid Clouds optimieren, sollten Sie auf die Netzwerk-Performance achten. Hier schlummern potentielle Probleme.

Hybrid Clouds erhalten derzeit viel Aufmerksamkeit. Mit einer Hybrid-Cloud-Umgebung zu arbeiten ist allerdings...

noch die Ausnahme. Die meisten Firmen haben eine hybride Service-Umgebung. Das bedeutet aber lediglich, dass die technischen Lösungen mit einer Kombination aus externen und internen Ressourcen betrieben werden. Eine Hybrid Cloud benötigt aber zwei Elemente: Eine Cloud-Umgebung in einem eigenen Data Center und Public-Cloud-Komponenten, in die sich Workloads bei Bedarf auslagern lassen. Möchten Sie die Strukturen für eine Hybrid Cloud optimieren, kann dies Herausforderungen für das Netzwerk mitbringen.

Hier einige Beispiele:

Netzwerk-Engpässe bei der Übertragung: Eine Herausforderung ist es, eine virtuelle Maschine (VM) aus dem Data Center in einen Infrastructure-as-a-Service (IaaS)- Ressourcen-Pool zu verschieben. Eine virtuelle Maschine ist in der Regel groß. In einer produktiven Umgebung könnte die Übertragung anderen Datenverkehr behindern. Damit erhöht sich die Latenz und unter Umständen gehen Datenpakete verloren, wenn diese sich stauen.

Traffic Shaping Appliances oder Quality-of-Service (QoS)- Einstellungen im Router erlauben Administratoren die Priorisierung des Datenverkehrs. Die Übertragung der VM wird dabei als unwichtiger eingestuft. Auf der anderen Seite verhindert dies, dass die Migration der virtuellen Maschine schnell verläuft. Die Pfad-Optimierung über physikalische Appliances, virtuelle Appliances, einer Mischung aus beiden oder einem Cloud-Bridge-System kann die VM drastisch komprimieren. Das gilt vor allem, wenn sie mit gut konfigurierten „Golden Images“ erstellt wurde, die auch andere VMs verwenden.

Datenverkehr kontrollieren: Ein weiteres Risiko in einer Hybrid Cloud ist die Verlagerung von Service-Komponenten von internen Ressourcen auf externe und umgekehrt. Diese können in Form einer VM oder Anwendung vorliegen, die auf einem Applikations-Server oder einer Datenbank laufen. Wenn sich die Komponente bewegt, muss sich der Strom der gerade bearbeiteten Transaktionen ebenfalls bewegen, um dieser zu folgen. Als Resultat könnte das starke Veränderungen beim Datenvolumen der Wide-Area-Network (WAN)- Verbindungen verursachen. Das gilt sowohl für Internet- als auch dedizierte Verbindungen. Zusätzliche Latenz und selbst Paketverluste sind mögliche Auswirkungen, sollte diese Verlagerung nicht nur neue Datenverkehr adressieren.

WAN-Optimierer, die mit Protokoll-Spoofing- und Daten-Kompressions-Funktionen ausgestattet sind, könnten Paketverluste und die Latenz minimieren. Möglicherweise lassen sich einige Round-Trips verhindern und die Datenvolumen verringern. Die beste Optimierung ist natürlich, wenn man das Problem schon im Vorfeld sieht. Performance-Monitoring und Komponenten-Mapping würde es der IT-Abteilung erlauben, die Änderungen der Datenverkehrs zu erkennen, denen eine Bewegung der Komponente folgt. Folglich ließen sich Probleme von vornherein vermeiden, anstelle diese nur zu mindern.

Automatische Skalierung: Eine weitere spezifische Herausforderung einer Hybrid Cloud ist die plötzliche Verlagerungen von Datenverkehr aufgrund der automatischen Skalierung. Eine der wichtigsten Funktionen einer Cloud-Umgebung ist die Fähigkeit, auf Anforderungen reagieren können und Kapazitäten direkt zu vergrößern. Sollte sich zum Beispiel die Nachfrage auf einer Website verdoppeln, kann die Cloud neue Frontend- und Applikations-Server zuschalten und so den Bedarf decken. Skalieren einige Komponenten außerhalb und andere innerhalb der Firma, könnte der Datenfluss zwischen diesen plötzlich steigen. Das wirkt sich unter Umständen nachteilig auf anderen Traffic aus. Auch hier sollte man priorisieren, um eine Balance zu schaffen.

Das Optimieren einer Hybrid Cloud ist ein Ziel für viele IT-Abteilungen. Flexibilität, Agilität und Stabilität der Hybrid Clouds ist vielversprechend. Sie bringt aber auch neue Herausforderungen für die Netzwerk-Performance. Die IT-Abteilungen müssen bei der Planung und Ausarbeitung einer Strategie darauf achten und sich vorbereiten. Dann können potentielle Probleme leicht beseitigen.

Artikel wurde zuletzt im April 2014 aktualisiert

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