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Unified Communications: Wie man UC-Plattformen konsolidiert

Unternehmen konsolidieren zunehmend ihre UC-Plattformen (Unified Communications), da moderne Anwendungen umfangreichere und neue Funktionen bieten.

IT-Entscheider haben ihre UC-Strategien (Unified Communications) und ihre Meinung zu den Anbietern in den vergangenen Jahren radikal geändert. Der Trend ging weg vom Spitzenmodell hin zu einem Arrangement mit einem strategischen Partner und dessen Ökosystem. Bei solch einem Ansatz mit einem Hauptanbieter migrieren Kunden so viele UC-Anwendungen wie möglich auf dessen Plattform und ergänzen etwaige Lücken oder addieren weitere Funktionalitäten mithilfe von Partnern.

Laut dem Nemertes Research 2016-2017 Unified Communications and Collaboration Benchmark konsolidieren 43 Prozent der Unternehmen ihre UC-Plattformen und Provider oder wollen das bis zum Ende des Jahres in Angriff nehmen.

Zwei Faktoren befeuern diesen Trend. Zunächst einmal bieten moderne UC-Plattformen umfangreiche Funktionen an. Schauen Sie zum Vergleich ein paar Jahre in die Vergangenheit zurück. Damals kauften Firmen für Webkonferenzen, Telefonie, Videokonferenzen und Instant Messaging (IM) separate Plattformen. UC am eigenen Standort und Cloud Services bieten aber heutzutage eine Vielzahl an Funktionen und oftmals sogar noch neue Leistungsmerkmale. Damit sind Team Messaging, Analytik und ein Kontaktzentrum gemeint.

Zweitens sind es IT-Entscheider im Laufe der Jahre leid geworden, dass sich die Anbieter nicht auf Kompatibilität einigen konnten. Das geht von Instant Messaging bis hin zu Endgeräten. Firmen fokussieren sich immer mehr auf die Reduzierung der Betriebskosten. Kaufen Sie von einem einzigen Anbieter und nutzen sein Ökosystem, dann besteht die Möglichkeit, die Anwendererfahrung zu vereinfachen. Weiterhin reduzieren sie die Komplexität und die Bereitstellung ist simpler. Darüber hinaus ist es einfacher, einem Problem auf den Grund zu gehen.

UC-Plattformen: Microsoft gegen Cisco

Befassen sich Unternehmen mit der Konsolidierung von Anbietern, dann starten die meisten beim Endanwender und arbeiten sich dann nach oben. Benutzt eine Firma Skype for Business auf dem Desktop für IM, Sprache und Video, dann ist es wahrscheinlich, dass Skype for Business auch die Basis für die Konsolidierung stellt. Haben Firmen Cisco Jabber oder Avayas Desktop-Anwendungen im Einsatz, gehen sie wahrscheinlich von dieser Basis aus.

Laut der Studie von Nemertes konsolidieren 43 Prozent der Unternehmen ihre Plattformen und Provider. 54 Prozent davon haben sich für Microsoft und 31 Prozent für Cisco entschieden. Die Firmen mit Cisco haben in der Regel schon viel Geld für Sprach-, Video- und Messaging-Anwendungen für Cisco-Technologie ausgegeben. Die Microsoft-Kunden fangen mit Skype for Business oder Lync auf dem Desktop an und konsolidieren von diesem Punkt aus.

Sobald Sie eine primäre Plattform gewählt haben, werden im nächsten Schritt so viele doppelte Services wie möglich konsolidiert. Das verbessert die Anwendererfahrung und reduziert Kosten für Redundanzen. Möglicherweise beinhaltet das ein Abschalten alter Plattformen für Web- und Audio-Konferenzen oder -Services. Es geht um alle Komponenten, die möglicherweise Kosten sparen.

Nach oder in Verbindung mit der Konsolidierung benötigen Sie eine Strategie für die Integration der restlichen Teile Ihrer UC-Umgebung, die nicht konsolidiert werden. Als Beispiele dienen an dieser Stelle alteingesessene Videokonferenzräume, Voicemail und abgeschriebene Anwendungen, deren Migration zu kostspielig wäre.

Vergessen Sie die Tools für das Performance-Management nicht

Während einer Konsolidierung von UC-Plattformen gibt es noch einen weiteren Bereich, den Sie ins Auge fassen müssen. Das ist das Management des Betriebs und der Performance. Größere und etablierte Unternehmen haben möglicherweise viele maßgeschneiderte Tools, die für alle Aufgaben benutzt werden. Wir sprechen hier unter anderem von der Verteilung der Telefonnummern bis zum Management für das Routing von Notrufen. Die Management-Tools sind möglicherweise angepasst, um ältere Anbieter zu unterstützen. Möglicherweise müssen sie abgestimmt oder ersetzt werden, um eventuell neue Funktionen vom neuen Anbieter zu unterstützen.

Der letzte Schlüssel zum Erfolg ist ein Programm, um die Endanwender zu sensibilisieren und sie bezüglich der neuen Funktionen zu schulen. Nemertes hat herausgefunden, dass die Anwendungen bei Unternehmen mit einem offiziellen Programm, proaktivem Anpreisen der neuen Funktionen und angemessenen Schulungen wesentlich besser angenommen wurden. Der Erfolg der IT wurde außerdem wesentlich höher geschätzt.

Die Programme für die Sensibilisierung und Vorstellung helfen den Anwendern, den Wert der Änderung zu schätzen. Außerdem vermitteln sie, wie die konsolidierte Umgebung zum zukünftigen Erfolg beiträgt.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2017 aktualisiert

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