So erschwert die Hybrid Cloud das Application Performance Monitoring

Die Hybrid Cloud erschwert das Application Performance Monitoring für Cloud-Apps erheblich. Hier hilft nur der Rückgriff auf spezielle APM-Tools.

Die Vorteile sowohl der Hybrid Cloud als auch der Public Cloud sind hinreichend dokumentiert. Beide Herangehensweisen...

stellen die IT-Abteilungen allerdings vor einzigartige Aufgaben, beispielsweise beim Application Performance Monitoring (APM).

Viele Unternehmen haben es mittlerweile geschafft, Performance und Verfügbarkeit ihrer On-Premises-Anwendungen hoch zu halten. Zu Hilfe kommen Unternehmen hier Tools zum Application Performance Monitoring wie zum Beispiel SAPs Solution Manager

Aber auch Infrastruktur-Monitoring von Anbietern wie zum Beispiel Riverbed Technology oder Dynatrace kommen in diesem Bereich zum Einsatz, und die meisten Unternehmen haben mittlerweile ein recht gutes Gespür für konventionelle Applikations-Performance. Mit zunehmender Cloud-Nutzung fangen die Probleme aber von vorne an, vor allem wenn Ressourcen zwischen Infrastruktur im eigenen Rechenzentrum und der Cloud aufgeteilt werden. In diesem Fall wird das Application Monitoring zu einer echten Herausforderung.

Applikationen im Auge behalten – nicht Log-Dateien

Application Performance Monitoring verlangt nach mehr, als nur Log-Dateien durchzusehen oder andere Dateien, die Agenten-basierte Produkte liefern. Die Betriebsteams müssen mit den Entwicklern Hand in Hand arbeiten. Nur dann lassen sich Möglichkeiten ausmachen, um die Systemressourcen automatisch anpassen zu können. 

Die beste Möglichkeit bietet eine proaktive Herangehensweise. Zum Beispiel verwendet VMTurbo in einer virtuellen Infrastruktur des Unternehmens Performance-Daten, um die Systemeinstellungen und die Platzierung virtueller Maschinen (VM) anzupassen. Die Betriebsteams können von einer ähnlichen Herangehensweise profitieren, wenn Sie die Notwendigkeit hybrider Applikationen in Betracht ziehen.

Die verteilte Natur hybrider Applikationen hat auch verteilte Management-Domänen zur Folge. Nehmen Sie als Beispiel eine hybride Applikation, die On-Premises-Prozessorleistung für Berechnungen nutzt und cloudbasierte virtuelle Maschinen für die Datenanalyse. Genau wie bei konventionellen Applikationen muss APM auch hier die Performance von Storage, Compute und Netzwerk kalkulieren. 

Weil sich diese virtuellen Maschinen aber quasi überall befinden können, haben die Betriebsteams des Unternehmens häufig keinen Zugriff auf die darunterliegende Infrastruktur. Hardwarebasiertes Monitoring ist wegen dieser Einschränkung also keine Option.

Das Projekt Chaos Monkey von Netflix zeigt, was möglich ist

Der erfolgreichste Ansatz zum Application Monitoring hybrider Anwendungen besteht darin, APM-Tools direkt in die Applikationen zu integrieren. Das APM-Projekt Chaos Monkey von Netflix ist ein großartiges Beispiel hierfür und konzentriert sich auf die Anwendungsebene. Der Service, der auf den Amazon Web Services läuft, weist je nach Bedarf automatisch Ressourcen zu, und sobald die Workload-Last zunimmt, werden auch die Ressourcen aufgestockt. Gibt es weniger Auslastung, werden die Ressourcen logischerweise zurückgefahren.

Infrastructure-as-a-Service (IaaS) ist hierbei aber nicht der einzige zu beachtende Gesichtspunkt. Unternehmen setzen auch vermehrt auf Software-as-a-Service (SaaS) und Platform-as-a-Service (PaaS). Einfach einen Management-Agenten auf einer VM zu installieren genügt den Anforderungen der meisten Unternehmen daher meistens nicht, da SaaS- und PaaS-Angebote selten Details zum verwendeten Betriebssystem offenlegen.

Neue Enterprise-Angebote bringen Schwung in den Markt

Natürlich hat nicht jedes Unternehmen die notwendigen Ressourcen, um eine Open-Source-Plattform wie Chaos Monkey stemmen zu können, um so die Anforderungen an das Performance-Monitoring zu erfüllen. In diese Lücke stoßen auf SaaS begrenzte Optionen von Firmen wie zum Beispiel SignalFX, einem Start-up aus Kalifornien, das vor zirka einem Monat eine APM-Lösung für hybride Infrastrukturen vorgestellt hat. 

SignalFX vereint dabei Tracking und Analyse der Anwendungs-Performance, was im Resultat zu einem APM-Tool führt, mit dem Kunden Performance- und Ereignisdaten in einen Zusammenhang bringen können. Somit haben Anwender die Möglichkeit, die hybriden Infrastrukturen proaktiv zu konfigurieren. Natürlich lassen sich solche Erkenntnisse auch nutzen, um bei Bedarf neue Service-Level-Agreements auszuhandeln.

In der Zwischenzeit fangen auch Anbieter konventioneller Performance-Tools wie zum Beispiel Splunk an, Ihr Portfolio für die Hybrid Cloud fit zu machen. Splunk bietet derzeit kein Performance-Monitoring oder Analysen in Echtzeit an. Allerdings liefert die Software leistungsfähige Funktionen, mit denen sich Ereignisse ebenfalls in einen Zusammenhang stellen lassen.

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Artikel wurde zuletzt im April 2015 aktualisiert

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