Mobile UC-Anwendungen: Vier wichtige Faktoren für den Einsatz

Mobile UC bedeutet nicht nur, ein paar Apps auf einem Tablet zu installieren. Faktoren wie Bandbreite und Privatsphäre sind ebenfalls zu beachten.

Es ist kein Geheimnis, dass mobile Geräte eine immer wichtigere Rolle in Unternehmen spielen. Eine Untersuchung...

von Nemertes zeigt, dass die Unternehmens-Budgets für mobile Geräte von 2013 auf 2014 um 37 Prozent gestiegen sind. 65 Prozent der Firmen haben einen durchschnittlichen Anstieg von 33 Prozent im Jahre 2013 in Sachen mobile Geräte verbucht. Beeindruckender ist allerdings die Tatsache, dass mobile Geräte den Status von „schön zu haben“ in „unbedingt notwendig“ wechselten. Im Schnitt wird erwartet, dass 14 Prozent der Angestellten im Jahre 2014 ein Tablet als primäres Arbeitsgerät einsetzen. Dieser Umstand drängt IT-Führungskräfte zu Überlegungen, wie man diese mobilen Geräte am besten mit UC- (Unified Communications) und Collaboration-Strategien unter einen Hut bringt. 80 Prozent der Firmen verzeichnen ein durchschnittliches Wachstum der mobilen UC-Einsätze von 324 Prozent! Man rechnet damit, dass bis zum Jahresende 24 Prozent aller UC-Endgeräte mobile Gerätschaften sind.

Eine erfolgreiche Erweiterung von UC in Richtung Mobil ist nicht damit getan, die Angestellten auf den richtigen App-Store zu verweisen. Sie müssen diverse Faktoren sorgfältig in Betracht ziehen. Die IT-Abteilung sollte Nachfolgendes evaluieren, wenn Sie UC-Applikationen auf mobilen Geräten unterstützen wollen:

Vier Faktoren für den Einsatz von UC auf Mobil-Geräten

Auswirkungen auf das Netzwerk: UC-Anwendungen können jede Menge Bandbreite fressen. Das gilt vor allen Dingen, wenn Video und Web-Konferenz im Spiel sind. Sowohl Sprache als auch Video setzen für optimale Qualität eine geringe Latenz voraus. In kabelgebundenen Netzwerken sind das einfache Herausforderungen. LAN-Bandbreite ist in der Regel reichlich vorhanden und kostenlos. Auf der mobilen Seite benutzen Anwender möglicherweise per Standard mobiles Breitband. Sobald die Bandbreiten-Limits aufgebraucht sind, könnte das kostspielig werden. Außerdem gibt es keine Qualitäts-Garantie. Die mobilen Geräte mit einem WLAN (Wireless LAN) zu verbinden, ist da schon ein besserer Plan. Allerdings müssen Sie in eine WLAN-Infrastruktur investieren, um entsprechend Bandbreite und Abdeckung zur Verfügung zu stellen. Die meisten IT-Leiter beichten uns, dass Sie die Folgen von mobilem UC auf das WLAN nicht richtig eingeschätzt oder die Upgrade-Kosten unterschätzt haben. Einige merken an, dass mobile UC die treibende Kraft hinter dem Einsatz von 802.11ac ist. Damit lässt sich Echtzeit-Traffic gegenüber Nicht-Echtzeit-Traffic priorisieren.

Bediener-Erfahrung: Wer qualitativ hochwertige Videos von Desktops gewohnt ist, der mag bei der Teilnahme an einer Video-Konferenz auf einem iPhone oder einem Tablet schon die Nase rümpfen. Das gilt speziell dann, wenn die zuvor angemerkten Netzwerk-Probleme real sind. Sprachqualität über mobiles Breitband ist möglicherweise alles andere als ideal. Die Krux mit den Akkulaufzeiten gibt es da auch noch, wenn man keine Möglichkeit zum Aufladen hat. Aus diesen Gründen glauben wir, dass mobile UC-Clients am besten ergänzend zu Desktop-Anwendungen und Smartphones eingesetzt werden und nicht als kompletter Ersatz dienen sollten.

Orts- und Präsenzerfassung: Standortdaten zu erfassen, kann für bestimmte Industriebereiche sinnvoll sein, unterliegt allerdings strengen Vorgaben. Viele UC-Lösungen zeigen auch gleich mit an, ob ein Anwender gerade verfügbar ist. Auch diese Präsenzinformationen sind nicht unbedenklich. Viele Firmen blockieren deshalb diese Art der Datenerfassung im Hinblick auf die Privatsphäre. Sollten Sie sich dafür entscheiden, sind in jedem Fall der Datenschutz und arbeitsrechtliche Vorgaben zu berücksichtigen.

Integration (oder der Mangel an): In der Realität sieht es für die meisten Firmen so aus, dass die UC-Anwendungen von mehreren Anbietern kommen. Das gilt vor allen Dingen mittelständischen Unternehmen. Das Ausweiten von UC auf mobile Geräte kreiert somit ein Dilemma: Rüsten Sie alle Apps um oder nur einige? Das Verlangen nach UC für Mobile lässt IT-Architekten stark darüber grübeln, eine Lösung aus einer Hand zu verwenden. Somit lassen sich möglicherweise die verschiedenen UC-Applikationen vereinen. Das gilt für den Desktop und mobile Geräte gleichermaßen.

UC-Planer sollten deshalb an einer Strategie für die mobile Zukunft feilen. Dabei müssen Sie immer Netzwerk, Daten-Verbrauch, Qualität und das Orts-Problem, sowie Herausforderungen bezüglich der Integration im Auge behalten. Unterstützung für Mobile sollte zu den zwingenden Kriterien gehören, wenn Sie diverse UC-Lösungen evaluieren.

Artikel wurde zuletzt im April 2014 aktualisiert

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