Mit vSphere Distributed Switches (VDS) virtuelle Netzwerke besser verwalten

Virtuelle Switche sind wichtiger Bestandteil einer VMware-Infrastruktur. Bei Konfiguration und Bereitstellung gibt es aber einige Punkte zu beachten.

Bei der Einrichtung einer virtuellen vSphere-Infrastruktur gibt es verschiedene Möglichkeiten, einschließlich der...

Auswahl der geeigneten Switch-Typen (Standard oder verteilt) für die Anbindung an das Netzwerk. Welcher Switch eingesetzt werden muss, ist abhängig von der Infrastruktur und muss gut geplant werden. Switche verteilen Daten zu ihrer Zieladresse. Ein virtueller Switch prüft Datenpakete und bietet eine direkte Kommunikation im Netzwerk zwischen den physischen Komponenten und den virtuellen Servern.

Der wesentliche Unterschied zwischen Standard- und Distributed (verteilten)-Switchen liegt in ihrem Anwendungsbereich. Eine Standard-Switch arbeitet nur auf einem physischen Host und kann nicht flexibel erweitert werden. Sie können den Switch also nicht mit anderen Hosts auf Basis von VMware vSphere Distributed Switch (VDS) gemeinsam nutzen. VMware vSphere Distributed Switche stehen als virtuelles Gerät zwischen den beteiligten Maschinen zur Verfügung. Sie fungieren also als ein virtueller Switch, der virtuelle Maschinen (VMs) und die Hosts verbindet.

VMware hat VDS bereits in vSphere 4 eingeführt und bis heute kontinuierlich verbessert. Es gibt durchaus Ähnlichkeiten zwischen Standard- und verteilten Switchen, sodass sich diese auf den ersten Blick ähneln. Verteilte virtuelle Switche bieten Konnektivität für VMs und die VM-Kernel-Schnittstelle, die den Datenverkehr zwischen Hosts verwaltet. Ein Distributed Switch muss auch mit den physischen Netzwerkadaptern verbunden sein, damit auch eine Kommunikation mit dem äußeren physischen Netzwerk stattfinden kann und nicht nur eine Kommunikation der virtuellen Server auf dem jeweiligen Host.

Distributed Switche sind flexibler als Standard-Switche, so dass verschiedene Hosts den Switch so lange gemeinsam nutzen können, wie sie innerhalb des gleichen Clusters existieren. Auf den ersten Blick mag dies die Konfiguration verkomplizieren, aber in der Praxis machen Distributed Switches das Hinzufügen neuer Hosts in den Cluster relativ einfach.

Darauf müssen Sie beim Erstellen von VMware vSphere Distributed Switches achten

Das Erstellen eines vSphere Distributed Switch besteht aus zwei Schritten. Erstellen Sie zunächst den Switch im Kontext des Rechenzentrums. Fügen Sie dann alle Hosts hinzu, die den virtuellen Switch nutzen werden. Beim Hinzufügen des virtuellen Switches an das Data Center können Sie zwischen drei verschiedenen Varianten wählen. Wenn Sie Kontrolle über Network I/O und Port-Spiegelung benötigen, dann müssen Sie Version 5 des vSphere Distributed Switch einsetzen. Wenn Sie auch vSphere 4.0- oder 4.1-Hosts verwenden wollen, dann benötigen Sie natürlich einen Switch-Typ, der mit diesen Produktversionen kompatibel ist.

Ist der virtuelle Switch erstellt, fügen Sie die dvPort-Gruppe hinzu. Port-Gruppen werden benötigt, um Dinge auf dem virtuellen Switch zu verbinden, wodurch dieser erst verwendbar wird. Um dvPort-Gruppen hinzuzufügen, wählen Sie den verteilten virtuellen Switch und gehen durch den Setup-Assistenten für die Port-Gruppe und die damit verbundenen Ports. Der wesentliche Unterschied zwischen Standard- und Distributed Switches liegt also in ihrer Reichweite und ihrem Funktionsumfang.

Beim Einrichten einer Port-Gruppe werden Sie auch die virtuellen lokalen Netze (VLAN) mit der Verbindung festlegen. Wenn keine VLANs eingesetzt werden, wird der Port unmarkiert sein, da er keinem VLAN zugeordnet ist. Typischerweise verwenden Sie den VLAN-Typ, da Sie so in der Lage sind, einen VLAN-Tag hinzuzufügen und die Port-Gruppe in der angegebenen VLAN-Gruppe zu verwenden. Wenn die Port-Gruppe einen sogenannten Untagged-Verkehr erlauben muss, wählen Sie keinen VLAN-Typ aus.

Sobald Sie die vDS erstellt haben, ist das Hinzufügen eines Host an den Switch eine einfache Angelegenheit, da Sie den Host leicht über den Switch finden. Von dort aus können Sie zusätzliche Switch-Funktionen wie etwa Traffic-Shaping oder erweiterte Sicherheitsmaßnahmen hinzufügen.

Eine wichtige Anforderung für verteilte virtuelle Switches, die sie von der Konfiguration virtueller Standard-Switche unterscheidet, ist, dass alle vSphere-Hosts in einem Cluster betrieben werden müssen, die wiederum von einem vCenter Server verwaltet werden müssen. Sie sollten auch über die Uplinks nachdenken, die Sie zur Verfügung stellen wollen, um die verteilten virtuellen Switche zu nutzen. Ein regulärer virtueller Switch hat einen Uplink nur auf dem lokalen Port an den physischen Hosts, wo er verwendet wird. Der Uplink der verteilten virtuellen Switches ist aber auch verteilt. Dies gewährleistet, dass VMware vSphere Distributed Switches die gleiche physische Netzwerkinfrastruktur verwenden, unabhängig vom VMware-vSphere-Host.

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Artikel wurde zuletzt im September 2014 aktualisiert

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