Durch Traffic-Analyse im Data Center zum optimalen WAN

Mit Tools wie Sniffern können Sie den Traffic auswerten. Das ist wichtig, um das Zusammenspiel zwischen WAN, Storage und Applikationen zu verstehen.

Kennt man die Wechselbeziehungen von Applikationen mit Storage, dann lassen sich damit clevere Entscheidungen hinsichtlich...

der WAN-Verbindung zwischen Data Centern treffen. Wichtig ist in diesem Fall, dass man bei den Entscheidungen nicht nur das Jetzt, sondern auch die künftigen Ansprüche des Storage im Auge behält. Deswegen sollte man sich mit Faktoren wie Bandbreite, Durchsatz, Antwortzeiten oder Latenz und Aktivität beschäftigen. Zu letzterem gehören Transaktionen, I/O-Operationen und Messages.

Zum Storage gehörenden Traffic analysieren

Sie sollten genau wissen, welche Applikationen für den Traffic im Zusammenhang mit dem Storage verantwortlich sind. Dazu verwenden Sie am besten Sniffer und andere Analyse-Tools. Unterhalten Sie sich mit den Server- und Storage-Administratoren oder -Architekten. Finden Sie mithilfe von Analyse-Tools heraus, ob es große sequentielle Lese- oder Schreib-Vorgänge gibt. Das gilt ebenso für kleinere Übertragungen, bei denen die Latenz im Vordergrund steht. Weiterhin sollten Sie sich damit beschäftigen, ob die Lese- und Schreib-Zugriffe synchrone oder asynchrone Operationen verwenden. Dazu gehören Kopieren, rsync, Replikation, Remote Mirroring (Spiegelung) oder auch Distributed Parity (verteilte Parität).

Sehen Sie alle 15, 30 oder 60 Minuten Spitzen-Auslastungen, die mehrere Minuten oder länger dauern? Wenn dies der Fall ist, dann müssen Sie der Sache auf den Grund gehen. Verantwortlich für diese Spitzen können Applikationen, Datenbanken, Dateisysteme oder Betriebssysteme sein. Diese erstellen möglicherweise Snapshots, verschieben eine Log-Datei oder kümmern sich um andere Dinge. Dafür könnten Synchronisationsvorgänge, Migrationen, Replikationen oder Kopier-Funktionen verantwortlich sein. Über solche Vorgänge sollten Sie Bescheid wissen.

Die Zusammenhänge der Daten und die Konsistenz der Integrität sind weitere wichtige Charakteristika der Storage-Applikationen. Das bedeutet, dass 100 Prozent der Daten immerzu intakt oder verlustfrei sein müssen. Das gilt natürlich nicht für Applikationen, die mit einem gewissen Grad an Verlust umgehen können. Das Video-Streaming wird zum Beispiel nicht abgebrochen, wenn hier und da ein paar Bits oder Bytes fehlen und das Video somit kurzfristig verpixelt ist.

Suchen Sie Applikationen, die mit Ihrem Storage in Verbindung stehen

Zu den häufig eingesetzten Applikationen, die in direkter Verbindung mit dem Storage stehen, gehören Big-Data-Analyse-Tools wie zum Beispiel Hadoop. Weiterhin sind statistische Analyse-Software und andere typische Warehouse-Ansätze zum engeren Kreis zu zählen. Diese Applikationen können für große Dateien oder Daten-Sätze verantwortlich sein und Objekte werden möglicherweise zwischen Data Centern hin- und hergeschoben. Dafür brauchen Sie natürlich entsprechend Bandbreite. Lassen Sie diese allerdings in einem Distributed- (verteilten) oder Wide-Area-Cluster-Modus laufen, dann könnte der benötigte Traffic wesentlich kleiner sein und nur stoßweise auftreten. Das hängt natürlich von den zu verrichtenden Prozessen ab. Archivierung und Backups für Business Continuity oder Disaster-Recovery sind oft für stoßweisen sequentiellen Traffic verantwortlich. Datei-Zugriffe von außerhalb und System-zu-System-Replikation, wie zum Beispiel für Datenbanken oder E-Mail, brauchen ebenfalls eine gewisse Bandbreite. Allerdings liegt hier der Fokus eher auf Latenz.

Manche Applikationen erfordern eher höhere Bandbreite und kontinuierlichen Datenstrom. Dafür sind sie weniger empfindlich in Bezug auf langsamere Antwort-Zeiten. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Applikationen und das Netzwerk genau kennen.

Weiterhin können Sie Workload-Simulationen oder Test-Tools zu Rate ziehen, um damit Erkenntnisse über die Größenverhältnisse zu bekommen und mögliche Fehler in der Storage- oder WAN-Konfiguration zu identifizieren. Dafür benötigen Sie Metriken wie zum Beispiel Bandbreiten-Nutzung, Aktivität, Antwort-Zeiten, Fehler und wiederholte Übertragungen.

Das Zusammenspiel mit Storage- und System-Administration

Setzen Sie existierende Tools für ein Data Center WAN zu Ihrem Vorteil ein und arbeiten Sie mit den Kollegen aus der Storage- oder System-Administration zusammen. Storage-Admins können auch von Ihnen etwas über das WAN lernen. Teilen Sie Ihre Erkenntnisse und WAN-Reports in regelmäßigen Meetings. Somit können die Storage-Administratoren ihre Sichtweise der Dinge einbringen. Das Zusammenspiel beruht auf Gegenseitigkeit. Sie können  einbringen, welche Faktoren das WAN beeinflussen und welche Effekte damit zusammenhängen.

Unterm Strich sollte eine effizientere Umgebung bei dem Zusammenspiel von Storage und WAN herauskommen.

Artikel wurde zuletzt im März 2014 aktualisiert

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