Pavel Ignatov - Fotolia

Checkliste: So beheben Sie WLAN-Probleme auf mobilen Geräten

Wi-Fi gewinnt in Firmen zunehmend an Bedeutung, da viele Mitarbeiter mobile Geräte nutzen. Dieser Artikel gibt Tipps zur Lösung von WLAN-Problemen.

Die Lösung von WLAN-Problemen auf mobilen Geräten kann kompliziert sein. Da WLAN auf einer physischen Schicht basiert, die aus unsichtbarer Energie besteht, birgt das drahtlose Netzwerk eine gewisse Unsicherheit in sich, die in der IT einzigartig ist. Allerdings gibt es bewährte, effektive Werkzeuge und Techniken für den Umgang mit fast jeder WLAN-Störung auf mobilen Geräten.

Der Erfolg einer Wi-Fi-Implementierung beginnt bereits bei, beziehungsweise vor der ersten Installation; hier müssen Unternehmen sorgfältig planen und die richtigen Entscheidungen treffen, damit sie später beim Betrieb keine allzu großen Probleme bekommen. Doch leider entdecken Administratoren zu oft, dass der Ausfall des WLANs auf grundlegende Fehler bei der Planung, Bereitstellung, Konfiguration und der laufenden Verwaltung der drahtlosen Verbindung auf Smartphones und Tablets zurückgeht.

Viele Tools helfen beim Lösen von WLAN-Problemen

Damit sie WLAN-Fehler auf mobilen Geräten effizient beheben können, müssen IT-Administratoren verstehen, welche Tools und Funktionen der WLAN-Anbieter auf seiner Managementkonsole bereitstellt. Diese Funktionen variieren stark, aber die meisten Anbieter bieten einfachen Zugriff auf Statistiken zum Datendurchsatz, Informationen zu Ausfällen bei Access Points (AP), Fehlern bei der Authentifizierung und vieles mehr. Viele Anbieter bieten neben der schriftlichen Dokumentation weitere unterstützende Anlaufstellen wie Community-Websites, auf denen Benutzer Tipps geben und nützliche Ratschläge erhalten, wie sie WLAN-Probleme beheben können, die sie bisher noch nicht kannten.

Tools für die Spektrums-Analyse

Ein wertvolles Werkzeug zur Fehlersuche bei WLAN auf Smartphones und Tablets ist ein tragbarer Spektrumanalysator für die 2,4 GHz- und 5 GHz-Frequenzbänder. Heute bieten eine Reihe von Hersteller diese Werkzeuge für mobile Geräte und Desktop-PCs an, darunter AirMagnet und MetaGeek. Sie sind in der Regel preiswert, kosteneffizient und effektiv beim Finden und bei der Analyse von Verbindungs- sowie Performance-Problemen.

Viele Analysatoren gibt es als Software, die auf einem PC oder Mobilgerät läuft. Einige Analysatoren sind mit einem zugehörigen USB-Sensor verknüpft, manche sind als Stand-alone-Einheit erhältlich, die der Nutzer in den Händen hält. Die Funktionen variieren stark; für IT-Administratoren ist es jedoch wichtig, dass sie die Energie von drahtlosen und kabelgebundenen Quellen erfassen.

Ein Spektrumanalysator erleichtert die Suche nach Fehlerquellen und Störfaktoren wie beispielsweise nicht autorisierten Geräten, die auch ein Sicherheitsrisiko darstellen, sowie die Bewertung der Herausforderungen bei Reichweite und Abdeckung des WLANs. Zum besseren Verständnis ein bildhafter Vergleich: Der Spektrumanalysator wertet den Zustand der Straße aus, auf der die drahtlose Verbindung fährt.

Externe Tools zur Absicherung

Einige Unternehmen wie AirMagnet (von Netscout übernommen) bieten zusätzliche Funktionen für die Überwachung des drahtlosen Netzwerks an oder integrieren Tools von Drittanbietern. Diese Werkzeuge spielen immer noch eine wichtige Rolle, entweder als eine einzelne Einheit, die aus spezialisierter Software besteht, oder als Sensoren, die wie W-Fi-Access-Points aussehen, aber als Empfänger fungieren. Diese Sensoren können keine Daten übertragen, sondern überwachen das Netz auf illegalen WLAN-Verkehr oder Interferenz. Sie vereinfachen gemeinsam mit der Spektrumanalyse die Fehlersuche im drahtlosen Netz und erhöhen so auch die Sicherheit.

Einige Anbieter von WLAN-Systemen liefern mit ihren standardisierten Access Points zudem begrenzte Monitoring-Funktionen. Funktionen wie Traffic-Analyse und das Erfassen von Paketen oder Frames können von unschätzbarem Wert sein. Die kommerziellen und kostenlosen Tools sind für jede mobile Plattform verfügbar.

Auch WLAN-Analytics-Tools etwa von Extreme Networks und Nyansa, die auch als Cloud-basierte Dienste verfügbar sind, können bei der WLAN-Fehlersuche sehr nützlich sein. Diese proaktiven Anwendungen beseitigen einige Probleme, bevor sie offensichtlich werden, und werden aus diesem Grund immer beliebter.

Achten Sie auf die Endbenutzer

Eine weitere große Herausforderung bei der WLAN-Fehlersuche sind Endbenutzer, die denken, dass sie auf eigene Faust die Leistung ihrer mobilen Geräte und des Netzwerks optimieren können. Sie ändern deshalb Treiber und ähnliche Einstellungen, ohne dazu berechtigt zu sein. Die Lösung bieten Mobile Device Management (MDM) und klare Richtlinien darüber, was die Benutzer anpassen dürfen und was nicht – auch auf ihren eigenen Geräten (BYOD). Eine Richtlinie mit den Rechten der Nutzer beschreibt ausführlich, welche Aktionen der Endbenutzer erlaubt sind; und MDM-Werkzeuge können diejenigen Elemente sperren, mit denen Anwender nicht in Berührung kommen dürfen.

Checkliste für die IT

Letztendlich sollte die IT-Abteilung immer folgende Maßnahmen ergreifen, damit das Wi-Fi im Unternehmen zuverlässig und mit konstant hoher Leistung funktioniert:

  • Kontrollieren Sie die Systemprotokolle (Logs) regelmäßig auf Anzeichen von sich entwickelnden oder nicht erkannten Problemen.
  • Der Help Desk sollte ungewöhnliche Muster von Problemen oder Ereignissen an die Netzwerkabteilung melden.
  • Nutzen Sie Werkzeuge wie Ping Alerts, um schnell den Kern eines Problems zu bestimmen und/oder es mit minimaler Aufregung zu lösen.
  • Setzen Sie Identitätsmanagement-Konsolen ein, die eine Fülle von Informationen bereitstellen, um Ausfälle der Verbindung auf Basis von Sicherheits- und Berechtigungsproblemen zu isolieren.
  • Halten Sie die für Kunden und Infrastruktur relevante Software immer auf dem neuesten Stand.
  • Setzen Sie auf angemessenen Service, indem Sie immer Produkte installieren, die auf neueren Standards (wie 802.11ac Wave 2) basieren.
  • Bauen Sie ein dichteres Netz von Access Points auf, um zu verhindern, dass die Leistung des WLANs aufgrund unzureichender Kapazität sinkt und das drahtlose Netz zu langsam arbeitet – das ist wahrscheinlich der Hauptgrund für Beschwerden der Nutzer.

Die Anbieter von WLAN-Systemen liefern im Allgemeinen eine sehr gute Arbeit ab, wenn es darum geht, Load Balancing, Interferenzen und andere übliche Störungen für mobile Geräte automatisiert zu bewältigen. Aber je mehr Sie wissen, und je besser die eingesetzten Werkzeuge sind, desto schneller werden Sie WLAN-Probleme beseitigen und die Nutzer wieder online bringen.

Folgen Sie SearchNetworking.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Nächste Schritte

Der grundsätzliche Unterschied zwischen Wi-Fi und WLAN

Fünf Ursachen für schlechten WLAN-Empfang und was man dagegen tun kann

Zehn Schritte zur Behebung von Problemen bei der WLAN-Verbindung

Ist die Zeit reif für reine WLAN-Netze im Unternehmen?

Artikel wurde zuletzt im Juni 2017 aktualisiert

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Fehlerbehebung im Wireless LAN

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchStorage.de

SearchDataCenter.de

SearchEnterpriseSoftware.de

Close