20.08.2008 | Autor / Redakteur: Rob Smithers / Ulrike Ostler

Business-Kommunikation, egal an welchem Ort, egal mit welchem Endgerät – das versprechen Anbieter von Unified-Communications-Lösungen. Die Miercom Consulting Group hat die UC-Produkte von Alcatel-Lucent und Avaya einem Test unterzogen. Hierbei standen neben Telefonie, Voice-Mail, E-Mail, Instant Messaging, Fax, Audio- und Videokonferenzen und Chat auch Präsenzfunktionen zur Debatte.
Die Idee der Unified Communications (UC) ist zwar nicht wirklich neu. Seit mehr als zehn Jahren arbeiten Hersteller an der nahtlosen Kommunikation über verschiedenste Medien innerhalb einer gemeinsamen Anwendungsumgebung. Doch nun sollen Menschen trotz unterschiedlicher Geräte von nahezu jedem Ort aus miteinander in Verbindung treten können.
Damit wären auch die Zeiten vorbei, in denen Geschäftsreisende ein Arsenal an Handys, Pagern, PDAs und Notebooks mitführen oder Büroangestellte mit verschiedenen Applikationen jonglieren mussten. Produktivität und Arbeitsmoral würden steigen, die Kosten sinken.
Die Miercom Consulting Group untersucht aktuelle UC-Lösungen führender IP-PBX-Anbieter. Für diesen Artikel unterzogen sie die Produkte der Unternehmen Alcatel-Lucent und Avaya einer Analyse mit dem Ziel, den Ist-Zustand der Unified Communications festzustellen. Zudem wurde die Fülle an Endgeräten im Portfolio beider Firmen untersucht (Teil 2).
UC-Anbieter versprechen Kommunikation auf jede nur gewünschte Art. Eine echte UC-Lösung muss jedoch in der Lage sein, alle Arten der Business-Kommunikation zu vereinen: Sprache, Voice-Mail, E-Mail, Instant Messaging (IM), Fax, Audio- und Videokonferenzen sowie Chat. Außerdem sollte sie mit jedem Endgerät (Notebook, Telefon oder Smartphone), im Büro (WLAN), zu Hause oder im Auto (Mobilfunk) einfach zu nutzen sein.
Doch selbst, wenn all diese Kommunikationsarten miteinander vereint werden – eine UC-Lösung ist keine echte UC-Lösung, wenn sie keine Informationen über die Präsenz der Teilnehmer liefert. Zu wissen, ob jemand im Moment verfügbar, beschäftigt oder unerreichbar ist, ist mindestens ebenso wichtig, wie die Möglichkeit, diese Person an jedem Ort der Welt kontaktieren zu können.
Eine moderne UC-Lösung muss außerdem den einfachen Datenzugriff gewährleisten, zum Beispiel auf Dateien, Kalender und Kontakte. Sie sollte jede Art der Kommunikation über eine einzelne, einfache Schnittstelle ermöglichen. Diese Schnittstelle muss mit einer leistungsstarken Infrastruktur verbunden sein, welche die Kommunikation in der jeweils erforderlichen Form ermöglicht.
Kann der Markt diesen Bedarf bereits decken? Können wir am Ende des Jahrzehnts mit Fug und Recht behaupten, dass die Business-Kommunikation vereinheitlicht wurde?
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