Qualität und Kosteneffizienz von Video-Kommunikations-Netzen sollen sich bessern

Juniper Networks und Polycom gehen eine Video-Konferenz-Allianz ein

27.01.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Die involvierten Produkte

Die Service-Provider-Lösung von Juniper Networks und Polycom ist voraussichtlich ab Juni 2010 erhältlich.
Die Service-Provider-Lösung von Juniper Networks und Polycom ist voraussichtlich ab Juni 2010 erhältlich.

Für die in Aussicht gestellte Lösung, die ab Juni dieses Jahres verfügbar sein soll, wird Juniper die Netzwerkinfrastruktur liefern. Dazu zählen die Produkte „SRC Policy Management“ und die Universal Edge-Router „MX Series 3 D“. Hinzu kommen die Service-Gateways der „SRX“-Serie. Dabei handelt es sich um eine integrierte Routing- und Sicherheitsplattform.

Polycom steuert eine Video-Kommunikations-Infrastruktur-Plattform und seine auf Standards basierenden Telepresence-Systeme und Video-Konferenz-Endpunkte bei. Eine weitere Komponente ist die „Distributed Media Application“ (DMA), die ein zusätzliches Maß an Ausfallsicherheit gewährleisten soll.

Die Echtzeit-Übertragung von Daten zwischen den Routing- und Sicherheitsplattformen sowie dem DMA-Verbindungssteuerungs-Server ermöglicht nicht nur eine dynamische Zuweisung von Video- und Netzwerkressourcen, sondern auch eine Priorisierung von Bandbreitenressourcen. Diese sollen sich an dem für die jeweilige Video-Verbindung erforderlichen Bandbreitenbedarf orientieren und über ein durchgängiges Policy-Management steuerbar sein.

Ira Weinstein, Senior Analyst und Partner beim Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Wainhouse Research, wertet die Zusammenarbeit positiv: „Junipers Schwerpunkt sind Netzwerkarchitekturen der Carrier-Klasse, während Polycom Spezialist für Telepresence- und Video-Konferenzlösungen der Enterprise-Klasse ist. Beide Unternehmen nutzen jetzt ihre Stärken, um die Art und Weise, in der der bei der Video-Kommunikation anfallende Datenverkehr neben dem Datenverkehr anderer Applikationen über das Netzwerk transportiert wird, grundlegend zu verändern.“

Einschätzung von Kunden un Analysten

Bisher hätten die Unternehmen bei Video-Konferenzumgebungen keinen Einblick in den aktuellen Zustand des Netzwerks. Das integrierte Angebot sei nun eine Lösung, bei der die Video-Kommunikationsplattform dynamisch mit dem Netzwerk interagiere und sowohl für die Video-Kommunikation als auch für andere Applikationen eine konsistente Qualitätssicherung gewährleistet werde. Das Resultat könne eine effizientere und effektivere Nutzung von Netzwerk- und Videoressourcen sei, so die Analystin.

Ibrahim Gedeon, CTO bei dem kanadischen Telekommunikationsunternehmen Telus, hat die Juniper-Polycom-Kombination schon ausprobiert: „Für Telus sind netzwerk- und ressourcenbewusste Applikationen der Weg in die Zukunft. Der 2009 durchgeführte Feldversuch von „IPSphere“, einem weltweit tätigen Service-Provider, hat aufgezeigt, wie qualitätsgesicherte Telepresence- und Video-Konferenzlösungen auf der Grundlage der Juniper SCR- und Polycom-Systemen genutzt werden können, um mit intelligenten IP-Netzwerken neue Möglichkeiten und Vorteile zu erschließen,“ erläutert er.

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