Qualität und Kosteneffizienz von Video-Kommunikations-Netzen sollen sich bessern

Juniper Networks und Polycom gehen eine Video-Konferenz-Allianz ein

27.01.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Juniper und Polycom wollen gemeinsam in den Video-Konferenz-Himmel, der laut Gartner 2013 aus 8,6 Milliarden Dollar bestehen soll.

Juniper Networks und Polycom, Inc. wollen ihre Netzwerkinfrastruktur-Produkte und Video-Kommunikations-Plattformen integrieren. Dadurch soll sich die Qualität und Kosteneffizienz von Telepresence- und Video-Konferenz-Netzwerken verbessern.

In der ersten Phase der Zusammenarbeit von Juniper und Polycom entwickeln die beiden Unternehmen eine integrierte Service-Provider-Lösung. Mit dieser könnten qualitätsgesicherte Videodienste als Managed Service über ein konvergentes Netzwerk bereitgestellt werden.

Das Angebot richtet sich insbesondere an Service Provider. Diese sollen die Möglichkeit erhalten, die Funktionalität ihres vorhandenen Netzwerks besser auszuschöpfen. Dadurch ließen sich auch die Kosten reduzieren, die mit der Bereitstellung hochwertiger Telepresence- und Videokonferenzlösungen in Form von umfassenden Managed-Service-Angeboten verbunden seien.

Nach der Marktstudie „World Visual Communication Managed Services Market“ aus dem November 2009 von Frost and Sullivan wächst der weltweite Markt für Video-Kommunikationsdienste, die als Managed Service angeboten werden, im Zeitraum zwischen 2008 und 2015 von 82,7 Millionen US-Dollar auf 938,3 Millionen US-Dollar. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 162,4 Prozent.

Ein Netzwerk anstelle von Overlays

Das Juniper-Polycom-Angebot sei im Vergleich zum derzeitigen Overlay-Konzept, bei dem zur Unterstützung der Videokommunikation Netzwerke aufeinander aufgesetzt werden, die Implementierung einer Lösung, die auf einem einzelnen Netzwerk basiert. Die Lösung sei damit wesentlich skalierbarer und wirtschaftlicher, teilen die Partner mit.

Darüber hinaus biete die Lösung nicht nur für Service Provider Vorteile, sondern auch für Kundenunternehmen. Diese erhielten eine größere Kontrolle über die Bereitstellung von Diensten und könnten den wirtschaftlichen Nutzen entsprechender Dienste maximieren, indem der Datenverkehr von Telepresence-Verbindungen und Videokonferenzen über das gleiche Netzwerk transportiert werden könne wie bei anderen Applikationen. Zudem werde dabei eine konsistente Qualität gewährleistet.

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