Unified Communications (UC) soll mit flexiblen Applikationen flügge werden, Teil 3

UC-Integration: Fundiertes Wissen rund um konvergente Technologien ist gefragt

27.10.2008 | Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Andreas Donner

Spezialisten bedarfsgerecht weiterbilden

Schon vor dem Projektstart gilt es, die Weichen richtig zu stellen, indem das Unternehmen die Spezialisten entsprechend qualifiziert. Das neue Kursmodul „Unified Communications“ deckt etwa beim Anbieter Firebrand Training unterschiedliche Technologien ab. „An erster Stelle steht bei der Konzeption natürlich die Marktforschung“, erläutert Robert Chapman.

Also welche verschiedenen und relevanten Produkte gibt es, und wie lassen sie sich miteinander kombinieren? „Bei unserer Auswahl der Technologie, die trainiert werden soll, stützen wir uns auch auf die Analyse von Onlineforen, die das Thema behandeln. Wir bekommen so ein Gefühl dafür, welche Fragen die IT-Spezialisten beschäftigen“, so der Experte weiter.

Als derzeitige Top-Themen stuft zumindest Firebrand Training die Integration zwischen Cisco Unity und Microsoft Communication Server ein. „Das Thema weist auf die entsprechenden Wissenslücken hin“, betont Firmenchef Robert Chapman. Mit einem von der Industrie anerkannten, auf bestimmte Hersteller bezogenen Zertifikat allein ist es jedoch nicht getan.

Es sind weitere begleitende organisatorische Schritte erforderlich, damit IT Professionals nicht alleine im Regen stehen. Lösungsspeialist Swyx erachtet es vor allem als wichtig, das Know-How aus den Bereichen TK und IT zu vereinen. Dazu gehörten neben Checklisten zu Infrastrukturthemen auch organisatorische Dinge wie Rufnummernpläne. Der Vorteil bei der Swyx-Lösung sei darüber hinaus die Vertrautheit mit Windows-basierten Administrationswerkzeugen, die keine zusätzliche Einarbeitung oder Trainings erforderten.

Etwas grundsätzlicher geht Avaya das Thema an. Da IT-Professionals in der Regel Software- und Netzwerkspezialisten seien, hält es der Anbieter für ratsam, die IT Profis in den UC-Anwendungen zu schulen. „Nur wenn sie den vollen Funktionsumfang kennen und damit umgehen können, sind sie in der Lage Mitarbeiterfragen zu beantworten und beispielsweise relevante Sicherheitsfaktoren zu berücksichtigen“, betont Jürgen Jobst, Senior Product Manager Marketing bei Avay Deutschland.

Zwar bieten heute schon eine ganze Reihe von Herstellern und deren Vertriebspartner regelmäßige Schulungen ihrer Lösungen an. Jedoch stimmt nach Auffassung der Marktforscher von Berlecon die Schlagrichtung nur dann, wenn es gelinge, in allen Planungsphasen weitere Entscheidungsträger im Unternehmen mit einzubeziehen. „Dazu gehören vor allem die Geschäftsführung und die Fachbereichsleiter, etwa aus Vertrieb oder Forschung und Entwicklung“, gibt Marktanalyst Philipp Bohn zu bedenken.

Die hohe Kunst in der konvergenten UC-Welt bestehe darin, die entsprechenden Werkzeuge prozessorientiert zu implementieren. Dazu gehöre auch, alle relevanten IT-Tools in die Kommunikationsinfrastruktur einzubinden. „Nur wenn die wichtigen Entscheidungsträger frühzeitig eingebunden werden, kann die passende Lösung gefunden und die Nutzerakzeptanz sichergestellt werden“, fasst der Experte zusammen.

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