24.10.2008 | Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Andreas Donner

Die Philosophien der Anbieter fallen in Sachen UC sehr unterschiedlich aus. Damit bleibt den Anwendern keine andere Wahl, als das Kleingedruckte in den Produktbroschüren genauestens zu prüfen – einerseits, um denkbare Integrationsbarrieren möglichst frühzeitig zu erkennen, andererseits, um den praktischen Nutzwert des präferierten Lösungskonzepts möglichst konkret zu beschreiben.
Vorangetrieben wird der Einsatz von Unified Communications oft durch den Zwang zur Kostenreduzierung“, erläutert Lutz Böttcher, Vice President Business Development bei Siemens Enterprise Communications und Ansprechpartner für Call Center beziehungsweise CRM-Systeme.
Als weitere Geschäftstreiber kommen die zunehmende Mobilität der Mitarbeiter und die verteilten Standorte vieler Unternehmen hinzu, die sich aus der zunehmenden Globalisierung der Geschäftwelt ergeben. Video-Conferencing als Bestandteil von UC hilft beispielsweise, Dienstreisen einzuschränken. Außerdem sind die Geschäftsprozesse heute nicht mehr langlebig, sondern ändern sich sehr rasch.
„Unternehmen benötigen daher ein hohes Maß an Flexibilität bei den Kommunikationswerkzeugen, die diese Prozesse unterstützen“, so Böttcher weiter. Nur so lasse sich eine schnelle Anpassung bewerkstelligen. Allerdings bestätigt auch der Vice President, dass es heute keinen Anbieter gebe, der ein komplettes UC-Portfolio aus einer Hand liefern könne.
„Der Integrationsaufwand zwischen den Produkten verschiedener Anbieter ist prinzipiell recht hoch und damit kostenintensiv“, stellt der Experte fest. Dennoch zeige sich anhand von konkreten Szenarien, dass das Einsparpotenzial für den Kunden dabei durchaus signifikant sei. Doch im Kleingedruckten steckt bekanntlich die Tücke des Objekts: Generelle Aussagen zur Kosten-Nutzen-Betrachtung lassen sich nämlich nur schwer treffen, da die Situation von Kunde zu Kunde völlig unterschiedlich ist.
Eine maßgebliche Rolle spielen die Anforderungen des Kunden und die nötige Integrationstiefe. Generell aber stellen große Anbieter wie Siemens die Potenziale in den Vordergrund: UC biete klare Kostensparpotenziale für praktisch jedes Unternehmen. „Voraussetzung ist eine echte Analyse der Anforderungen und daraus folgend die Ableitung von konkreten und spezifischen UC-Lösungen. Die eine universell einsetzbare UC-Lösung gibt es nicht“, fasst Böttcher zusammen.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2017360)