Unified Communications (UC) soll mit flexiblen Applikationen flügge werden, Teil 1

Das mobile Büro: Viele oder zu viele Stellschrauben für Spezialisten?

23.10.2008 | Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Andreas Donner

Gerade im mobilen Umfeld ist Unified Communications oft eine Herausforderung

Mobilität ist ein wesentlicher Bestandteil von Unified Communications. Doch inwieweit lassen sich die universellen UC-Konzepte mit mobilen Anwendungen und Endgeräten zu einem schlüssigen, reibungslosen Gesamtsystem verbinden? Wie einsatzbereit sind die Lösungen wirklich?

Mobility-Lösungen sind oftmals der entscheidende Schritt, damit Unternehmen den Schwenk in Richtung Unified Communications (UC) in Angriff nehmen. Schließlich gibt es heute in allen Branchen, unabhängig von der Größe des Betriebs, immer mehr mobile Mitarbeiter, die ständig erreichbar sein müssen und von unterwegs auf wichtige Informationen und Datenbestände zugreifen können sollen.

„Lösungen, die Handys oder Smartphones als Nebenstellen in den normalen Kommunikationsbetrieb eingliedern, sind da für viele Unternehmen eine nahe liegende Lösung, die sich alleine aufgrund der dadurch drastisch reduzierten Mobilfunkkosten schnell amortisiert“, betont Jürgen Jobst, Senior Product Manager Converged Communications bei Avaya Deutschland.

Der nächste Schritt sind Lösungen zur Präsenzanzeige, da sich damit unnötige Anrufe, Nachrichten oder Mails an mehrere Ansprechpartner vermeiden lassen und die Kommunikation effizienter wird. So hat Anbieter Avaya etwa spezielle Lösungspakete entwickelt, die unterschiedlichen Mobilitätsprofilen gerecht werden und neben großen Unternehmen auch die Anforderungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen abdecken.

Mobile Plattformen etablieren sich

Entsprechende Anwendungen sind heute bereits auf fast allen mobilen Endgeräten wie dem Blackberry verfügbar. Für kommendes Frühjahr hat Hersteller RIM sogar eine eigene mobile CRM-Applikation angekündigt. Entsprechende mobile Endgeräte wie PDAs oder Smartphones sollten sich jedoch in eine Service Orientierte Architektur (SOA) einbinden lassen.

Und dieser Part bereit weit mehr Schwierigkeiten, tangiert er nicht ausschließlich gängige und erprobte Prozessroutinen. Wo liegen also gerade in der Anbindung mobiler Lösungen noch zentrale Stolpersteine? Wie realistisch ist es bereits, von dem Begriff „Mobile Unified Communications“ zu sprechen? Inwieweit lassen sich die Konzepte inklusive der mobilen Anwendungen und Endgeräte zu einem schlüssigen Gesamtsystem mit reibungslosen Anwendungen verbinden?

Zumindest nach Auffassung der Marktanalysten von Berlecon ist „Mobile Unified Communications“ heute technisch gesehen bereits Realität: Viele UC-Lösungen beinhalten Funktionen wie „Find-me-follow-me“, also eine automatische, regelbasierte Rufweiterleitung auf das aktuell genutzte Endgerät. Auch „One number“ – also nur eine Rufnummer pro Mitarbeiter – wird bereits angeboten.

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