02.10.2008 | Autor / Redakteur: Peter Hempel / Andreas Donner
Nachdem bereits im April erste Screenshots und Dokumente über den Funktionsumfang der Device-Software 4.6 an die Öffentlichkeit gelangten, die den Blackberry Bold aufhübscht, werden nun Entwickler explizit auf die Vorzüge des neuen Browsers hingewiesen. Mit AJAX-, Javascript-1.5- und CSS-2.1-Fähigkeit soll das mobile Surfen mit den Blackberrys endlich eine weniger hölzerne Angelegenheit werden.
Das iPhone setzt Maßstäbe – zumindest in Sachen Mobile Browsing. Andererseits wird dem Gadget aus Cupertino immer noch die Geschäftstauglichkeit abgesprochen. Ganz anders wohl dem Portfolio aus dem Hause Research in Motion (RIM), allen voran dem Flagschiff Blackberry Bold.
Der Mobile Client wurde erst kürzlich durch ein Device-Software-Update aktualisiert. Neben optisch ansprechenderen Menüs wurde vor allem der Web Browser überarbeitet. Besonders die Seitendarstellung gewinnt durch das Update: Javascript 1.5, CSS 2.1 inklusive Listen, Boxmodelle, Positionierung, Visuelle Effekte, Tabellen und vielem mehr sowie HTML 4.01 werden neuerdings unterstützt. Auch der XML-HTTP-Request wurde überarbeitet.
Das macht den Blackberry Browser endlich surffähig. Allerdings bietet der Browser nach wie vor nur eingeschränkten Zugriff auf herkömmliche Seiten. Eine „Adaption“ des herkömmlichen Internets auf die mobilen Endgeräte ist nach wie vor mit Einbußen, besonders bei der Nutzbarkeit, verbunden.
Daher bietet RIM How-To‘s und Support für Entwickler an, um die Möglichkeiten des überarbeiteten Browsers bei der Entwicklung spezieller Blackberry-Webseiten auszunutzen. Denn auch wenn der Browser mittlerweile beispielsweise Videos direkt von Webseiten wiedergeben kann, müssen diese auch so programmiert worden sein, dass Inline-Videowiedergabe per Blackberry erlaubt ist.
Bleibt zu hoffen, dass Ressearch in Motion dem eingeschlagenen Weg folgt und auch andere Blackberry-Modelle in den Genuss des überarbeiteten Browsers kommen lässt. Denn bisher bringt nur Software von Drittherstellern wie Opera das Internet in seiner vollen Pracht auf den Blackberry. Damit sticht RIMs Blackberry keinen Apple aus.
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