Umfrage über den Einsatz von Unified Communications-Anwendungen

Voice over IP, Messaging und Webkonferenzen belasten die Netzwerke

04.09.2007 | Redakteur: Florian Karlstetter

Die Zusammenführung von Sprache und Daten via Unified Communications kann die Performance von Anwendungen im Netz deutlich senken – so das Resultat einer weltweiten Umfrage von Network General. Unternehmen sollten sich daher eine gute Strategie für eine erfolgreiche UC-Migration zulegen.

Immer mehr Unternehmen setzen bei der internen und externen Kommunikation auf einheitliche Übertragungswege, auch als Unified Communications (UC) bezeichnet. Allerdings sollte man bereits im Vorfeld geeignete Maßnahmen treffen, damit die Performance im Unternehmensnetz nicht zu sehr leidet.

Einer weltweiten Umfrage zufolge gaben 75 Prozent der befragten 576 Anwenderunternehmen an, dass in den letzten drei Monaten ein Viertel des gesamten Netzwerkdatenverkehrs aus UC-Anwendungen – also Voice over IP (VoIP) sowie Unified oder Instant Messaging – bestand. 40 Prozent der befragten Unternehmen setzen bereits heute integrierte Sprach-, Video und Webkonferenzfunktionen ein, bei knapp 70 Prozent sind VoIP-Anwendungen im Einsatz.

Lediglich 12 Prozent der Befragten machen Sprachkommunikation allein für den zusätzlichen Datenverkehr im Netzwerk verantwortlich, dafür erwarten acht von zehn IT-Verantwortlichen, dass der mit Kommunikationsanwendungen verbundene Traffic innerhalb der nächsten zwölf Monate weiter ansteigen wird.

Die Konvergenz von Kommunikationsanwendungen fordert ihren Tribut

Die Tatsache, dass nahezu 40 Prozent mit Problemen bei der Anwendungs-Performance – verursacht durch Unified Communications – zu kämpfen haben, zeigt den Handlungsbedarf in diesem Umfeld auf. „Angesichts des Anstiegs von Unified Communications- und anderen neuen Anwendungen sind immer mehr IT-Abteilungen mit noch komplexeren Umgebungen konfrontiert, da fast jeder neue Service seine speziellen Management-Tools hat“, erläutert Jürgen Single, Regional Manager bei Network General.

Art Rosenberg, Branchenanalyst beim US-amerikanischen Analystenhaus Unified-View ergänzt die Aussage: „Eine UC-Migration wird sich für viele Unternehmen als Problem erweisen. Solange sie keinen genauen Einblick in ihre Geschäftsabläufe haben, können sie die neuen Netzwerkanforderungen nicht abschätzen.“

Kommentar zu diesem Artikel

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)



Spamschutz 

Bitte geben Sie das Resultat dieser Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2007339)