23.03.2009 | Redakteur: Ulrike Ostler
Die Hersteller von Ausrüstung für Fixed Mobile Convergence (FMC) und Femtocell kommen mehr als gut durch die wirtschaftliche Krise. Das stellt Stéphane Téral, Principal Analyst, Mobile and FMC Infrastructure bei Infonetics Research, in Aussicht. Darunter ist ein gesundes Marktwachstum bis 2011 zu verstehen, ab dann ein steiles. Im Jahr 2013 soll der Umsatz dann 80 Milliarden Dollar betragen.
Diverse Gründe sprächen für ein Wachsen und Gedeihen des FMC- und Femtocell-Marktes, so Téral. Zunächst einmal trieben die Provider wie Orange, T-Mobile und Roger Wireless den UMA-Markt (UMA = Unlicensed Mobile Access) voran. Es gebe keine Pläne die Entwicklung zu verlangsamen. Im Gegenteil: Diese Unternehmen begriffen die Wirtschaftskrise als Chance, neue Kunden für FMC zu gewinnen.
Zudem investierten nun auch Mobilfunkoperatoren der ersten und zweiten Garde in Femtocell, nachdem sie Jahre lang gezögert und ausprobiert hätten. Denn schließlich böte die Technik eine Möglichkeit, mobile Devices im Herzen eines Breitbandnetzes für Daheim zu platzieren.
Denn 2008 sei ein Durchbruch für die Standardisierung im Bereich Femtocell gewesen. Die Industrie einigte sich auf die „Iu-h“-Spezifikationen.
Als Folge des Zutrauens in Femtocell, steige zum Beispiel schon jetzt der Verkauf von Security-Gateways an. Der Umsatz wird laut Téral im Jahr 2013 auf eine Milliarde Dollar klettern.
Zu den weiteren Zahlen, die Infonetics Research vorlegt, gehören folgende:
Zu den Indizien, die die positiven Marktaussichten untermauern, die die Marktforscher sehen, gehören aber auch die Wachstumsraten beim Verkauf von Dual-Service-Handys. Die Zahl der ausgelieferten Devices, die FMC erlauben, stieg von 2007 auf 2008 um 214 Prozent. Die Zahl der registrierten Nutzer vergrößerte sich weltweit um 413 Prozent auf 8,6 Millionen. Im Jahr 2013 soll die Kundenzahl explodieren, auf insgesamt 82 Millionen.
Der Marktführer ist in diesem Segment Nokia. Das Unternehmen verdient etwa ein Drittel des gesamten Umsatzes in diesem Bereich. Verfolger sind HTC und dann der Marktführer auf dem amerikanischen Markt: Apple.
Die Marktentwicklung hat auch Auswirkungen auf die Nutzung der Netze. Heute nutzt der Großteil der FMC-Kunden UMA. In vier Jahren aber wird sich etwa die Hälfte der Kunden in IMS-basierten (IMS = IP Multimedia Subsystem) Netzen bewegen.
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