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Welche Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit IPv6 im Moment durch Vista- und Windows-7-PCs im Unternehmensnetz entstehen
Mit welchen einfache Tricks sich potenzielle IPv6-Sicherheitslöcher schließen lassen
Warum der Wechsel hin zu IPv6 so schleppend vorankommt
Wann und warum der großen Wechsel aber doch einsetzen wird
In wie weit IT-Verantwortliche in Unternehmen von dem Thema IPv6 überhaupt betroffen sind
Welche Auswirkungen bzw. Aufgaben sich mit IPv6 für den Privatanwender ergeben
Was die größten Pluspunkte von IPv6 sind
Wo die größten Stolperfallen und Probleme bei der Migration liegen
Was IT-Verantwortliche und Administratoren in Sachen IPv6 auf jeden Fall beachten sollten
Stockebrand: Das Hauptproblem ist, dass IPv6 standardmäßig eingeschaltet ist und damit auch dann funktioniert, wenn das nicht beabsichtigt ist. Damit besteht die Möglichkeit, dass sich Rechner im Unternehmensnetz unbemerkt per IPv6 „unterhalten“ und beispielsweise ein Mitarbeiter aus der Produktion Zugriff auf die Daten der Buchhaltung oder Personalabteilung bekommt.
Wenn Windows Vista oder 7 beim Starten keine native IPv6-Anbindung findet, versucht es als nächstes, ISATAP- oder Teredo-
Stockebrand: Zuerst sollte man sicherstellen, dass die System- und Netzwerkadministratoren genug über IPv6 wissen, um sich über diese Probleme bewusst zu sein. Dann sollte man darauf achten, dass eventuelle Firewalls IPv6 zuverlässig sperren. Vor allem bei mobilen Geräten sollte man IPv6 gezielt ausschalten und außerdem darauf achten, dass eventuell eingesetzte VPN-Software und/oder
Stockebrand: Da greifen eine ganze Reihe technischer, wirtschaftlicher, psychologischer und soziologischer Einzelphänomenen ineinander. Um nur einige zu nennen: Das Problem der Adressknappheit, das ursprünglich zur Entwicklung von IPv6 geführt hat, ist seit zwanzig Jahren relevant. Wir haben uns in dieser Zeit aber so sehr an zunehmend kontraproduktive Workarounds gewöhnt, dass wir das ursächliche Problem in seiner Relevanz meistens nicht mehr wahrnehmen.
Zur Verdeutlichung: Das Internet ist ursprünglich als hochzuverlässiges Netzwerk für den Krisen- bzw. Kriegsfall entwickelt worden. Trotzdem ist seine Zuverlässigkeit heute deutlich schlechter als beim klassischen Telefonnetz. Dazu kommt, dass es für IPv6 als solches keinen „Business Case“ oder „Mehrwehrt“ gibt. Es ist langfristig unvermeidbar, hat aber keine kurzfristigen Vorteile für die nächsten Quartalszahlen.
Weiter ist die IT eine Branche mit sehr engen Verflechtungen und Abhängigkeiten der unterschiedlichsten Bereiche. Ein besonders einfaches und offensichtliches Beispiel: Die Router-Hersteller warten darauf, dass die Internet Service Provider (ISPs) IPv6 anbieten, um dann IPv6-fähige Router zu entwickeln, während die ISPs darauf warten, von den Router-Herstellern IPv6-fähige Geräte zu bekommen.
Zu guter letzt kann man eine Technologie nur einsetzen, wenn das notwendige Know-how vorhanden ist. Gerade in einem Bereich wie der IT, in der fähige Mitarbeiter Mangelware sind, ist es ein langwieriger Prozess, das notwendige Wissen und Können in einer breiten Basis zu etablieren.
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posted am 30.07.2010 um 15:06 von wackel_mal_am_kabel
posted am 30.07.2010 um 14:51 von Checkpoint
posted am 29.07.2010 um 10:23 von Oliver_D
posted am 29.07.2010 um 09:02 von nicht registrierter User
posted am 28.07.2010 um 12:40 von nicht registrierter User
(nicht registrierter User)
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