Alcatel-Lucent bringt Netzbetreiber-Produkte auf den neuesten Stand

All-IP-Backhaul für Mobilfunknetze und Fiber-to-the-User-Lösungen

29.09.2008 | Autor / Redakteur: Peter Hempel / Andreas Donner

Alcatel-Lucent überarbeitet seine Lösungen für Netzbetreiber.

Alcatel-Lucent kündigt Produkte an, die den Netzausbau von Providern erleichtern sollen. Zum einen handelt es sich um ein Fiber-to-the-User-System (FTTU), zum anderen um Backhauling-Lösungen für Mobilfunkbetreiber. Letztere sollen der Umstellung auf All-IP den Weg ebnen.

All IP – die Umstellung des gesamten Datenverkehrs in der betreiberseitigen Netzinfrastruktur von Mobilfunknetzen auf Paketübermittlung – ist ein Trendthema. Alcatel-Lucent will mit dem 7705 SAR (Service Access Router) und einer erweiterten Systemsoftware den Umstieg weg von TDM-Übertragungstechniken für Netzbetreiber vereinfachen.

Die Aggregationsrouter eignen sich laut Hersteller für alle Netzbetreiber, die zu IP/MPLS und später zu 4G/LTE migrieren wollen. Die Single-Rack-Einheit bietet bis zu 16 T1/E1-, sechs 10/100-MBit- und zwei GbE-Ports. Damit lassen sich Carrier-Ethernet- und IP-Dienste auch für den Backhaul-Einsatz nutzen.

Auch die Software der 7705-Router wurde erneuert: In Version 1.1 ist die Funktion „Synchronous Ethernet“ hinzugekommen, eine zusätzliche Synchronisierungstechnik. Zudem wurden die HSPA-Offload-Fähigkeiten per GRE (Generic Routing Encapsulation) verbessert.

Im Metro-Ethernet-Bereich bietet Alcatel-Lucent eine überarbeitete Version des 7342 Intelligent Services Access Managers (ISAM) an. Mit dieser Fibre-to-the-User-Lösung können seit kurzem Ethernet-Metronetzwerke verbunden werden, wofür die Plattform optional VPN- und Ethernet-Anschlüsse bereitstellt.

Exakte Messung für höhere Dienstgüte

Des weiteren können kritische Parameter für Analysen über definierte Zeiträume gemessen und aufgezeichnet werden. Diese RSSI (Received Signal Strength Indication) genannte Technik soll optische Tests und Messungen verbessern.

Das dritte neue Merkmal der Plattform ist, dass sich weit entfernte GPON-Systeme (Gigabit Passive Optical Network) in Echtzeit nach dem IEEE-Standard 1588 synchronisieren lassen. Das ist Grundvorraussetzung, um sie beispielsweise mit E1-Diensten zu verbinden. Diese werden typischerweise im geschäftlichen Umfeld und in Mobilfunk-Zugangsnetzen eingesetzt – und unterstützen dort neuerdings sogar den Mobile Backhaul, wenn der 7705 SAR zum Einsatz kommt.

Geschäfts- und Privatkunden können ihre gesamte Kommunikation so über das gleiche passive optische Netz abwickeln. Und die Infrastrukturen der Netzbetreiber wachsen immer mehr zusammen.

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