09.04.2008 | Redakteur: Florian Karlstetter
Cisco hat weitreichende Erweiterungen seines Security-Portfolios für den Self-Defending Networks-Ansatz des Unternehmens angekündigt. So sollen neue Hard- und Software-Dienste die Übertragung von Sprach- und Videodaten besser schützen, auch die Leistungsfähigkeit der Lösungen soll verbessert werden.
Deutsche Unternehmen planen, in naher Zukunft verstärkt in IP-basierende Kommunikationsplattformen zu investieren, dies geht aus dem aktuellen Berlecon-Report „VoIP und Unified Communications 2008“ hervor. Demnach planen rund 20 Prozent der befragten ITK-Entscheider, Sprach-, Daten- und Videokommunikation künftig über ein gemeinsames IP-Netzwerk abzuwickeln.
Allerdings stellen Unified Communications-Dienste auch große Anforderungen an die Sicherheit. Vor diesem Hintergrund baut Cisco sein Security-Portfolio weiter aus, dies betrifft vor allem den Bereich Cisco Self-Defending Networks (SDN). Cisco SDN basiert auf einem systemübergreifenden End-to-End-Ansatz, der Router und Switches ebenso einschließt wie fest installierte und mobile Endgeräte.
So ist für das aktuelle Intrusion Prevention System 6.1 (IPS) ein IPS Manager Express verfügbar, der das Monitoring und Reporting stark vereinfachen soll. Erweiterungen gibt es auch für die Adaptive Security Appliance (ASA) von Cisco: Dank eines Hochleistungs-IPS-Moduls sollen Datendurchsätze von bis zu 650 MByte pro Sekunde möglich sein.
Eine höhere Leistungsfähigkeit bietet auch das neue Firewall-Service-Modul 4.0 (FWSM) des Netzwerkausstatters. Damit soll mit Cisco-Switches jetzt ein sicherer Datenaustausch zwischen den Hosts mit bis zu 50 Gbyte pro Sekunde erreicht werden.
Für die Sicherheit von Endgeräten, Anwendungen und Content hat Cisco den Security Agent CSA 6.0 im Angebot. Dabei handelt es sich um eine Endpoint-Lösung, die sowohl Zero-Day-Attacken abwehrt und dazu beitragen soll den Verlust von kritischen Daten zu vermeiden. Auf den wachsenden Web 2.0-Trend reagiert Cisco mit einer Web Application Firewall, die den gesamten HTML- und XML-Datenverkehr inspiziert und gegebenenfalls blockt.
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