Tipps zur Sicherheit beim Online Banking

Risiko für Login-Daten – wie Hacker sich Zugriff aufs Web-Konto verschaffen

29.11.2010 | Autor / Redakteur: Si Haeng Cho, AhnLab / Stephan Augsten

So gut wie alle Transaktionsschritte beim Online Banking lassen sich angreifen, wie diese Übersicht von AhnLab zeigt.

Online Banking polarisiert: Während die einen den Service nicht mehr missen möchten, sorgen sich andere um die Sicherheit. Die Vorbehalte sind zum Teil gerechtfertigt – zu oft wurden vermeintlich sichere Bankkonten kompromittiert. Aber wie gelangen Cyber-Kriminelle eigentlich in den Besitz von Login- und Transaktionsdaten?

Millionen Europäer nutzen heute Online-Banking, daher ist die Sicherheit dieser Transaktionen von großer Bedeutung. Nach Angaben des Unisys Security Index, der Sicherheitsbedenken von Verbrauchern untersucht, fürchten 85 Prozent der Befragten Betrugsversuche mit Bankkarten und Identitätsdiebstahl. 75 Prozent der Befragten Briten gaben an, sie würden keine Bank nutzen, der sie einen sicheren Umgang mit ihren persönlichen Daten nicht zutrauen.

Diese Bedenken hinsichtlich der Sicherheit im Online-Banking sind nicht unbegründet. Erst im September hat die Polizei in Großbritannien eine 19-köpfige Bande festgenommen, die in nur drei Monaten mit Hilfe einer Variante des ZeuS-Virus Londoner Banken um 6 Millionen Britische Pfund betrogen hatte.

Am 13. Oktober veröffentlichte die Niederländische Bankenvereinigung (Nederlandse Vereniging van Banken) neue Zahlen zu diesem Thema. Demnach ist in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 durch Betrug im Online-Banking ein Schaden von 4,3 Millionen Euro entstanden; im gleichen Zeitraum des Jahres 2009 lag dieser Wert noch bei 1,9 Millionen Euro.

Aufklärungsarbeit vonnöten

Doch auch wenn die Folgen sehr real sind, bleiben die Methoden, die Cyber-Kriminelle für den Betrug im Online-Banking nutzen, für die meisten Menschen ein Buch mit sieben Siegeln. So gab die Mehrheit der Befragten im Unisys Security Index an, dass sie den Zugang zu ihren persönlichen Informationen auf Social-Media-Websites beschränken. Beim Online-Banking denken jedoch 39 Prozent der Befragten kaum an den Schutz ihrer Daten.

In diesem Artikel möchte der Internet-Security-Anbieter Ahnlab daher über die gängigsten Methoden der Online-Betrüger aufklären: Die meisten Hacker-Tools, mit denen sich Kriminelle Zugang zu Bankkonten verschaffen, werden über das Web verbreitet, von PCs heruntergeladen und auf diesen ausgeführt, während der Anwender im Netz surft oder eine E-Mail öffnet.

Mit derartigen Tools können Hacker problemlos Passwörter, Kontonummern und andere persönliche Daten auslesen, die der Anwender eingibt. Die Hackerprogramme sind sogar in der Lage, die Anmeldeseite der Bank durch eine gefälschte Website zu ersetzen.

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