Sicheres Surfen

Verband fordert gemeinsames Engagement gegen Malware im Internet

11.05.2010 | Redakteur: Stephan Augsten

Wer weiß was: Im Kampf gegen die Schattenseiten des Internets sind alle Beteiligten gefordert.

Der eco-Verband sieht bei der Gefahrenabwehr im Internet die Endanwender, Server- und Webseiten-Betreiber gleichermaßen in der Pflicht. So müssten alle Beteiligten regelmäßig prüfen, ob ihre Systeme sicher und auf dem neuesten Stand sind. Durch das richtige Verhalten könne man den Cyber-Kriminellen die Arbeit deutlich erschweren.

Sicherheit beim Surfen ist jedermanns Sache, meint der eco-Verband der deutschen Internetwirtschaft. Nicht nur die Endanwender seien gefragt – auch Server- und Websitebetreiber müssten regelmäßig prüfen, ob sie alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben.

„Effektiver Schutz gegen Schadsoftware im Netz entsteht erst aus dem Zusammenspiel von Serverbetreibern, Websitebetreibern und Internetnutzern“, unterstreicht Kurt Brand, Leiter des eco Arbeitskreises Sicherheit und Geschäftsführer der Pallas GmbH. „Wenn hier jeder seinen Beitrag leistet, haben es schädliche Programme schon sehr viel schwerer“.

Gerade kleinere Unternehmen düftten nicht am falschen Ende sparen und müssten sich stärker um die Sicherheit ihrer Webseiten kümmern. „Sonst kann es leicht passieren, dass ein Internet-Besucher seinen Rechner dort mit einem Virus infiziert“, moniert Brand. Der Arbeitskreis Sicherheit des eco-Verbands spricht deshalb Sicherheitsempfehlungen aus, die den Internetkriminellen das Leben schwer machen können:

Betreiber einer Webseite müssen sich inbesondere vor Schadcode-Injektionen durch SQL Injection oder Cross Site Scripting schützen; daher sollen Sie:

  • Für eine sichere Entwicklung und geschützte Software-Architektur von Web-Applikationen sorgen.
  • Auf der Website eingesetzte Drittanbieter-Software regelmäßig aktualisieren bzw. patchen, um potenzielle Sicherheitslücken zu schließen.
  • Eine Web Application Firewall vorschalten.

Serverbetreiber, die ihre Server selbst administrieren, sollten laut eco

  • das System härten,
  • eine Firewall vorschalten sowie
  • den Server regelmäßig auf Schadsoftware prüfen.

Internetnutzer können den Schutz ihres Computers verbessern, indem sie

  • den Virenschutz auf dem aktuellsten Stand halten,
  • einen URL-Filter zwischenschalten, der kritische Seiten blockiert (aktuelle Browser bieten bereits Basisfunktionen),
  • regelmäßig Updates für das Betriebssystem, alle wichtigen Programme und den Browser durchführen.

Endanwender müssten vor allem aufmerksam sein, mahnt Brand: „Werde ich beispielsweise unvermittelt aus einer Online-Banking-Sitzung abgemeldet und kurz darauf zur erneuten Eingabe des Passwortes über ein Pop-up-Fenster aufgefordert, sollte ich alarmiert sein und der Aufforderung nicht nachkommen.“

Interessierte können sich auf der Website des eco-Verbands näher über die Arbeit des Arbeitskreises Sicherheit informieren.

Kommentar zu diesem Artikel

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)



Spamschutz 

Bitte geben Sie das Resultat dieser Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2044979)