27.11.2009 | Autor / Redakteur: Martin Walzer / Andreas Donner
Der dritte Funktionsblock eines ADNs ist der Bereich Sicherheit. Da viele Unternehmen ihre Außenstellen inzwischen per VPN an die Zentrale anbinden, erscheint es bei genauerer Betrachtungsweise als unlogisch, den legitimen Internetverkehr der Niederlassungen weiterhin über das WAN in die Zentrale zu führen, statt ihn direkt vor Ort in die Weiten des Webs zu entlassen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass in den Außenstellen dieselben Sicherheitsmechanismen – wie Filter für unerwünschte URLs und Inhalte sowie Schutz vor Viren und Spyware greifen – wie am zentralen Gateway. Gleichzeitig sollte ein ADN auch externe webbasierte Unternehmensanwendungen wie Webex oder Salesforce.com beschleunigen können – selbst wenn die Kommunikation SSL-verschlüsselt ist. Ein ADN stellt alle dazu notwendigen Funktionen für eine zentrale Administration und dezentrale Umsetzung zur Verfügung.
Das Zusammenwachsen der Funktionen Transparenz, Beschleunigung und Sicherheit zu einem Application Delivery Network bringt Unternehmen viele Vorteile im Vergleich zu den jeweiligen Insellösungen. Die technische Verschmelzung dieser Funktionen erfordert jedoch auch ein Umdenken in der IT-Organisation von größeren Unternehmen. Denn dort sind die Funktionen WAN und Sicherheit meist in separaten Einheiten organisiert. Hier sind die IT-Leiter gefordert, auch dort zusammenwachsen zu lassen, was technisch bereits zusammengehört.
Martin Walzer ist Technical Manager bei Blue Coat Systems
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