14.09.2009 | Redakteur: Andreas Donner

Die neue Softwareversion 8.5 für die PacketShaper-Appliances von Blue Coat Systems kombiniert Transparenz im Netzwerkverkehr mit weitreichenden Informationen über dort laufende Anwendungen. Eine richtlinienbasierten Kontrolle macht zudem das Verhalten von Anwendungen im Application Delivery Network berechenbar.
Mit den PacketShaper-8.5-Appliances sind Unternehmen laut dem Application-Delivery-Networks-Spezialisten Blue Coat in der Lage, die Qualität von bandbreitenhungrigen Anwendungen wie Telefonie und Videokonferenzen sicherzustellen und gleichzeitig die Nutzung von Freizeitanwendungen zu kontrollieren.
Die neue Version 8.5 des PacketShaper nutzt integrierte Workflows, die es Unternehmen ermöglichen, das Verhalten ihrer Anwendungen mit Hilfe von Beobachtung in Echtzeit, der Analyse von historischen Daten und einer richtlinienbasierten Kontrolle der Dienstgüte besser zu verstehen. Die Geräte bieten dazu einen intuitiven, voll integrierten Arbeitsbereich, der das Verhalten kritischer Anwendungen visualisiert und die Auswirkungen von angewandter QoS sofort auf einer intuitiven Nutzeroberfläche darstellt.
Ähnliche Anwendungen wie etwa Peer-to-Peer-Applikationen (P2P), Spiele oder Instant Messaging, gruppiert der PacketShaper automatisch in Servicekategorien, um diese leichter verwalten zu können. Zudem ermöglichen die Appliances jetzt den detaillierten Einblick in und die Kontrolle von Sprach-, Video- und virtualisierten Anwendungen.
Die Kombination von bestehenden PacketShaper-Technologien mit den neuen integrierten Workflows soll jetzt das Verhalten von Anwendungen berechenbar machen. Daraus resultiert eine bessere Transparenz, die auf mehr Informationen über die Anwendungen im Netzwerk basiert. Zum Beispiel wertet ein PacketShaper nun das Verhalten von Anwendungen über einen längeren Zeitraum und innerhalb eines Datenstroms aus, statt nur ein einzelnes Paket oder einen Zeitpunkt zu analysieren. Er berücksichtigt zudem Lastspitzen im Bandbreitenverbrauch ebenso wie den ununterbrochenen oder durchschnittlichen Verbrauch von Bandbreite. Damit beseitigt der neue PacketShaper die Beschränkungen konventioneller Deep Packet Inspection.
„Trotz vieler verschiedener Sicherheits-Appliances und Paketfilter auf dem Markt ist die Identifikation und Kontrolle von Anwendungen weiterhin die Achillesferse großer Organisationen“, erklärt Jon Oltsik, Principal Analyst bei der Enterprise Strategy Group. „Das neue Release von Blue Coats PacketShaper setzt genau hier an, ermöglicht die präzise Analyse des tatsächlichen Anwendungsverkehrs im Netzwerk und liefert Managementwerkzeuge zur Kontrolle von Anwendungen mit. Mit diesen Fähigkeiten können IT- und Sicherheitsspezialisten intelligente Entscheidungen bei der Kontrolle von Anwendungen treffen“.
Die Berechenbarkeit von Anwendungen verbessert zudem die Qualität wichtiger Anwendungen wie Sprache, Video oder Real-Time Sessions. Dies versetzt Administratoren in die Lage, Bandbreite zuzuweisen und zu verhindern, dass andere Applikationen in ihrer Leistung beeinträchtigt werden.
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