12.03.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Netoptics, Anbieter von Gerätschaft für die Verbesserung der Netzwerk-Parformance, bringt mit „Director Pro“ einen Fabric Access Switch auf den Markt, der ohne Latenz arbeitet. Netzwerk-Probleme lassen sich damit noch schneller erkennen. Die Technik, die dahinter steckt, nennt der Hersteller „Gig Zero Delay Tap“.
Director Pro soll nach Herstellerangaben der erste Switch sein, der ein Pre-Filtering von Daten ohne jegliche Verzögerung anbietet, und das trotz des so genannten „Deep Packet Inspection“ (DPI) des Netzwerkverkehrs.
Die Geräte treffen eine Vorentscheidung, auf welches Security- oder sonstiges Netzwerk-Device, etwa zum Monitoring oder zur Performance-Messung, die Daten am besten weitegeleitet werden können. Das Filtern und Durchleuchten vorab, sorgt dafür, dass die Systeme für Intrusion Prevention, Data Loss Prevention, Activity Monitoring and Web Security Gateways effizienter arbeiten können.
Darüber hinaus lassen sich mit Hilfe von einem Abgleich der Payload-Muster (Payload Pattern Matching) im Regelwerk Strings spezifizieren, bei denen Reaktionen, beziehungsweise Aktionen, von Administratoren oder anderen Devices erforderlich werden.
Diese Vorarbeit ermöglichen so genannte „Taps“. Der Gig Zero Delay Tap ist von Netoptics patentiert und nach Aussage des Unternehmens der erste Tap, der 10/100/1000 BaseT unterstützt und keine Latenz kennt.
Das Gerät Director Pro ist für Rechenzentren konzipiert, für Anbieter von Cloud-Computing-Diensten und Telekommunikations-Operatoren. Zm Beipsiel eigne sich das System insbesondere für Finanzdienstleister, die zeitnahe Services ohne Unterbrechung anbieten wollen. Es dürfe angenommen werden, dass sich bei einem großen Broker Downtime-Kosten für eine Stunde auf rund 6,38 Millionen Dollar belaufen, beziehungsweise 1.800 Dollar pro Sekunde.
Neben der Zero-Latency-Funktion und DPI bietet Director Pro auch Features, die bereits die Vorgänger-Varianten aufwiesen: dynamisches Load Balancing, und eine bi-direktionale Port Konfiguration. Zum Beispiel kann das Modul für die Lastverteilung dafür sorgen, dass die Pakete auf Monitoring-Appliances so verteilt werden, dass kein Gerät überlastet und nicht adressiert ausreichend wird.
Director Pro adressiert sowohl 1-Gigabit- als auch 10-Gigabit-Netze auf ein und demselben Plattform und stellt In-Line-Access auf allen Ports zur Verfügung. Der ein oder andere Anwender kann sich damit das ein oder andere teure 10-G-Monitoring-Tool sparen.
Das bi-direktionale Filtern erlaubt zudem eine sehr hohe Port-Dichte. Fällt ein Port aus, übernimmt ein anderer, der noch frei ist, das Paket-Monitoring. Das stellt sicher, dass das Gerät irgendwann nicht angesprochen werden kann.
Während eines Stromausfalls sorgt der Schaltkreis dafür, dass der Status für jedes einzelne Netz erhalten bleibt und die Netzwerk-Links funktionsfähig. Einzig die Funktion des Traffic-Monitoring fällt aus. Damit sorgen auch Stromschwankungen nicht länger für den Verlust von Paketen und übermäßig lange Verhandlungen für den Neustart.
Zu sehen war das Gerät erstmalig auf der RSA-Konferenz im Moscone Center von San Franzisko vom 1. bis zum 5. März 2010.
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