Anwenderbericht – Linde Material Handling unterstützt Wachstum mit Enteo

Management-Unterstützung für Citrix Server und Client Terminals

23.11.2007 | Autor / Redakteur: Ron Faber, Michael Mohr / Andreas Donner

Linde managt Server und Clients mit Enteo

3.500 PCs und 200 Server gilt es bei Linde Material Handling zu verwalten und zu managen. Lediglich 25 Mitarbeiter erledigen diese anspruchsvolle Aufgabe auf Basis einer Server Based Computing IT-Infrastruktur auf Citrix-Basis. Ein massiver Ausbau der Terminal Server und hohe Anforderungen im Client Roll-out machten dann jedoch den Einsatz eines leistungsfähigen Management-Werkzeugs nötig.

Überall, wo Güter und Materialien schnell und sicher bewegt werden müssen, kann man sie sehen: die roten Gabelstapler von Linde. International gehört das Unternehmen zu den Traditionsmarken, die den guten Ruf deutscher Ingenieurskunst begründet haben. Als Hersteller hochwertiger Material Handling Produkte bietet die seit Anfang September unter der KION Group (Linde Material Handling, Still und OM) eigenständige Linde Material Handling GmbH Fahrzeuge und Dienstleistungen sowie umfassende Servicekompetenz und technisch führende Hydraulik-Komponenten an. Derzeit beschäftigt die KION Group weltweit etwa 19.000 Mitarbeiter und wird weiter expandieren, insbesondere in Märkten wie den USA und Asien. Der Hauptsitz der Linde Material Handling GmbH und deren größtes Werk liegen in Aschaffenburg. Weitere Produktionsstandorte befinden sich unter anderem in Frankreich, Großbritannien, den USA und China.

Das dynamische Unternehmenswachstum der Linde Material Handling GmbH wird von einer IT-Infrastruktur gestützt, die an den europaweit verteilten Standorten rund 3.500 PCs und 200 Server umfasst. Für die Wartung, den laufenden Betrieb und die Weiterentwicklung zeichnet die Linde IT Services verantwortlich.

Im Data Center Material Handling in Aschaffenburg laufen alle Fäden zusammen, wenn es um den reibungslosen Zugriff der Mitarbeiter auf Applikationen oder auf File-, Datenbank- und Anwendungsserver geht. Trotzdem kann dieser große Verantwortungsbereich von einem Team abgedeckt werden, das lediglich 25 Mitarbeiter umfasst. Das funktioniert unter anderem deshalb so gut, weil Linde Material Handling bereits 1998 mit der Umstellung auf Server Based Computing auf Basis von Citrix begonnen hat und so der Aufwand für Installationen und Wartung von Clients sowie Servern auf ein Minimum begrenzt wurde. Gleichzeitig konnte das Unternehmen auf diesem Weg die immer kürzeren Hardware-Austauschzyklen durchbrechen und die Belastung des Helpdesk reduzieren, der damals noch in Personalunion vom IT-Team übernommen wurde.

Citrix-Umgebung erfordert Software-Management

Bei allen Vorteilen konnte die Einführung der Citrix MetaFrame Server aber nicht alle Probleme lösen. Schnell wurde klar, dass sich bestimmte Applikationen nicht für die Bereitstellung über Citrix eignen. Dazu gehören unter anderem die aufwändigen CAD-Anwendungen sowie Kalkulations- und Simulationsprogramme, mit denen die Ingenieure von Linde Material Handling ihre Konstruktionen erstellen und überprüfen. Diese Software muss aus Performance-Gründen lokal installiert werden, was dem Zentralisierungs- und Standardisierungsbestrebungen des IT-Teams natürlich entgegen lief.

Lothar Wolf, System Administrator bei Linde IT Services, erläutert: „Es war eindeutig zu erkennen, dass die Umstellung auf Citrix der richtige Weg war. Ebenso klar war aber auch, dass ein leistungsfähiges Software-Management benötigt wurde, um die lokale Anwendungsinstallation in den Griff zu bekommen und die weitere Einführung von Terminal Servern zu beschleunigen.“

Evaluierungssieger Enteo

Das IT-Team hatte bereits erste Versuche mit einer eigenen Entwicklung unternommen und auch die Lösung eines großen Anbieters getestet, als das Thema Software-Management durch ein Projekt schlagartig Brisanz bekam: Innerhalb von nur zehn Tagen sollte ein neuer Lotus Notes Client auf 2.000 Netzwerk-PCs installiert werden, ohne den laufenden Betrieb zu stören. Im Folgenden evaluierte Linde Material Handling drei Integrationsdienstleister, die jeweils unterschiedliche Lösungswege propagierten. Die Wahl fiel schließlich auf Enteo und die Prescon Enterprise Consulting. Das Unternehmen aus Frankfurt am Main ist spezialisiert auf effiziente Software Lifecycle Management Lösungen für komplexe Umgebungen und verfügt über umfangreiche Erfahrungen im Citrix-Umfeld.

„Die Lösung von Enteo war prädestiniert für die Anforderungen von Linde Material Handling. Geschwindigkeit und Flexibilität beim Rollout zählen damals wie heute zu den herausragenden Merkmalen von Enteo. Dazu kommt die einmalige Fähigkeit, sowohl Citrix Thin Clients als auch klassische Windows PC unter einem Management zu vereinen“, so Michael Mohr, Geschäftsführer von Prescon Enterprise Consulting.

Der Erfolg des Projekts gab der getroffenen Entscheidung Recht: In den geforderten zehn Tagen wurde der Lotus Notes Client unternehmensweit implementiert, Enteo war damit nach Schätzung von Lothar Wolf mindestens doppelt so schnell wie der nächste Mitbewerber. Die Rollout-Optionen von Enteo ermöglichten zudem eine genaue Abstimmung der genutzten Bandbreiten und Tageszeiten, sodass die Mitarbeiterproduktivität nicht beeinträchtigt wurde.

Flexibles Wachstum der Citrix-Server-Farm

Nachdem Enteo beim Lotus Notes Rollout überzeugt hatte, verfügte das Data Center in Aschaffenburg nun über ein Werkzeug, das die Installation lokaler Anwendungen wesentlich vereinfachte. Die guten Erfahrungen mit dem Produkt führten zum nächsten logischen Schritt: Die Installation und Pflege der Citrix-Server-Farm mit Enteo. Auf diese entscheidende Option hatte Prescon Enterprise Consulting seinen Kunden aufmerksam gemacht, denn die damals sechs Terminal Server wurden noch von Hand gewartet. Wenn neue Software implementiert werden musste, wurde ein Server aufgesetzt und getestet, ein Image gezogen und dann sukzessive auf alle Server verteilt.

Bei sechs Terminal Servern konnte Lothar Wolf noch mit Images arbeiten, obwohl der Aufwand hoch war und aktuelle Software nur verzögert bereitgestellt werden konnte. Die positiven Erfahrungen von Anwendern, Helpdesk und IT-Abteilung mit der Citrix-Umgebung führten aber bald zu einer Ausweitung und der Anschaffung von 16 weiteren Servern. Darüber hinaus meldeten sich immer mehr Fachabteilungen, die diese oder jene Applikation über Citrix bereitstellen wollten. Heute umfasst die Citrix-Umgebung insgesamt 38 Server und 50 Applikationen – mit Cloning war dies nicht mehr zu handhaben.

Lothar Wolf erinnert sich: „Wir kannten Enteo ja bereits im Betrieb und waren von der Zuverlässigkeit der Software überzeugt. Um eine solide Basis für das weitere Wachstum unserer Citrix Umgebung zu schaffen, haben wir uns deshalb entschlossen, alles über Enteo abzubilden. Innerhalb einer Woche wurde das Operating System Deployment realisiert, sodass Terminal Server aufgesetzt werden konnten. Sukzessive folgte die Paketierung der Software, die noch manuell installiert wurde. Nach drei Wochen waren die 16 Maschinen fertig und gingen in Betrieb.“

Von diesen einmal durchgeführten Arbeiten profitiert die Linde IT Services jetzt praktisch jeden Tag aufs Neue. Wenn heute ein neuer Citrix Presentation Server aufgesetzt werden soll, bedeutet das für Lothar Wolf nur noch rund zehn Minuten Aufwand und nach zwei Stunden steht der Server in der gewünschten Konfiguration zur Verfügung. Selbst neue Hardware wird einfach in das OSD aufgenommen und einem Betriebssystem zugewiesen, der maximale Aufwand beträgt einmalig vier Stunden.

„Die Grundlagen, in die wir einmal investiert haben, stehen uns heute immer wieder für das Wachstum unserer Citrix-Server-Farm zur Verfügung. Wenn man eine Kostenbetrachtung machen würde, wäre das Ergebnis eindeutig: Mit Enteo hat sich der Aufwand für die Einbindung neuer Server-Hardware extrem reduziert“, bestätigt Lothar Wolf.

Aufgebautes Know-how macht sich bezahlt

Neben Linde Material Handling profitieren auch andere Unternehmen im Konzernverbund, wie z.B. der Hamburger Gabelstaplerhersteller Still, von den Kenntnissen und Erfahrungen des Data Centers in Aschaffenburg. Still verfügt über eine eigene IT-Abteilung, die unter anderem für die Installation und Wartung der Software bei den rund 120 weltweit verteilten Still-Außenstellen verantwortlich ist. Um diesen immensen Aufwand zu reduzieren, plant Still ebenfalls die zentralisierte Bereitstellung von Applikationen über Citrix Presentation Server. Dazu wird auf Know-how aus Aschaffenburg zurückgegriffen: Innerhalb von zwei Wochen hat Lothar Wolf mit Kollegen in Hamburg bereits einen enteo NetInstall Server sowie Terminal Server installiert. Seit diesem Zeitpunkt können die IT-Experten von Still eigene Terminal Server aufsetzen, Software paketieren und die Umgebung weiter anpassen.

Das ist die Grundlage für den nächsten Schritt. Abhängig von der Standortgröße werden dann auch bei den Außenstellen NetInstall Server bzw. Citrix Presentation Server installiert, die von Hamburg aus gepflegt werden. Auf diesem Weg erreicht Still eine komplette Standardisierung der Desktops und eine Zentralisierung der Applikationsbereitstellung, was zu einer erheblichen Reduktion des Support-Aufwands führt.

„Installationsroutinen, Softwarepakete und anderes wurden von uns bereits erstellt und getestet. Von diesem umfangreichen Know-how können wir und angeschlossene Unternehmen jetzt profitieren“, so das Fazit von Lothar Wolf. „Auf Basis von Enteo sind wir daher in der Lage, Synergieeffekte zu nutzen und das Wachstum schneller voranzutreiben, ohne große Investitionen in zusätzliches Personal.“

Über die Autoren

Ron Faber ist Journalist und Experte für Technologie- und Internetthemen.

Michael Mohr ist Director Sales bei NWC-Services und verantwortlich für den Ausbau der bestehenden Kundenbasis und die Gewinnung von Neukunden in Deutschland und EMEA. NWC-Services ist Partner von Enteo Software.

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