17.09.2008 | Autor / Redakteur: Frank Castro Lieberwirth / Andreas Donner
Bei der Softwareverteilung über System Center Configuration Manager verwendet Microsoft Pakete, in denen Installationsdateien und Programmaufrufe enthalten sind. Anhand von Inventurdaten können diese Pakete auf Ressourcen installiert werden, indem eine Ankündigung erstellt wird. Der Artikel gibt einen Überblick über diesen Workflow und stellt die wichtigsten Features vor.
Zur Softwareverteilung mit System Center Configuration Manager (SCCM) 2007 kann man folgenden Workflow definieren, dessen erster Teil bereits im vorausgegangenen Teil dieser Serie ausführlich vorgestellt worden ist.
Dieser Teil setzt daher die Schritte 1 bis 4 voraus und widmet sich ganz der Paketierung und Verteilung. Abbildung 1 zeigt einen weiteren Workflow, der speziell den Verteilungsmechanismus des Pakets im Fokus hat.
Grundsätzlich darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Software auf allen zu installierenden Clients tatsächlich lauffähig sein muss. Damit nicht Clients wegen fehlerhafter Installationen ausfallen, ist eine sorgfältige Auswertung der Soft- und Hardwareinventur in Sammlungen notwendig. So banal es klingt – Testcomputer sind sehr von Vorteil. Die Installation sollte vorab, lokal – ohne SCCM – oder über eine Mini-Sammlung auf dem Computer getestet werden.
Pakete können mit einer beliebig ausführbaren Datei und anderen Quelldateien oder über eine sog. Paketdefinitionsdatei (Package Definition File) konstruiert werden. Paketdefinitionsdateien sind vorgefertigte Skriptdateien im ASCII-Textformat, die Informationen enthalten, wie ein Programm gestartet werden kann. Beispiele hierfür sind Angaben über Produktversion, Installationsverzeichnis, benötigter Speicherplatz, unbeaufsichtigte Installation oder einen benötigten Neustart. Eine Paketdefinitionsdatei besitzt die Endung *.sms oder *.pdf und ist in einigen Fällen der Installations-CD/DVD beiliegend.
Alternativ kann die Paketdefinitionsdatei auch über den Import einer Windows Installer-Datei des Typs *.msi erstellt werden. Um herauszufinden, ob es gewisse Installationsparameter gibt, die beispielsweise eine unbeaufsichtigte Installation unterstützen, empfiehlt sich der Aufruf der Setup-Datei mit einem „/?“. Microsoft Office 2007 muss beispielsweise für Anpassungen mit dem OCT (Office Customization Tool) speziell vorbereitet werden.
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