Management-Software und -Appliances sichern und erleichtern virtuelle Konferenzen

Polycom bringt neue Video-Konferenz- und Telepräsenz-Lösungen

07.11.2007 | Redakteur: Ulrike Ostler

Das Telepräsenz-System „TPX HD 306“ von Polycom bietet High-Desity in Darstellung und Ton.

Polycom erweitert im Frühjahr 2008 seine Konferenzlösungen um ein neues Telepräsenz-System sowie um Upgrades der Netzwerk-Management Anwendung „Polycom Readi Manager SE 200“ und „V2IU“, der herstellereigenen Lösung für Network Access Translation/Firewall Traversal Solution Unit. Dazu gehört auch ein IPv4-to-IPv6 Application Layer Gateway (ALG).

Das System „Polycom Telepresence Experience High Definition 306 M”, kurz: TPX HD 306M, soll den Benutzern beim Gespräch mit Kollegen, Partnern oder Kunden, die sich an einem anderen Ort befinden, den Eindruck vermitteln, diesen direkt gegenüberzusitzen. Ermöglicht wird das insbesondere durch HD-Video-Darstellungen in nahezu Lebensgröße, HD-Tonwiedergabe und HD-Content-Sharing-Funktionen, mit denen Teilnehmer während ihrer Videokonferenz Inhalte austauschen können.

Das System besteht aus drei 60 Zoll großen HD-Plasma-Bildschirmen, die in eine Videowand integriert sind, in der die gesamte Konferenztechnik, die Kameras und ein HiFi-Stereo-System untergebracht sind. Zur Ausstattung gehört ferner ein Konferenztisch, an dem sechs Personen vor ihrer eigenen Kamera Platz nehmen können, ein 360-Grad-Deckenmikrofon, drei HD Kameras der Marke „Polycom EagleEye“ sowie ein Steuerungssystem, das über einen Touch-Screen bedient wird.

Das neue System ist kompatibel mit den anderen Telepräsenzlösungen der Serie RPX HD, so dass Kunden Telepräsenzlösungen mit zwei, drei und vier Bildschirmen implementieren können. Es ist nach Aussage des Herstellers standardbasiert somit mit Videokonferenzsystemen anderer Hersteller kombinierbar.

Das hauseigene Videokonferenzsystem „HDX“ jedoch dient als Grundlage für alle TPX-Lösungen und „Real Presence Experience“ (RPX), was eine nahtlose Interoperabilität zwischen Telepräsenzlösungen und Videokonferenzendpunkten gewährleisten soll.

Eines der Leitungsmerkmale ist laut Hersteller die zum Patent angemeldete ‚Lost?Packet?Recovery‘-Technik, die dafür sorgen soll, dass auch bei Netzwerken, in denen gehäuft Verluste von IP-Paketen auftreten, etwa über das öffentliche Internet, die Qualität von Bild- und Ton sowie beim Austausch von Multimediainhalten gesichert werden kann.

Security Appliance

Die V2IU Security Appliance des Herstellers hingegen ist dafür gedacht, Konferenzen möglichst einfach und vor allem sicher implementieren, verwalten und planen zu können. Das Gerät dient der sicheren Videokommunikation über virtuelle private Netzwerke (VPNs) sowie über das Internet. Die Lösung kann nach Herstellerangaben sowohl anstelle vorhandener Firewalls als auch zusammen mit der Firewall eines Unternehmens eingesetzt werden.

Daneben trage die Lösung zur Optimierung der Videoqualität bei, indem der Videoverkehr vorrangig vor dem Datenverkehr transportiert wird. Darüber hinaus verfügt die Lösung über Funktionen für Traffic Shaping und Shortest Path Routing. Polycoms V21U NAT/Firewall Devices entsprechen in dem Standard IT-T H.460. Das ermöglicht eine problemlose Anbindung entfernter Benutzer ohne zusätzliche lokale Hardware. Die V2IU-Serie ist ab Dezember für rund 2000 Dollar zu bekommen.

Von IPv4 zu IPv6

Zu den Neuerungen der V2IU-Lösung gehört zudem ein IPv4-to-IPv6 Application Layer Gateway (ALG). Damit sollen die Kunden auf kostengünstige Weise zu IPv6 wechseln und ihre vorhandenen Investitionen in Videokonferenzsysteme und Konferenzbrücken von Polycom weiter nutzen können.

Das IPv4-to-IPv6 ALG stellt Konvertierungsfunktionen bereit und steuert die Vermittlung von Nachrichten zwischen den beiden Standards. Das ermöglicht, dass IPv6- und IPv4-Konferenzkomponenten direkt miteinander kommunizieren.

Das Produkt kann sowohl für H.323- als auch für SIP-Systeme eingesetzt und in gemischten IPv4- und IPv6-Umgebungen betrieben werden. Laut Hersteller sind dabei keinerlei Hardware-Aufrüstungen für Endpunkte und Brücken von Polycom oder anderen Herstellern erforderlich. Der Listenpreis beträgt rund 42.800 Dollar.

Management-Upgrade

Mit der Software Readi Manager SE200, Version 3.0, für die „RMX 2000“ und HDX-Videokonferenzsysteme erhalten Netzwerkadministratoren schließlich eine skalierbare Kontrollplattform aus dem Hause Polycom Inc.. Das Produkt bildet eine Zentrale, von der aus sie Konferenz- und Collaboration-Ressourcen verwalten können: Konferenz-Management, Gatekeeping, Gerätesteuerung sowie Implementierung und Wartung von Videokonferenzendpunkten und Multipoint-Konferenzbrücken.

Zu den Features zählen fernerhin die Planung von Konferenzen über IBM Lotus Notes, Microsoft Outlook oder Web-basierte Schnittstellen, die über PC- oder Macintosh-basierte Browser aufgerufen werden. Im Vergleich zu früheren Versionen zeichnet sich das aktuelle 3.0-Release durch eine größere Skalierbarkeit aus, teilt der Hersteller aus Hallbergmoos mit.

Eine neue Benutzeroberfläche unterstützt mehrere Sprachen und enthält Dashboard-Anzeigen sowie redundante Systemkomponenten mit automatischer Ausfallsicherheit. Das ermögliche eine größere Zuverlässigkeit von Management-Ressourcen. Die Software ist ab Dezember für einen Listenpreis von 18.750 Dollar erhältlich.

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