31.08.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler
|
| Grabungskosten sollen beim Glasfaserausbau das Teuerste sein. |
Auch hier gibt es Geld sowohl vom Land Sachsen-Anhalt als auch von der Stadt Coswig. Als Teil des Konjunkturpaketes II des Bundes soll die Breitbandversorgung des ländlichen Raums verbessert und standardisiert werden.
Im Stadtteil Buko sind die Glasfaserkabel bereits unter die Erde und bis in die Häuser gebracht und jetzt beginnt Alcatel-Lucent mit der Installation der Technik. Nach Buko wird in den Ortsteilen Klieken, Düben, Luko und Möllensdorf die entsprechende Infrastruktur verlegt. Geplant ist, dass diese Ortsteile noch im Jahr 2010 an das Hochgeschwindigkeitsnetz angebunden sein werden.
Nach der Verlegung sollen in einem ersten Schritt Hochgeschwindigkeits-Internet und VoIP angeboten werden. Später sind dann Fernsehen mit RF-Overlay-Technologie, paralleler Empfang von Kabelfernsehen, sowie Satelliten-Fernsehsignal durch das Kabel bis in die Wohnung möglich. Wittenberg-net baut somit auf der Basis der „Open Community Broadband Solution“ von Alcatel-Lucent offene IP-Netze in Regionen auf, in denen bislang noch keine Glasfaser verfügbar ist.
Karsten Siebner, Geschäftsführer von Wittenberg-net hebt die Bedeutung des Projekts hervor: „Durch die Verwendung von Glasfaserkabeln anstelle der bei den bisherigen DSL-Anschlüssen verwendeten Kupferkabeln kann eine höhere Datenübertragungsrate von 50 bis 100 Megabit pro Sekunde erreicht werden. In Zukunft wird es sogar Bandbreiten von einem Gigabit pro Sekunde geben.“
Nach einer Mitgliederumfrage des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) planen viele deutsche Stadtwerke den etablierten Telekommunikationsanbietern Konkurrenz zu machen. Wie das Magazin „WirtschaftsWoche“ daraus berichtet, haben bereits mehr als 100 Stadtwerke mit der Planung oder dem Bau von Glasfasernetzen begonnen.
Mittelfristig gehe der Verband davon aus, dass ein Großteil der Mitglieder dieses neue Geschäftsfeld erobern werde. Kritiker aus den Reihen der etablierten Anbieter wie die Deutsche Telekom und TV-Kabelnetzbetreiber sähen in der Entwicklung bereits die Gefahr einer Rückverstaatlichung.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2046903)