06.02.2007 | Autor / Redakteur: Frank Castro Lieberwirth / Andreas Donner
Der System Image Manager (SIM) erstellt und verwaltet so genannte Antwort-Dateien im XML-Format, die eine automatisierte Installation unterstützen und ersetzt den Setup-Manager aus Windows XP. Der Image Manager verwendet die schon angesprochene CPI API. CPI und SIM benötigen das .NET Framework 2.0 und sind somit auf Microsoft Vista-, Windows XP- und Windows Server 2003-Plattformen lauffähig.
Für die Verwendung vom System Image Manager wird Folgendes benötigt:
Der erste Schritt ist das Erstellen oder Aufrufen eines Images (*.wim) oder einer Katalogdatei (*.clg). Aus beiden Dateiformaten kann der SIM eine Liste verfügbarer Komponenten und Pakete generieren. Dies geschieht, indem im Fenster „Windows Image“ eine dieser Dateien ausgewählt wird (siehe Abbildung 3). Wird eine *.wim-Datei ausgewählt, muss der Setup-Manager erst einen Katalog generieren, was ein paar Minuten dauert. Falls die Original-DVD vorliegt, geht es schneller, wenn die entsprechende Katalogdatei (Business, Ultimate, usw.) anstelle der install.wim-Datei ausgewählt wird. Dies funktioniert allerdings nur bei einem Original-Image.
Des Weiteren muss ein „Distribution Share“ eingerichtet werden, damit OEM-Treiber, Service Packs und andere Dateien später in das Image eingebaut werden können. Die Einrichtung erfolgt über das Menü mit der rechten Maustaste. Hierbei wird ein Dateibaum erstellt, der folgende Verzeichnisse enthält:
Ist ein Katalog eingelesen, können im Bereich „Windows Image“ die einzelnen Komponenten modifiziert werden. Aus der Vielzahl von Möglichkeiten ist in den Abbildungen 4,5 und 6 die Aufteilung in verschiedene Festplattenpartitionen vorgestellt. Ein weiteres, sehr gut gelungenes Feature ist die Überprüfung der Antwortdatei (siehe Abbildung 5, unterer Rand). Die Überprüfung geschieht über das Menü im Eintrag „Tools/Validate Answer File“. Zur Fehlerkorrektur und zur Dokumentation stehen unter der Taste F1 umfangreiche Hilfetexte zur Verfügung. Zu beachten sind im Allgemeinen die Einträge für den Computername, Lizenzschlüssel, Spracheingaben, IP-Adresse(n) und Gateways und die korrekte Zuordnung der „Packages“ zum Speicherort.
Nach Abschluss der Konfigurationen wird das Ergebnis in eine XML-Datei gespeichert und kann entweder zur DVD-Installation oder zur Netzwerkinstallation weiter verwendet werden. Bei der DVD-Installation wird die unatted.xml-Datei auf einen USB-Stick kopiert. Der Stick wird dann an einem neuen PC angebracht, während mit der DVD gebootet wird.
Der „normale Start“ der unbeaufsichtigten Installation erfolgt über setup.exe und beispielsweise folgenden Parametern:
Zur Weiterverarbeitung der Informationen kann idealer Weise ein neues Image erzeugt werden. Dieses Thema wird in einem folgenden Artikel beschrieben werden.
Microsoft hat mit dem Windows Automation Installation Kit (WAIK) einen tollen Baukasten zur automatisierten Installation bereitgestellt. Ein Teil dieses Baukastens ist der sehr umfangreiche Windows System Image Manager, der sogar die Fähigkeit hat, das Image nach Eingabefehlern zu durchsuchen. Alle Tools werden von Microsoft derzeit kostenlos herausgegeben und machen den Kauf anderer Installationstool überflüssig. Bleibt nur die Frage, warum Microsoft erst jetzt ein derartiges Produkt anbietet!
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