25.01.2007 | Autor / Redakteur: Thomas Jungbluth / Andreas Donner
Auf der diesjährigen „Hausmesse“ Lotusphere 2007 hat die IBM-Softwaretochter gleich mehrere neue Produkte vorgestellt, mit denen das Unternehmen die Zusammenarbeit seiner Anwender fördern und sie damit fit für Web 2.0 machen will.
Das Zauberwort heißt „Collaborations“ – in allumfassender Zusammenarbeit sieht Lotus die Zukunft der elektronischen Kommunikation. Ein ganzer Strauß neuer Produkte soll hierbei weiterhelfen.
Aus diesem Grund enthält Lotus Connections nun mehrere Komponenten für das so genannte „Social Computing“, unter anderem auch für Blogs. Die Anwender haben dabei über ein Kontrollfeld sämtliche Projekte im direkten Zugriff. Ziel ist, so schneller Kontakte aufzubauen und Beziehungen zu vernetzen. Lotus möchte Anwender mit Connections in die Lage versetzen, Zeit zu sparen, indem sie auf Informationen zugreifen können, die andere zuvor veröffentlicht haben.
Um die Inhalte online zu stellen, gibt es „Quickr“, ein „kollaboratives Content-Tool“, mit dem Inhalte, Dokumente und andere Medien gemeinsam und im Team genutzt werden können. Über Verbindungselemente bauen die Anwender Wikis oder Team-Blogs auf. Diese werden dann aus den üblichen Desktop-Anwendungen heraus aufgerufen.
Lotus Sametime ist eine „Instant-Messaging“-Lösung, die im zweiten Quartal 2007 auf den Markt kommen soll. Mit Sametime nehmen mehrere Anwender per Video miteinander Kontakt auf, oder die bewegten Inhalte werden einem größeren Kreis zur Verfügung gestellt. Es integriert sich auch in Microsoft Outlook und Office sowie Linux- und Macintosh-Clients.
Die IBM-Tochter verkündete außerdem, dass bald (die Rede ist vom ersten Quartal) die „endgültige“ Version 8 von Notes bzw. Domino veröffentlicht wird. Last but not least wurde auf der Veranstaltung Websphere Portal Express 6.0 vorgestellt, eine Portallösung für Internet- und Intranet-Funktionen. Mit ihnen können Unternehmen eine gemeinsame Plattform mit Portal aufbauen. Sie enthält Funktionen für das Dokumenten- und Web-Content-Management sowie für die Zusammenarbeit innerhalb eines definierten und abgesteckten Rahmens.
Bleibt zu hoffen, dass die Anwender tatsächlich auch die vielen Werkzeuge nutzen und diese auch zu den bereits vorhandenen Anwendungen passen. Ein erster Test ging jedenfalls daneben, die „Collaboration“, um die Pressekonferenz via „Sametime“ im Web zu verfolgen, verweigerte sich dem Microsoft Internet-Explorer 7 mit einer undefinierbaren Fehlermeldung.
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