01.03.2010 | Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrich Roderer
Nach der Servervirtualisierung steht mit der Desktopvirtualisierung die nächste große Änderung für die Rechenzentren ins Haus. Anhand der aktualisierten Version von Citrix XenDesktop 4 zeigen wir die begleitenden Anforderungen und Konzepte auf.
Die Virtualisierung von Desktops stellt nach der Virtualisierung der Server den nächsten gravierenden Einschnitt in die IT-Betriebsszenarien dar. Sie geht dabei von einem einfachen Modell aus: Statt jedem Anwender einen physischen Rechner mit lokalem Betriebssystem und all den Anwendungen bereitzustellen, erhält der Nutzer nunmehr ein virtuelles Abbild eines Rechners.
Die eigentliche Ausführumgebung seines Desktops ist ein zentraler Server. Zum Benutzer hin übertragen werden nur die Bildschirmausgaben. Von ihm zurück kommen Maus- und Tastatureingaben. Das klingt nach dem alten Presentation Server, der Präsentationsvirtualisierung von Citrix, die nun XenApp heißt. Ist XenApp dann wiederum mit App-V von Microsoft vergleichbar wie der Namesähnlichkeit suggerieren würde? Nein, ist sie nicht! Es vermischen sich Funktionen und Begriff.
Die Hersteller der Virtualisierungslösungen packen oftmals unterschiedliche Modelle unter ein Dach. Citrix verknüpft in seinen Produkten die Techniken der Präsentationsvirtualisierung mit jenen der Desktopvirtualisierung und der Applikationsvirtualisierung. Die korrespondierenden Produkte von Citrix dazu sind XenDesktop zur Desktopvirtualisierung und XenApp zur Präsentationsvirtualisierung. XenApp ermöglicht aber auch die Virtualisierung von Applikationen. Microsoft wiederum bildet im XP-Mode von Windows 7 einen vollständigen Desktop auf einem bestehenden Windows 7-Client ab. Diese Beispiele zeigen, dass die traditionellen Grenzen zwischen den drei Modellen verwischt werden. So bestehen im Gegensatz zur Servervirtualisierung bei der Desktopvirtualisierung weitaus mehr und unterschiedliche Konzepte. Schlüsselt man diese nach der Ausführumgebung des Desktops auf, so zeigen sich beispielsweise für XenDesktop drei zentrale Modelle:
Die Vereinfachung ergibt sich bei diesem Modell vor allem durch die optimierte Verwaltung. Das Image, das auf das Benutzergeräte „gestreamt“ wird, kann mehrfach zugewiesen werden. Somit besteht ein Image für mehrere Benutzer und deren Geräte. Durch die Mehrfachverwendung des Images und dessen zentraler Verwaltung wird natürlich auch die gesamte Administration der Benutzer-Images einfacher.
Citrix unterstützt in XenDesktop all diese obigen Modelle der Desktop-Virtualisierung.
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