Kommt das Ende der x86-Server von Sun?

Oracle will Sun auf High-End-Server ausrichten

05.01.2010 | Autor / Redakteur: Matt Stansberry / Ulrich Roderer

Larry Ellison, CEO von Oracle, richtet Sun auf Sparc-Highend-Server aus

CEO Larry Ellison von Oracle will den Fokus von Sun auf das Highend-Serversegment verlagern und den Commodity-Markt den Konkurrenten wie HP oder Dell überlassen.

Ellison will im Low End-Server-Markt nicht gegen Hewlett-Packard oder Dell konkurrieren. Nach seinem Willen soll sich Sun sich auf das Segment der großen Sparc-basierten SMP-Server konzentrieren, die als integrierte Lösungen beispielsweise mit Datenbanken und Hardwarekomponenten wie Oracle Exadata Storage Servers vermarktet werden sollen.

„Sun hat einfach nicht das Wissen, wie man im Lowend-Markt mit hohen Volumen und niedrigen Margen erfolgreich ist, indem man einzelne Server mit Windows oder Linus drauf verkauft“, sagt Ellison.

Diese Aussagen lassen die Zukunft der Sun x86–Server zweifelhaft erscheinen, obgleich Oracle erst seine Datenbank Oracle 11g R2 für Solaris on x86 auf den Markt gebracht hat.

Schon vor diesen Äußerungen von Ellison haben Experten das Ende der x86-Linie von Sun vorausgesagt. „Solaris auf x86 muss sich im Massenmarkt behaupten und mit wenig Marktanteil ist das Überleben sehr schwer“, sagt der Analyst Bill Claybrook. „Linux besitzt 24 Prozent der Marktanteile auf x86-Servers, Solaris 10 auf x86 gerade 4 Prozent.“

Doch es gibt auch Gegenstimmen: „Ellison hat klargestellt, dass der Fokus auf dem Highend-Segment mit Sparc-Systemen liegen wird. Aber er wird weder das Sun x86-Portfolio noch Solaris x86 aufgeben. Nicht mit Dell zu konkurrieren heißt nicht aus dem Markt zu gehen“, sagt Ben Rockwood, Director of Systems bei einem Cloud Computing-Unternehmen und Solaris Evangelist.

Rockwood weist darauf hin, dass Suns Appliances wie beispielsweise die Fishworks Storage-Lösung auf x86 basiert und dass es simmer Bedarf für x86-Server in Komponenten, aber auch Middleware und anderen Anwendungen geben wird. Er geht deshalb davon aus, dass Suns x86-Hardware in den integrierten Datenbank-Middleware Produkten von Oracle spielen wird.

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