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Exchange Server 2010 – Kommunikationsplattform der Zukunft

29.10.2009 | Autor / Redakteur: Jürgen Haßlauer / Andreas Donner

Hohe Sicherheit, schnelle Wiederherstellung

E-Mail ist bereits seit vielen Jahren eine geschäftskritische Anwendung. Unternehmen stellen deshalb zu recht hohe Ansprüche an die Verfügbarkeit ihres Kommunikationssystems. Firmen, die Exchange Server 2003 einsetzen, sind für die Datenspiegelung allerdings auf Third-Party-Lösungen angewiesen.

Mit dem Exchange Server 2007 Continuous Replication bot Microsoft dann erstmals eine integrierte Lösung für die Datenspiegelung an. In der neuen Version des Exchange Servers hat der Hersteller diese Funktion nochmals weiterentwickelt. Die „Database Availability Group“ (DAG) bietet Anwendern die Möglichkeit, mehrere Kopien einer Datenbank innerhalb eines Rechenzentrums oder über Rechenzentrumsgrenzen hinweg anzulegen.

Im Fall eines Rechenzentrumsausfalls oder auch eines Datenbankfehlers wird eine Datenbankkopie für die Wiederherstellung genutzt. Dieser Vorgang ist weit schneller als das Zurückspielen einer Bandsicherung. Ein weiterer Pluspunkt: Die unterschiedlichen Methoden in Exchange Server 2007, um Hochverfügbarkeit und Site Resiliency zu gewährleisten, wurden im Exchange Server 2010 vereinheitlicht. Administratoren müssen in der neuen Version lediglich die Database Availability Group beherrschen.

Zuvor mussten sie sich mit Cluster Continuous Replication und Standby Continuous Replication befassen. Dank vereinheitlichter Recovery-Prozeduren sinkt die Fehlerwahrscheinlichkeit und Fehlerhäufigkeit während der Wiederherstellung.

Informationsschutz hat höchste Priorität

Geschäftskritische oder vertrauliche Informationen, die absichtlich oder unabsichtlich per E-Mail nach außen dringen, können Schäden in Millionenhöhe oder einen hohen Imageschaden verursachen. In einigen Fällen ziehen sie auch gerichtliche Auseinandersetzungen nach sich. Exchange Server 2010 bietet daher sehr wirkungsvolle Möglichkeiten, um diese Gefahren zu minimieren.

Mit den integrierten Active Directory Rights Management Services kann ein Unternehmen festlegen, dass alle E-Mails, die als vertraulich klassifiziert sind, automatisch verschlüsselt werden und vom Empfänger nur geöffnet, nicht aber weitergeleitet werden können. Mit den Outlook Protection Rules können Administratoren erreichen, dass eine Nachricht schon auf dem Client verschlüsselt und damit geschützt vom Client zum Server geschickt wird.

Dies ist gerade für Mitarbeiter, die unterwegs oder im Home Office arbeiten wichtig: Sie versenden die von ihnen als vertraulich klassifizierten E-Mails automatisch in geschützter Form, auch wenn sie in ungesicherten Netzwerken arbeiten.

Die Definition von Administrationsrollen ist eine weitere Möglichkeit, die Sicherheit zu verbessern. IT-Administratoren können Mitarbeitern mit dieser Funktionalität das Recht einräumen, neue Mailboxen anzulegen und Passwörter zurückzusetzen ohne Gefahr zu laufen, dass sie Konfigurationseinstellungen am Server verändern.

Eine weitere Anwendung der Administrationsrollen ist es, Endbenutzern eine Self-Service-Möglichkeit zu geben, um beispielsweise ihre Kontaktdaten wie Postanschrift oder Telefonnummern selbst zu aktualisieren.

Die Informationsflut bewältigen

Endanwender können alle Nachrichten und erhaltenen Antworten zu einer bestimmten E-Mail in der sogenannten „Conversation View“ zusammenfassen und so die Informationsflut besser bewältigen. Die minutenlange Suche nach Antwort-Mails oder dem letzten Stand der Diskussion zu einem bestimmten Thema hat damit ein Ende. Anwender können sich einen E-Mail-Thread (alle E-Mails mit einem Bezug zueinander) als Baumstruktur anzeigen lassen, sämtliche Nachrichten mit einem Mausklick löschen oder in einen Ordner verschieben – unabhängig davon, in welchem Ordner sich diese E-Mails befinden.

Dank des engen Zusammenspiels von Exchange 2010 und dem Office Communication Server 2007 können Anwender noch produktiver arbeiten. Sie erhalten beispielsweise eine Vorschau auf ihre Voice Messages in Textform oder sehen im Outlook Web Access, ob der Sender einer E-Mail online oder offline ist.

Über den Autor

Jürgen Haßlauer ist Senior Consultant bei der infoWAN Datenkommunikation GmbH und Koautor des Buches „Designing Storage for Exchange 2007 SP1“, erschienen bei Digital Press.

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posted am 02.11.2009 um 11:38 von Unregistriert


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