3Par und VMware wollen die VDI-Bereitstellung beschleunigen

Thin Copy Desktop für virtualisierte Desktop-Infrastrukturen

29.07.2008 | Autor / Redakteur: Peter Hempel / Florian Karlstetter

3Par will VDIs auf seinem Utility Storage per Thin Copy Desktop beschleunigen.

3Par bietet eine Lösung an, um Virtual-Desktop-Infrastrukturen auf seinem Utility Storage bereitzustellen. 3Par verspricht, im Gegensatz zu „Notlösungen“ auf anderen SAN- oder NAS-Arrays, alle Funktionen der Utility Storage-Appliances auch für die VDI-Bereitstellung nutzen zu können – inklusive Thin Provisioning und granularer Wiederherstellung.

Virtuelle Desktop-Infrastrukturen ersetzen immer häufiger konventionelle Desktop-Umgebungen. Die Anforderungen an Speicher und Netzwerkperformance werden dadurch nicht geringer, sie verlagern sich nur ins Zentrum des Speichernetzwerks. Werden dort hunderte von Desktops gleichzeitig gebootet, muss die Hard- und Software leistungsfähig genug sein.

3Par sieht hier Handlungsbedarf, da herkömmliche „Fett“-provisionierte Speicherarrays schnell an ihre Grenzen geraten. Für jeden neuen Benutzer müsste im schlimmsten Fall zunächst die volle erforderliche Speicherkapazität auf sämtlichen Tiers hinzugefügt werden, was die Flexibilität einer VDI ad absurdum führt. Deshalb arbeitet 3Par eng mit VMware zusammen, um die VDI-Lösung des Softwareanbieters mit Hard- und Software zu ergänzen.

3Par nennt seine Lösung Thin Copy Desktop, eine Kombination aus den Utility Storage Appliances und zusätzlichen Softwarefunktionen, die speziell auf die Anforderungen einer VDI angepasst wurden. Zunächst einmal der Platzbedarf: Die virtuellen Desktops werden per Thin Provisioning laut Hersteller mit einem Bruchteil an Speicherbedarf abgelegt.

Desktopstart im Cache

Um die Arbeitsumgebungen für die Clients bereitzustellen, bietet der Speicheranbieter automatische Routinen an, die ein manuelles Klonen oder ein aufwändiges Konfektionieren von Speicher unnötig machen sollen. Anschließend steht der Cache der Appliances als Bootumgebung zur Verfügung. Der schnellste Speicher im SAN soll sogar ermöglichen, dass hunderte von virtualisierten Desktops gleichzeitig hochfahren.

Ob das wirklich so ist, können Administratoren überwachen, denn die angepasste Verwaltungsoberfläche der Utility Storage-Appliances erfasst die I/O- und Kapazitätsauslastungen für jeden einzelnen Desktop. Auch wenn einzelne davon per VMware Motion verschoben werden.

Schnelle Wiederherstellung

Werden Desktops ungewollt verändert, beschädigt oder gelöscht, sollen sie sich laut 3Par innerhalb von Sekunden wieder herstellen lassen. Die granularen Wiederherstellungspunkte sollen virtuell keine zusätzliche Kapazität benötigen.

Die Preise für Thin Copy Desktop richten sich stark nach der erforderlichen Hardware, Festplattenausstattung, Softwareumfang und der Anzahl der bereitzustellenden Desktops. Daher lassen sie sich nicht aussagekräftig wiedergeben. Ein individuelles Angebot erstellt 3Par auf Anfrage.

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