Netiron CES 2000 – eine Produktfamilie für Service Provider
Foundry stellt mit CES 2000 kompakte Carrier Ethernet Switches vor
30.09.2008 | Redakteur: Ulrike Ostler

48-Port-Switch aus der Produktfamilie Netiron CES 2000
Mit ein wenig Verspätung gegenüber dem US-Markt hat Foundry Networks (Brocade) nun in Europa seine neue Ethernet-Switch-Familie vorgestellt. Bei „Netiron CES 2000“ handelt es sich um eine Provider Backbone Bridge (PBB) und einen 10 Gigabit-Ethternet-fähigen Edge/Aggregation Switch. Der Clou soll der geringe Platzbedarf von lediglich einer Rack-Einheit sein (1RU).
Mit Netiron CES 2000 erhalten Provider Netzwerkarchitektur, mit der sie ihren Kunden Core-, Aggregations- und Edge-Services bieten und gleichzeitig beim Energie- und Platzbedarf sparen können. Die Serie ist speziell für die Erweiterung von Carrier Ethernet Services konzipiert und nach Herstelleraussagen vielseitig. So seien Carrier-Ethernet-Dienste über ISP Edge/Aggregation bis zu Datencenter-Installationen möglich.
Die Kombination der VPLS-Fähigkeit (VPLS = Virtual Private LAN Services) der Router-Serien Netiron XMR und MLX sowie der Provider-Backbone-Bridge- (PBB) bzw. Provider-Bridge-Funktionen (PB) der neuen Produktfamilie erlaube eine neue, effiziente, sichere Architektur, erläutert Ananda Rajagopal, Product Line Manager Service Provider Solutions bei Foundry Networks. Frühere Investitionen in bestehende MPLS-Backbones könnten verbessert werden und die Zahl der Provider Edge (PE) Router, die zum Einrichten einer kompletten Mesh-Struktur für VPLS benötigt werden, reduziert.
Die Serie wird ab dem vierten Quartal 2008 zu Preisen ab rund 8.500 Dollar verfügbar sein.
Die NetIron CES 2000 Serie empfiehlt sich als Lösung für folgende Anwendungsbereiche:
- Carrier-Ethernet-Installationen großen Maßstabs (im Verbund mit den Router-Serien NetIron XMR und MLX)
- Dichte Aggregation von Zugangs-Devices wie etwa DSLAMs (Digital Subscriber Line Access Multiplexer), PONONTs (Passive Optical Network Optical Network Terminals) oder CMTS (Cable Modem Termination Systems) am Netzwerk-Edge
- Edge Aggregation Switching und Routing-Applikationen in Metro/ISP-Netzwerken
- Fiber to the Home (FTTH) oder FTTB-Anwendungen (Fiber to the Building) mit anspruchsvollen Service Level Agreements
- Im Datencenter als Top-of-the-Rack Server Access Switch für Anwendungen, in denen es auf große Puffertiefe ankommt.
Folgende Funktionen der NetIron CES 2000-Serie sind hervorzuheben:
- Verfügbarkeit in einer Vielzahl von Konfigurationen mit 24 oder 48 Ports, 10/100/1000 (RJ45) und 100/1000 Hybrid Fiber (HF), Small Form-Factor Pluggable (SFP) sowie optionalen 10GbE Uplinks
- Äußerst effiziente Leistungsaufnahme von nur 3,75 W pro Vollduplex-GBit/s (Watt/Gbps FDX)
- Eignung für E-LINE, E-LAN und E-TREE Services gemäß den Standards des Metro Ethernet Forums (MEF)
- Umfassende OAM-Fähigkeiten auf Basis des IEEE 802.1ag-2007 und MEF 17 Service OAM Framework. Dies ermöglicht eine zügige Fehlerbehebung in Layer 2 Netzwerken und bei Carrier Ethernet Services.
- Umfassende IPv4 Unicast- und Multicast-Fähigkeiten mit Unterstützung für Border Gateway Protocol (BGP), Open Shortest Path First (OSPF) und Intermediate System to Intermediate System (IS-IS), Protocol Protocol Independent Multicast (PIM) und Internet Group Management Protocol (IGMP v2/3)
- Zudem liegt den Geräten laut Rajagopal wie allen High-end-Produkten aus dem Hause Foundry Networks dasselbe Betriebssystem „Ironware“ zugrunde.
Wie Rajagopal weiter ausführt, hat Foundry technisch im dem Markt, den Cisco mit etwa der Hälfte aller Marktanteile anführt, die Nase vorn, zumindest was diesen Formfaktor anbelangt. Der Produkt-Mannager schätzt, dass andere Anbieter erst in sechs bis neun Monaten mit gleichwertigen Angeboten nachziehen können.
Um die Überlegenheit zu erläutern, bemüht er einen Vergleich mit dem Cisco-Switch 1100. Dieser verbrauche zwar genausoviel Energie wie ein Netiron-CES-2000-Switch. Doch das eigene Produkt bringe die zehnfache Leistung.
Punktabzüge gesteht Rajagopal lediglich bei der IPv6-Unterstützung zu. Bisher ist lediglich ein IPv6-Switching möglich; Im Verlauf des kommenden Jahres soll auch Ipv6-Routing angeboten werden können.
Folgende Produkt-Konfigurationen stehen derzeit zur Auswahl:
- NI-CES-2024C: 24 x 10/100/1000 Kupfer-Ports (RJ45) mit 4 SFP Kombi-Ports und einem optionalen Steckplatz für 2 x 10G XFP
- NI-CES-2024F: 24 x 100/1000 Hybrid Fiber (HF) SFP Ports mit 4 Kombi-Ports und einem optionalen Steckplatz für 2 x 10G XFP
- NI-CES-2048C: 48 x 10/100/1000 Kupfer-Ports (RJ45) mit 4 SFP Kombi-Ports
- NI-CES-2048F: 48 x 100/1000 Hybrid Fiber (HF) SFP Ports
- NI-CES-2048CX: 48 x 10/100/1000 Kupfer-Ports (RJ45) mit 2 x 10G XFP-Ports
- NI-CES-2048FX: 48 x 100/1000 Hybrid Fiber (HF) SFP Ports mit 2 x 10G XFP-Ports
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