25.02.2011 | Redakteur: Dirk Srocke

Die 4.0-Versionen von SAP BusinessObjects Business Intelligence (BI) und SAP BusinessObjects Enterprise Information Management (EIM) sind verfügbar. Die Lösungen basieren auf einer gemeinsamen Infrastruktur und bieten erweiterte Funktionen zur Datenanalyse, darunter mobile Anwendungen, Auswertungen sozialer Netze und In-Memory-Echtzeitanalysen.
Mit BusinessObjects 4.0 will SAP Fortschritte aus drei Jahren Softwareentwicklung bündeln. Zu den wesentlichen Funktionen gehören Echtzeitanalysen, mobile Anwendungen und der Zugriff auf soziale Netze. Spezial für den Mittelstand will SAP angepasste Edge-Lösungen anbieten.
Die jetzt vorgestellten Softwarepakete sollen die Komplexität von IT-Landschaften weiter vereinfachen. BI- und EIM-Umgebungen werden hierfür in einer einzigen Infrastruktur integriert. Vereinheitlichte Oberflächen und verbesserte Darstellungsmöglichkeiten sollen Anwendern die Bedienung erleichtern.
Konkret verweist SAP hierbei auf aktualisierte Crystal-Lösungen, wie SAP Crystal Reports, sowie BI-Anwendungen, darunter: SAP BusinessObjects Explorer, SAP BusinessObjects Dashboards (ehemals: Xcelsius) sowie SAP BusinessObjects Web Intelligence und SAP StreamWork. Die 4.0-Versionen lassen sich zudem in Enterprise-Management-Performance (EPM)- und Governance, Risk und Compliance (GRC)-Lösungen von SAP integrieren und geben dann einen Überblick über Leistungsfähigkeit und Risiken von Geschäftsszenarien.
SAP will die Business Intelligence hierarchieübergreifend, für Anwender aller Geschäftsrollen verfügbar machen. Nutzer sollen so jederzeit auf aktuelle und verlässliche Daten aktueller Geschäftsprozesse zugreifen, um verlässliche Entscheidungen zu treffen.
Die Anwendungsfelder sind dabei vielfältig und branchenübergreifend. SAP nennt über 26 branchen- und geschäftsspartenspezifische SAP BusinessObjects Analytic Applications. SAP-Referenzkunde Canadian National Railway nutzt die Tools beispielsweise für Telemetrielösungen, die den Dieselverbrauch von Lokomotiven optimieren und somit Wirtschaftlichkeit und CO2-Bilanz des Transportunternehmens verbessern.
Zu den Kernelementen der 4.0-Versionen gehören folgende Softwareprodukte:
Die BI- und EIM-Lösungen sollen große Datenmengen Datenmengen bewältigen. Für Performance sorgt dabei die bei der Vorstellung von BusinessObjects 4.0 vorgeführte High-Performance Analytic Appliance - kurz HANA. In einer live gezeigten Demo konnte das System 250 Millionen Records in unter einer Sekunde verarbeiten.
Mit den SAP-Produkten sollen Anwender künftig zudem strukturierte und unstrukturierte Daten auswerten. Wie das aussehen kann, zeigte SAP mit einem nicht ganz ernstgemeinten Voting beim Launch von BusinessObjects 4.0. Bei diesem konnten Twitter-Nutzer live abstimmen, welcher der Vortragenden seine Krawatte opfern solle. Ergebnis: Steve Lucas, General Manager, Business Analytics, SAP AG, durfte seinem Kollegen Dave Weisbeck den Schlips kürzen.
Im realen Geschäftsleben werden Unternehmen freilich andere Prämissen setzen. So können Anwender kritische Kundenstimmen bereits frühzeitig erkennen und darauf reagieren - und das schon lange bevor die ersten Beschwerden bei der Hotline landen.
Einen weiteren Schwerpunkt legt SAP auf mobile Anwendungen. Die seien die logische Konsequenz aus Echtzeitanalysen per HANA - schließlich sollen Auswertungen nicht auf einem verlassenen Desktop-PC dahindarben, sondern Anwender auch in Echtzeit erreichen.
Bei den Apps für Gadgets wie Apples iPad oder das von RIM angekündigte Playbook orientiert sich SAP am Consumer-Markt. Das dort zu findende Angebot an Spielen will der Hersteller jetzt mit ernsthaften, geschäftlichen Anwendungen erweitern.
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