Burton Group über Vor- und Nachteile von Software as a Service-Projekten

Einsparpotenzial versus Sicherheitsrisiken beim Einsatz von SaaS

11.09.2008 | Redakteur: Florian Karlstetter

Umfrage der Burton Group Über Vorteile und mögliche Risiken von Software as a Service (SaaS).

Software as a Service bietet in vielen Anwendungsbereichen nicht von der Hand zu weisende Vorteile: Neben geringerem Support-Aufwand lassen sich mit Hilfe von Managed Software Services meist auch Einsparungen bei der IT-Infrastruktur oder den Lizenzkosten erzielen. Dafür muss man sich allerdings auch möglichen Risiken stellen.

Der Einsatz von Software as a Service (SaaS) erfreut sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit, vor allem in den Bereichen Kommunikation – allen voran Web-Conferencing, Customer Relationship Management (CRM), aber auch im business-kritischem Umfeld wie Buchführung, Rechnungswesen oder Human Ressources Management werden Managed Services vermehrt nachgefragt.

Dennoch zögern noch immer viele Unternehmen, auf SaaS-Modelle umzusteigen oder diese in Kombination mit konventionellen Software-Lösungen einzusetzen. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage der Burton Group hervor.

Die Gründe hierfür sind vielfältig: die meisten Kopfzerbrechen bereiten Unternehmen dabei mögliche Risiken bei der Informationssicherheit, bedingt durch die Auslagerung von geschäftskritischen Daten beim Application Service Provider, der auch die entsprechenden Services anbietet und hosted.

Mögliche Nachteile sehen viele aber auch bei der Anbindung: Was passiert beispielsweise, wenn die Internetverbindung unterbrochen ist? Da bei SaaS die Software an sich in aller Regel beim externen Dienstleister gehostet und jeweils nur on-Demand zur Verfügung gestellt wird, ist ein effizientes Arbeiten beim Ausfall der Internetverbindung oft nur eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich.

Als weitere mögliche Nachteile werden die eingeschränkte Möglichkeit, die Software anzupassen genannt, einige befürchten aber auch Einschränkungen bei der Funktionalität oder Probleme bei der Integration in vor Ort vorhandene Systeme.

Kosteneinsparungen und schnellere Software-Rollouts

Dem gegenüber stehen aber auch eine ganze Reihe von Vorteilen beim Einsatz von SaaS-Modellen. So ermöglicht das Distributionsmodell in aller Regel Kosteneinsparungen vor allem im Bereich Software-Lizenzierung. Durch den Wegfall von lokal gehosteten Anwendungen entfallen darüber hinaus auch die sonst obligatorischen Ausgaben für die entsprechende Hardware. Weitere Vorteile versprechen sich viele Unternehmen im Bereich Support und Wartung, kürzere Update-Zyklen und weniger Aufwand für Mitarbeiter-Schulungen.

Mit den durch Einführung von SaaS verbundenen Einsparungen im finanziellen Bereich erhalten Unternehmen darüber hinaus die Möglichkeit, das frei gewordene Rest-Budget für andere Projekte einzusetzen.

Vielfältige Einsatzgebiete

Software as a Service-Modelle werden mittlerweile sowohl im Consumer- als auch im Enterprise-Umfeld angeboten. Neben klassichen Providern wie beispielsweise Salesforce haben längst auch Größen wie IBM oder Microsoft die Vorteile erkannt und sich entsprechende Marktanteile gesichert. Andere Unternehmen wie Parallels, Citrix oder VMware profitieren zusätzlich durch die virtualisierte Bereitstellung von Applikationen. Auch Security-Provider wie Message Labs sind mittlerweile im Markt etabliert: So bietet der Provider von Business Security Services gleich eine ganze Palette von Dienstleistungen an. Neben der gesamten E-Mail-Kommunikation sorgt der Dienstleister auch für Virenschutz, Web Application Security, Verschlüsselung sowie Archivierung.

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