Teil 2: Die Möglichkeiten des XP-Modes und seine Beschränkungen

Von XP auf Windows 7 migrieren: Tipps für den Umstieg

05.03.2010 | Redakteur: Ulrich Roderer

Seamless Modus

Der „Seamless-Modus“, in dem die unter dem XP-Mode installierten Anwendungen auf den Windows-7-Systemen laufen, wird als einer der weiteren Vorteile gesehen. Das ist grundsätzlich sicher richtig, denn durch dieses Integrationsfeature von Virtual PC werden die in der virtuellen Maschine installierten Programme für den Anwender direkt über einen Shortcut aus dem Startmenü oder durch ein Icon auf den Desktop erreichbar – er sieht so keinen Unterschied zu den anderen unter Windows 7 installierten Anwendungen.

Auch bei dieser grundsätzlich sehr nützlichen Methode liegt der Teufel im Detail: Solange die Programme nicht zu eng mit dem Betriebssystem verzahnt werden sollen, gibt es keine Probleme. Wenn aber beispielsweise eine ältere Version von Adobe Acrobat, die nicht mit Windows 7 zusammenarbeitet, unter dem XP-Mode installiert wird, so existiert keine vollständige nahtlose Integration. Die Anwender erwarten nämlich bei dieser Software zu Recht, dass ihnen aus allen Anwendungen wie Word oder auch aus ihrem Browser heraus die Möglichkeit zur Verfügung steht, auf den Acrobat-Druckertreiber zuzugreifen. Dieser soll es ihnen dann ermöglichen, aus all diesen Programmen heraus PDF-Dateien zu erstellen. Dies kann aber so nicht funktionieren, da diese Integration nur innerhalb der virtuellen Umgebung abläuft.

Ein Nutzer müsste also sein Dokument in die XP-Umgebung kopieren oder seine Programme dort aufrufen, um dieses Feature zu nutzen. Auch wenn dieses Beispiel zunächst sehr speziell klingen mag (es ist bei einem aktuellen Migrationsprojekt aufgetreten), zeigt es doch sehr deutlich, dass auch der XP-Mode nicht alle Kompatibilitätsprobleme mit älteren Programmen lösen kann. Erschwerend kommt die Tatsache hinzu, dass die Systemverwalter mit der Installation dieser Erweiterung ein weiteres komplettes Betriebssystem im Netz vorfinden, dessen Updates, Antivirus-Definitionen und andere Sicherheitsmerkmale es ebenfalls zu betreuen gilt, will man die Sicherheit des Netzwerks nicht gefährden.

Inhalt des Artikels:

zurück »1 »2 »3

Kommentar zu diesem Artikel

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)



Spamschutz 

Bitte geben Sie das Resultat dieser Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2043629)